Somlus Welt

Viele Fragen, keine Antworten

Archiv für Juli 15th, 2007

Kein Anstieg der Bestellungen zu verzeichnen.

Verfasst von somluswelt am 15, Juli 2007

Wie ich in meinem 4. Update zu meinem Beitrag “Grundgesetz bestellen” schrieb, erklärte das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung, dass bisher kein Anstieg bei den Bestellungen zu verzeichnen wäre, sie würden 100.000 Exemplare jährlich verschicken und hätten genug auf Lager.

Ich habe mal gerechnet. Wenn das so ist, dann wären das ca. 274 Exemplare durchschnittlich pro Tag. Nun ist es aber so, das keine und keiner von uns, die da unten bei mir auf der Liste stehen, inklusive aller, die sich in den Foren gemeldet haben oder nur Exemplare bestellen wollen aber nicht an Minister S. weiterleiten wollen, vor der Aktion welche bestellen wollten. Somit kommen jetzt geschätzt 600 - 1500 Exemplare dazu. Die Aktion läuft seit vier Tagen. Das macht, gerechnet auf den Durchschnitt ca. 1090 Exemplare, die sowieso bestellt worden wären. Plus die Exemplare, die jetzt durch die Aktion dazu kommen. Irgendwie glaube ich, dass da doch ein Zuwachs verzeichnet werden müsste. Nehmen wir mal an, dass bis jetzt 1000 Exemplare zusätzlich angefordert wurden. Das würde einen Anstieg von kanpp 100% ausmachen.

Es müsste auch bei den Bestellungen von Grundgesetzen so etwas wie Stosszeiten geben und Zeiten in denen weniger bestellt wird. Ich nehme an, dass viele der BestellerInnen sind Lehrerinnen und Lehrer sind. Wie das so ist in der Schulferienzeit oder kurz davor? Ich glaube kaum, dass die so was für die Ferien bestellen? Oder fällt die Aktion gerade in die heiße Bestellphase, das die Lehrkräfte sich auf ihren Unterricht im nächsten Schuljahr vorbereiten? Selbst wenn das so wäre. Die Modalitäten für Schulen sind ja laut Aussage des Bestellformulars andere als die für Privatpersonen. Fragen über Fragen.

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Parkplatzprobleme

Verfasst von somluswelt am 15, Juli 2007

Wer, wie ich, gerne in Innenstädten oder innenstadtnahe wohnt, zahlt zumindest den Preis, dass es schwierig mit den Parkplätze ist. Gestern nach unserer grandiosen Tour durch den Erlenbusch, die uns etwas mehr Zeit gekostet hatte als geplant, war klar, dass wir auch nicht mehr selbst kochen würden. Lieber was mit nach Hause nehmen. Endorfinbesoffen bogen wir links ab, statt geadeaus zu fahren, wo wir direkt zur Deutzer Freiheit gekommen wären und näherten wir uns der Severinbrücke. Erst merken wir nichts, dann wunderten wir uns über die vielen Menschen auf der Brücke und den Poller Wiesen und dann fiehl es uns wieder ein. Es waren die Kölner Lichter und das bedeutete, dass wir im Umkreis von 4 Kilometern kaum eine Chance auf einen Parkplatz haben würden. Ich kann das echt nicht verstehen. Überall standen (wortwörtlich, die standen auch mal mitten auf Hauptverkehrsstraßen rum) und kurvten Autos aus Bergheim, dem Siegburgerraum, dem Bergischen, Essen, Dortmund und was weiß ich woher. Die stellten dann ihre Autos auch gerne einfach irgendwo ab. Parkschein ziehen für einen eh illegalen Parkplatz war natürlich nicht drin. Wir konnten beobachten, dass die Frauen vom Ordnungsamt reihenweise Knöllchen vergaben. Ehrlich, relativ nahe zum Rheinufer und zum Geschehen gibt es das hässliche aber gigantische Kölnarena Parkhaus und auch die Parkhäuser, die zu Messe gehören. Können die Auswärtigen nicht einfach ihr Autos da abstellen. Billiger ist es allemal. Vielleicht sollte die Stadt die Gebüren bei Großveranstaltungen erhöhen. Knöllchen ab 200 Euro würden vermutlich Wirkung zeigen. Wir haben dann einen Parkplatz für 25 Euro in 2 Kilometerradius gefunden.

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Erlenbusch

Verfasst von somluswelt am 15, Juli 2007

Gestern wollten wir eigentlich nicht wandern. Ich beäugte das schwül-heiße Wetter da vor meinem Fenster kritisch und überlegte noch, ob eine ausgedehnte Siesta nicht viel angebrachter wäre. Wie sich herausstellte, hatte ich damit recht und Unrecht. Die beste Butch aller Zeiten überredete mich dann mit Engelszungen wenigstens Cachen zu gehen. Sind doch nur 5 Kilometer. Okay, ich gab nach.

