Somlus Welt

Viele Fragen, keine Antworten

Archiv für April, 2006

Geliebter Kitsch

Verfasst von somluswelt am 27, April 2006

“Mein Baby gehört zu mir!”

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Schreibpause

Verfasst von somluswelt am 23, April 2006

Ich weiß noch nicht, wann diese Schreibpause ein Ende haben wird. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ich demnächst einmal etwas grundsätzlicheres schreiben möchte, was naturgemäß Zeit braucht um zu reifen und geschrieben zu werden. Und da sich hier nur wenige für die Problematik der Erstellung eines McKinsey-Portfolios für eine Dienstleistung interessieren, bliebt es vorerst ruhig hier.

Als Alternative empfehle ich derzeit quirinus von Demokratie und Alltag, der er über die Dinge schreibt, für die mir im Moment die Worte fehlen.

Ich bedanke mich herzlich für die aufmunternden Worte aller, die sich bei mir gemeldet haben.

Das Problem bei IE scheint behoben worden sein.

Und noch ein paar gute Nachrichten. In meinem Kurs habe ich nach BWL nun die Noten für Projektmanagement/Ms-Project (98 von 100 Punkten), Marketingfallstudie (90 von 100 ) und die Sachkundeprüfung für Businessplanning erhalten. Hat jemand vielleicht einen interessanten Job für eine Germanistin mit BWL-Kenntnissen, die sie auch noch anwenden kann?

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Keine Lust

Verfasst von somluswelt am 16, April 2006

zu schreiben. Die Themen fliegen mir um die Ohren. Ob es nun das Heise-Urteil ist oder der allgemeine Wahnsinn erstmal nen Anwalt vorzuschicken, statt miteinander zu reden. Oder die aktuelle politische Lage. Mein Privatleben halte ich hier schon eine Weile deutlich raus.

Deswegen das wichtigste in aller Kürze:

Falls jemand den Internet Explorer verwendet und diese Site noch lesen kann, möge er oder sie mir doch mal Bescheid sagen. Seit ich die Sidebar verändert habe, kann ich mit dem IE hier nichs mehr lesen.

Ansonsten denke ich darüber nach, ob ich es mir leisten kann, die allgemeinen Teile meiner Bewerbungsunterlagen hier einzustellen, um dem Zufall, der ja nie einer ist, auf die Sprünge zu helfen.

Last but not least, ich suche eine nette kleine 2-Zimmerwohnung in Köln, die im Moment nicht größer als 45 qm sein und auch nicht sonderlich viel kosten darf. Vielleicht weiß ja jemand hier eine nette Genossenschaft oder gar einEn nettEn Vermieterin. Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Schöne Ostern allen meinen LeserInnen und für alle anders- oder ungläubige noch zwei stresslose freie Tage.

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Eigenkapitalrendite

Verfasst von somluswelt am 5, April 2006

In einem Blog, das sich gern als Expertenpool für volkswirtschaftliche Fragen gebärdet, soll die Bedeutung der Eigenkapitalrendite erklärt werden. Der entscheidende Hinweis hier fehlt allerdings, dass hier Gewinne ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital gesetzt werden und dieser Wert wiederum im Verhältnis zum marktüblichen Zinssatz bzw. den durchschnittlichen Eigenkapitalrenditeerwartungen von Unternehmen steht. Was nichts anderes bedeutet, als dass das Unternehmen nach Abzug aller Aufwendungen, nehmen wir mal das beliebte Beispiel Deutsche Bank und Josef Ackermanns Äußerung, 25% “Zinsen” für sein Eigenkapital erhält, das im Vergleich zum marktüblichen Zinssatz ein sehr üppige Verzinsung ist, im Vergleich zu den Renditeerwartung der allermeisten Unternehmen (liegt so bei 9% -12%) ebenfalls. Wenn das dann dadurch erwirtschaftet wird, dass Mitarbeiter entlassen werden müssen, kann man gerne von Heuschrecken reden, das passt dann allemal. Ist fast noch zu freundlich. Shareholder Value Denken wird diese Art von Habgier heute genannt.

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Bei Gate Gourmet wird seit einem halben Jahr gestreikt!

