Somlus Welt

Viele Fragen, keine Antworten

Archiv für Juli 6th, 2007

Wir wollen die Arbeitslosen energisch bekämpfen

Verfasst von somluswelt am 6, Juli 2007

Politiker können keine Arbeitsplätze schaffen aber sie können die Bedingungen, wie mit Erwerbslosen umgegangen wird, beeinflussen. Stundenlöhne von 4,30 Euro brutto, Zwangsarbeit, um überhaupt das Sozialhilfeniveau zu erreichen, Subventionierung von Arbeitgebern, stellen aber keine Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dar, sondern sie bekämpfen die Arbeitslosen. Je mehr aufgeben, weil die Bedingungen für den Bezug von ALG II Leistungen immer härter werden, und lieber Betteln gehen, Flaschen sammeln oder auch verhungern, desto besser für die Sozialkassen. Das ist dann sicherlich ein Erfolg für die Politik.

(Quelle: Kölner Erwerbslosen Anzeiger, Kpmmentar zum Bericht der Arbeitsgruppe Arbeitsmarkt der Bundesregierung von Mai 2007)

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Gestern irgendwann mitten in der Nacht

Verfasst von somluswelt am 6, Juli 2007

kam im wdr eine Sendung deren Ankündigung suggerierte, dass es um die Geschichte des schwulen und des lesbischen Films ginge. Auch wurde in den Interviews dort auch gerne die Phrase “gay-lesbian” bemüht. Es ging aber um die Geschichte des schwulen Films. Liebe Programmacher und Filmschaffenden, es ist okay für mich einen Bericht über die Geschichte des schwulen Films zu sehen, dafür braucht es kein Feigenblatt, wo immer mal wieder “gay-lesbian” erwähnt wird, ohne dass auch nur ein Film aus dem Kontext der lesbischen Filmschaffenden auch nur erwähnt worden wäre. Sowas kotzt mich echt an. Zumal es nur Konsequent wäre, zwei Berichte zu machen. Denn die Geschichte von Schwulen und Lesben hat sich höchst unterschiedlich entwickelt. Die Erfahrung von Diskriminierung ist vollkommen unterschiedlich. Die Situation von Lesben im Zusammehang mit AIDS ist eine vollkommen andere als die der Schwulen. Nichts gegen die politische Verbündung von Lesben und Schwulen aber Lesben unreflektiert in einen Topf mit Schwulen zu werfen und dann unsichtbar machen, ist, es lässt sich kaum anders ausdrücken, von Schwulen ausgeübte Lesbenfeindlichkeit und das hat eine Parallele zu der allgemein patriarchalen Haltung gegenüber Frauen. (Ich setze hier voraus, dass der Beitrag von einem schwulen Dokumentarfilmer stammt) Das kulturelle und künstlerische Schaffen von Lesben schwindet hinter den “Leistungen” der schwulen Community. Damit widerholt sich die zentrale Erfahrung von Lesben, die sich durch Unsichtbarkeit, Aberkennung einer eigenen Sexualität und Unsichtbarkeit auszeichnet, ausgeübt von Schwulen, wiederholt. Und da frage mich noch mal ein Schwuler, was mein Problem ist! (Insider: Schule äußern gerne ihre mitfühlende Verständnislosigkeit über diese als so aggressiv empfundenen Lesben) Jungs, ihr lebt nicht außerhalb des Systems, höchstens außerhalb des heterosexuellen, aber sicherlichen nicht außerhalb des patriarchalen Systems. Solidarität ist was anderes!

Hier findet sich eine Übersicht zum Thema Lesben in Film, Kino, Video und TV und hier die Filmdatenbank.

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