Der Erlenbusch ist ein erwunschen wirkendes, vertäumtes Waldstück zwischen der Grube der Quarzwerke Frechen und der A4. Vom Wanderparkplatz direkt vor der Pilotproduktion der Quarzwerke schaut man sich am besten erst einmal die Grube an. Der dort geförderte Quarzsand ist blendend weiß und wirkt in der grünen und sepiafarbenen Umgebung unwirklich.

Dann geht es rechts auf einem kleinen gerölligen Pfad hoch und nach wenigen Schritten steht man schon in einem fast unberührt wirkenden Wald, einem kleinen dem Untergang geweiten Teil des Altwaldes der Ville. Ein Rest eines Stieleichen-Hainbuchen Hochwaldes. Im übrigen eine ausgezeichenete Gegend um Brombeeren zu sammeln. Dort kann man sie eimerweise sammeln. Und wenn man vom Parkplatz aus nach Süden geht ans Waldende finden sich dort eine Reihe Pflaumenbäume.

Der Cache führte uns fast den gesamten Rand der Grube entlang, was bei den Temperaturen und einem Gelände, dass sich ausgezeichent für ein Cardiotraining eignet, sehr anstrengend war und wir schließlich erleichert wieder den Wald betraten. In diesem Wald gibt es Baumgiganten, die sich 60 Meter hoch erheben. Andere haben eine meterdicken Umfang. Wenn sie stürzen, liegen ihre Äste wie Dinosaurierskelette am Wegesrand. Ein solcher Ast hat immer noch einen Durchmesser von 80 -100 cm. An anderer Stelle stehen Bäume nicht so hoch aber bis zu 1,50 im Durchmesser voller Narben und Stümpfe, die auch im Fangornwald einen Platz gefunden hätte. Folgt man den vielen Trampelpfaden gerät man an düstere, wilde Stellen voller Farn und Efeu.

Glücklicherweise hatte ich mich beim Start der Tour ausgiebig mit Autan eingesprüht, denn der Cache schickte uns kreuz und quer über zugewucherte Trampelpfade. Am Schluß hat mir der Kontakt mit Brennesseln schon nichts mehr ausgemacht. Als wir die maximalste Entfernung auf der Strecke erreicht hatten, wurde uns klar, dass der Cacheowner mit den 5 Kilometern vollkommen unrecht hatte. Es sollten einige Hänge und Trampelpfade später 10 Kilometer werden. Den letzten Teil zum Final konnten wir im goldenen Licht der Abendsonne erledigen. Der Final befand sich an einem Platz der so eine eigenartige Struktur auswies, die mich an die Wälle der keltischen Siedlung bei dder Kakushöhle erinnerte. Überhaupt wirkte es dort alles so auf mich, als wäre es ein guter Platz für eine Siedlung der Kelten gewesen.

Da wir ja immer wieder Hinweise suchen mussten, verbrachten wir so 5.5 Stunden im Erlenbusch. Ich kann es nur Empfehlen. Zumal dieser Wald so wie er ist, nach und nach verschwinden wird, da die der Tagebau der Quarzwerke sich langsam Richtung A1 bewegt. Wer also noch nicht da war und in der Nähe lebt, nichts wie hin. Folgt auch den kleinen Trampelpfaden, sie bringen Euch immer wieder zu den abgelegensten und verrtäumtesten Plätzen dort. Es lohnt sich.

Zerkratzt, schmutzig, völlig fertig und völlig zerschlagen und sehr zufrieden kamen wir schließlich wieder am Auto an. Dort hopste uns noch ein Frosch entgegen, den ich dann lieber einfing und an den Parkplatzrand trug, weil wir befürchteten ihn sonst zu überfahren. Das arme Kerlchen, groß wie mein Daumennagel, hielt zwar nicht viel davon aber da musste er dann durch.

Ich kann für diesen Cache feste Kleidung, stabile Schuhe, kühleres Wetter und jede Menge Zeckenschutz empfehlen. Dafür macht der Cache großen Spass, denn man klettert im Zweifel auch mal einen 20 Meter hohen Hang hoch (es geht auch eifacher aber manchmal haben wir halt den kürzesten Weg gewählt) und fühlt sich wie 10 Jahre. Besser als Schokolade.

(Fotos kommen noch, ich habe mein kleines Problem mit den Exif-Daten noch nicht zu meiner Zufriedenheit lösen können.)

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