Verfasst von somluswelt am 5, April 2006

Inzwischen streiken die MitarbeiterInnen von Gate Gourmet ein halbes Jahr.

Am Samstag, den 7.5 und Sonntag, den 8.5 finden deswegen Aktionstage statt. Solidarität und Präsenz ist notwendig.

Weiter Informationen:

Aufruf: Globaler Aktionstag zum globalen Kampf bei Gate Gourmet

Streikseite für Gate Gourmet

An alle die hier mitlesen, übernehmt diese Informationen in Eure Blogs, je mehr darüber schreiben, desto weniger kann dieser Streik der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit dauerhaft entzogen werden.

Nachtrag: Just Freitag vor dem Aktionswochenende wurde dieser Streik begelegt. Siehe hier

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China ist überhaupt viel geiler

Verfasst von somluswelt am 4, April 2006

Beim Stichwort China scheinen ja viele Unternehmer ihren Verstand entgültig zu verlieren. Wachstumraten sind da möglich, sie könnten weinen vor Glück. Die Automobilkonzerne reiben sich die Hände, 1 Millarde Menschen, da kann man Autos verkaufen, bis der Himmel schwarz wird. Es wird vom wachsenden Mittelstand in China schwadroniert. Klar, die globale Mittelklasse, die gibt es überall.

Könnnen die Manager, die sich für die Verlagerung ihrer Produktion in ein Land wie China entscheiden, eigentlich morgens noch in den Spiegel schauen oder ist der sowieso schon zersprungen?

Die Arbeitnehmerbedingungen in China sind erbärmlich. Es gibt kaum Arbeitssicherheit und die Krankenversorgung ist mehr als mieserabel. Ein großer Teil der Bevölkerung verarmt und verhungert im Angesicht des Wohlstandsmülls, der für den Westen und die Teilhaber an der globalen Mittelklasse produziert wird. Die Wirtschaftsentwicklung wird ohne Rücksichtnahme auf Menschen und Umwelt um jeden Preis vorangetrieben.

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet ausführlich über das Schicksal einer jungen Fabrikarbeiterin, die bei einem Arbeitsunfall ihren rechten Arm verlor und vergeblich um Entschädigung oder eine Rente kämpft. Den 700 000 Arbeitern, die jährlich offiziell durch Unfälle invalide oder verkrüppelt werden, kann man mit Sicherheit noch eine nicht unerhebliche Anzahl hinzugerechnet werden, die in den offiziellen Zahlen nicht vorkommen.

    “Die lokalen Behörden und Gerichte sind absolut ungerecht” Rund 2000 verstümmelte Arbeiter haben die Anwälte seit 1996 vor Gericht vertreten. Den Behörden ginge es doch nur um Wirtschaftsentwicklung, um jeden Preis, erklärt Zhou. “ICh habe das Gefühl, dsas die breiten Straßen und die luxeriösenHäuser auf dem Blut der Arbeiter erbaut wurden.”

Da kann man natürlich schöne Gewinne erwirtschaften. Darum geht es auch ausschließlich, immer weiter im Preiskampf, so richtig billig und überhaupt. Die Produkte sind dann auch schön billig, was ja auch unserer heißgeliebten “Geiz-ist-geil”-Gesellschaft entgegen kommt.

Ich empfehle bestimmte Regionen Chinas als Urlaubsziel zu meiden, vor allem wenn man seine Reisebekleidung und -ausstattung grade so billig im Laden erworben hat. Das könnte Probleme geben.

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Forschungsmittel für die Energieforschung

Verfasst von somluswelt am 4, April 2006

Die Scouts der Energieriesen reisen mit vollgestopften Aktenkoffern durch Europa, weil sie vor lauter Geld kaum wissen wohin damit. Die Tresore quellen über und irgendwann kommt die Steuer. Wäre ja wenigsten ein halbwegs positiver Aspekt der unverschämten Forderungen der Energiekonzerne, wenn ein Teil davon wieder an die Menschen zurückfließen würde, denen sie die Kohle abgeknöpft haben. Da sich aber andere Länder zieren ihre nationalen Konzerne an die Deutschen zu verscherbeln, ist guter Rat teuer. Eine Methode im Rennen zu bleiben, ist ja eine alte betriebswirtschaftliche Weisheit, ist die Investition und die Innovation. Investition in Innovationen ist sozusagen der Klassiker in der Produktentwicklung und kostet die Unternehmen in der Regel viel Geld. Es kann dauern bis die Entwicklungsphase überwunden ist und ein neues Produkt anfängt Geld abzuwerfen, wenn es das überhaupt je macht. Unternehmerisches Risiko halt.

