Somlus Welt

Viele Fragen, keine Antworten

Archiv für September, 2007

Vergänglich

Verfasst von somluswelt am 28, September 2007

Manchmal bin ich schon froh, dass von den allermeisten Sachen, die heutzutage verbrochen werden, wahrscheinlich wengier übrig bleiben wird, als von den mehr als 2000 Jahre alten Kulturen, deren Existenz wir nur noch mittels Bodenprospektionen nachweisen können.

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Gemeinschaft zur Verhinderung von Erwerbstätigkeit

Verfasst von somluswelt am 28, September 2007

Ist das zu glauben? Fast habe ich den Eindruck, dass die ARGE ein Interesse daran hat, dass ich keinen versicherungspflichtigen Arbeitsplatz antreten kann und ihnen noch eine Weile erhalten bleibe. Denn nachdem jetzt mein zukünftiger (noch?) Arbeitgeber mit der ARGE Kontakt aufgenommen hat, unterstellt ihm die ARGE, dass sie die Ausbildung, die ich für den Job noch brauche, sich von der ARGE und mir bezahlen lassen wolle. Natürlich ohne dafür einen konkreten Hinweis zu haben, dass mein zukünftiger Arbeitsgeber in betrügerischer Absicht handelt. Natürlich haben sie das nicht so direkt gemacht, geht es denen eigentlich noch ganz gut?

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Sie sind doch schon arbeitslos

Verfasst von somluswelt am 27, September 2007

Frau von der ARGE: Also, die Ausbildung können wir Ihrem Arbeitgeber nicht erstatten, schließlich hatte Sie letztes Jahr schon eine Qualifzierung und da können wir nicht …schwurbel..bla…

Ich: Ja, aber Frau von der ARGE, die Ausbildung ist die Voraussetzung für diese Stelle.

Frau von der ARGE: Das sind alles “Kann”-Leistungen, das müssen wir prüfen, ob wir die Ausbildung übernehmen (…) Sie hatten letztes Jahr schon eine Qualifizierung.

Ich: Schauen Sie, Frau von der ARGE, diese Ausbildung ist notwendig, weil sie eine Grundvoraussetzung für die Stelle ist

Frau von der ARGE: Ja, wissen Sie Frau Arbeitslos, wir haben da einen Ermessenspielraum, der uns vorschreibt, wie oft wir Leute unterstützen können.

Ich: Sagen Sie, Frau von der ARGE, was hat Ihre Behörde eigentlich davon, wenn ich keine versicherungspflichtigen Arbeitsbeschäftigung aufnehmen kann, weil diese Ausbildung nicht finanziert wird?

Frau von der ARGE: Wieso? Sie sind doch schon arbeitslos.

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Felsenschluchten, Wasser und Mehire

Verfasst von somluswelt am 14, September 2007

Nein, leider wird dies kein Wanderbericht aber ich hoffe, dass ich in 10 Tagen einige liefern kann. Denn ich mache endlich Urlaub. Der letze ist inzwischen ber dreieinhalb Jahre her, wenni ch mal von einigen wenigen Wochenendtrips absehe. Eine Woche in der deutsch-luxemburgischen Schweiz. Wir werden in Bollendorf residieren, von wo aus wir fast alle geplanten Wanderungen zu Fuß erreichen werden. Highlights werden das Ferschweiler Plateau, die Teufelsschlucht, die luxemburger Seite auch Müllertal genannt sein. Ich freu mich. Sonntag Morgen in aller Frühe geht es los. Das Wetter spielt auch mit, vielleicht haben die Bestellungen beim Universum ihre Wirkung gezeigt, zumindest am Sonntag soll es ja super werden.

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Unsortiertes am Morgen

Verfasst von somluswelt am 8, September 2007

Kommt es mir nur so vor oder ist es tatsächlich so, dass überprportional viele der von mir geschätzen Blogger im Urlaub zwecks Erholung wandern und klettern? Könnte man daraus eine schöne virale Marketingstrategie entwicklen?