Frei nach dem Motto, selbst doof, wenn du diese Kosten alle selbst tragen musst und keiner weiß was davon, kündigen die Energieversorger Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Euro in neue Kraftwerke und Netze bis 1012 an. Gleichzeit kündigt die Regierung an, mindestens 2 Milliarden Euro mehr in Forschung und Entwicklung zu stecken. Frag sich nur woher sie dieses Geld nehmen soll. Na, da kommt auch sicher noch mehr, wie wäre es mit ein paar Steuererleichterungen für unsinnige Forschungsvorhaben? Oder Bundesbürgschaften, die das Investment absichern? Euch fällt gemeinsam sicher was ein.

Neben der unsäglichen Diskussion über Atomkraftwerke, haben die lustigen Energiekonzerne noch andere Sachen drauf. Da kündigt RWE ein Kohlendioxidfreies Kraftwerk, dass mit Steinkohle oder mit Braunkohle betrieben werden soll. Oh, dachte ich, ist es nicht so, dass Kohlendioxid in Kohle gespeichert ist und bei der Verbrennung eben freigesetzt wird, haben die ein neues Verfahren entwickelt, eine neuartige Verbrennungstechnik, geht das überhaupt. Da lese ich schon in der nächsten Zeile, dass sie planen das Kohlendioxid unter der Erde zu lagern. Ja ne klar, Schmutzfinken, immer hübsch alles unter die Erde kehren und nach mir die Sintflut. Dass es eine wirklich erfolgreiche Energiesparte gerade in Deutschland gibt, die satte Zuwächse aufweist und wachsende Beschäftigungszahlen aufweist, kommt wieder mal unter die Informationsräder.

Die feiern jetzt wieder so eine Auftaktveranstaltung, ein nationaler Energiegipfel und die Wirtschaft kann sich selbst beweihräuchern, weil sie großzügigerweise investiert, was sie sowieso tun muss, will sie konkurrenzfähig bleiben will aber so poliert man dann halt hübsch sein Image und muss sich für seine unverschämte Preispolitik nicht rechtfertigen.

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Väter und Mütter des Grundgesetzes

Verfasst von somluswelt am 3, April 2006

Die Frankfurter Rundschau hat eine Lesermail erhalten. Dort wird folgende hochinteressante Frage gestellt:

„Können Sie sich vorstellen, dass etwas so Wunderbares wie unser Grundgesetz von heutigen PolitikerInnen geschaffen werden könnte?“

Ich werde darüber mal schlafen, vielleicht fällt mir dann eine Antwort dazu ein, die nicht vollkommen ausfallend ausfällt.

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Bedingungsloses Grundeinkommen

Verfasst von somluswelt am 3, April 2006

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Rudelbildung

Verfasst von somluswelt am 2, April 2006

Ich erinnere mich noch an den letzten Streik an der Uni, an dem ich teilnahm. Es war der Streik bei dem sich sogar die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften anschlossen und ihren Fachbereich für immerhin ein paar Tage dicht machten, womit das Vorlesungsgebäude erstmals bei einem Streik vollkommen bestreikt wurde. Wer Unistreiks kennt, kann ermessen welch singuläres Ereignis das darstellte. Der “Turm” (ja klar, welches Gebäude sonst) war sowieso blockiert, das war noch bevor er wegen Baumängeln für die breite Masse geschlossen wurde. Auch wurde auf den Fluren vor den Räumen des Universitätspräsidenten genächtigt. Es gab Vorlesungen von Professoren auf öffentlichen Plätzen, unter anderem auf großen Straßenkreuzungen aber vorzugsweise in B-Ebenen, denn es war Winter und saukalt. Über Wochen standen hunderte bis tausende Studierende trotz bitterer Kälte jeden Morgen auf dem Campus um an den Vollversammlungen teilzunehmen. Viele Vorlesungen und Seminare, die weiterhin stattfanden, teilweise an anderen Orten, schwenkten inhaltlich auf Inhalte des Streiks um. Ich erlebte viel unterhaltsames als Mitglied einer studentischen Delegation bei dem großen Mittelständler, auf dessen Parkett angeblich das Herz des Kapitalismus schlägt. Schließlich traten Vorstand und Geschäftsführung persönlich an, um uns, bei Kaffee und Teilchen auf der Vorstandetage zu erklären, warum BA und MA Studiengänge für sie interessant sind. Man versuchte sogar mit mir zu flirten, weil bei ihnen auch Geisteswissenschaftlerin, wie ich, eine Zukunft hätten. Ich habe viel gelacht und lehnte ab. Schließlich spendierten sie so was um die 27 Workstations für die Universität, die heute in der Stadt- und Universitätsbibliothek stehen.

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Ende des Kündigungsschutzes

Verfasst von somluswelt am 1, April 2006

Gestern, noch ziemlich angeschlagen von meiner Marketing-Prüfung, die sich am Vortag über knapp 8 Stunden zog, konnte mich die Meldung im Kölner Stadtanzeiger nicht so richtig aufregen.

Was musste ich lesen, die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeber (BDA) stellt bzgl. einer einer Änderung des Kündigungsschutzes folgende Bedingungen:

1. es müsse vollkommen klar sein, dass innerhalb von 24 Monaten ein Arbeitgeber ohne Begründung das Arbeitsverhältnis beenden kann.

2. es müsse möglich sein, diese “Warrtezeit” verlängern zu können

3. kein Sonderkündigungsschutz für Betriebsräte und Schwerbehinderte

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Übergriff der realen Welt in die Inszenierung der Realität des Virtuellen

Verfasst von somluswelt am 1, April 2006

Dies ist mein Kommentar zu Mos Kommentar zu meinem Beitrag Solidarität buchstabieren.

    “Fehlt dem Durchschnittsdeutschen das Solidaritäts-Gen oder ist er nach 10 Jahren intensiver Bearbeitung durch neoliberale/konservative Elemente so sehr gehirngewaschen, dass er nichts merkt. Kann er das Wort Solidarität nur noch buchstabieren?”

    hm. ich fasse das jetzt mal als eine gewollte rhetorische zuspitzung auf , weil ich weder dem einen noch dem anderen grund zustimmen könnte.

Sicherlich ist es eine rhetorische Zuspitzung, einerseits, andererseits fällt diese Betulichkeit schon auf.

Dann gibt es noch zwei Gedanken dazu, einerseits scheinen nur die Anspruch auf Solidarität Anspruch zu haben, die einwandfrei handelten und handeln und zwar nach sogenannten objektivierbaren Maßstäben. Die naturgemäß bei jedem anderes gelagert sind. Nur so scheint man sich die Solidarität erwerben zu können. Das beleuchtet dann auch andereseits das Verhältnis des Einzelnen zu Solidarität. Es scheint mir hier um ein Phantasma der “uneingeschränkte Solidarität” zu gehen. Mithin ist Solidarität nicht mehr möglich, weil Setzungen gemacht werden, die niemand erfüllen kann. Dies würde auch erklären, warum so viele auf die Frage des Wahrheitsgehaltes der von Moni erzählten Ereignisse abhoben, gerade in den Medien und denen die sich auf den Standpunkt stellten, dass man hier ohne Überprüfung der Quellen besser nichts schreibt. Dabei ging unter, dass sich die Masse derer, die sich solidarisch erklärten, damit nicht aufgehalten haben, sondern sich über die Art und Weise aufregten mit der versucht wurde, die betreffende Bloggerin einzuschüchtern. Und das mit nicht unbedingt sauberen Mitteln, schließlich behauptete dieser Anwalt (s. Tatbestand der Schmähkritik oder auch die Sache mit dem Urheberrecht) sich auf Gesetzte berufen zu können, die auf den Fall nicht zutrafen.

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