Den Namen schreib ich auch nicht mehr, ich will von der Tante nix mehr sehen und hören. Muss eigntlich jeder Müll verlegt werden?

Und auch wenn es schon hunderte BoggerInnen geschrieben habe. Warum nach einem erfolgreichen sogenannten Anti-Terroeinsatz, der zeigt, dass die bisherige Beschneidung der Rechte hier im Land ausreichend ist, nun der Beweis erbracht ist, das die bisherigen Regelungen nicht ausreichen, erschließt sich mir nicht. Aber was weiß ich schon, oder so.

Von Vorbildern lernen, wie das geht, könnt ihr hier nachlesen. Muss ich wohl nix zu sagen, oder?

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Auswandern?

Verfasst von somluswelt am 4, September 2007

Ich werde dieses Land überdrüssig. Kann das denn alles wahr sein? Aber ist es woanders besser? Lohnt es sich ernsthaft übers Auswandern nachzudenken? Dieser Beschluss eines Berliner Gerichtes gibt mir am frühen Morgen mal wieder den Rest.

Die zunehmende Kälte in der Gesellschaft, die Reduzierung jeden Einzelnen auf seine ökonomische Verwertbarkeit. Ich meine, was soll das, dass man schon bei 3-jährigen überlegt, wie man sie aufs Berufsleben vorbereitet? Und alle die nicht gesund, schlank, rauchfrei und gut ausgebildet sind, werden aussortiert.

In absehbarer Zeit werde ich für Menschen arbeiten, deren Geschäftsinn aus einer fast schon esoterischer anmutenden Anbetung von Visionen und Unternehmertum ist, gepaart mit einer nicht unerheblichen Geldgier. Ich gebe nach und habe mir Arbeit gesucht. Allerdings ist es mir gelungen eine Arbeit zu finden, die ich gern mache und konnte den sinnentlehrten Einsatz in irgendeiner Zeitarbeitsfirma von mir abwenden. Auch wenn die Vermittlungsvorschläge, die da sporadisch aus der Agentur kamen, genau solche Unternehmen vorschlugen.

Auch wenn ich nicht bekomme, was ich will, auch was das Einkommen betrifft, kann ich doch wenigsten arbeiten, was mir Spass macht. Das ist schon viel und es ist auch mehr Geld als zu Zeiten als ich für eine Zeitarbeitsfirma arbeitete. Ich hatte genug Jobs im Leben, wo alle Faktoren nicht stimmten, weder die Rahmenbedingungen noch die Inhalte. Vielleicht ist es ja auch nicht so schlimm, ich werde es abwarten müssen.

Aber gut, ich will raus aus der ARGE. Damit hat dann das System auch bei mir erreicht, wozu es eingerichtet wurde. Bei Menschen mit meinem Hintergrund sind sie in der Behörde besonders scharf drauf Druck auszuüben. Denn es ist klar, dass ich noch als vermittelbar gelte. Und die Verantwortlichen können sich an zwei Fingern abzählen, dass dieses präfaschistische Verwaltung von Erwerbslosen früher oder später dazu führt, dass die, die noch eine Chance haben, sich auch zu miesen Konditionen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. So gesehen ist die Hartz-Gesetzgebung ein riesiges Sieb und ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn die mit dem Sieben fertig sind.

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Richter liefert lesbische Frau dem Tod aus

Verfasst von somluswelt am 4, September 2007

Ein Berliner Gericht hat die Abschiebung einer 31-jährigen lesbischen Iranerin beschlossen, obwohl sie im Iran die Steinigung erwartet, da in ihrer Abwesenheit ihr Todesurteil schon ergangen ist.

Angeblich, so berichtet hagalil.com, liegen dem Außenministerium Aussagen der Mutter vor, die behaupten ihre Tochter sei nicht lesbisch, worauf letztendlich der Beschluß des Berliner Gerichtes beruft. Eine Sprecherin des Berliner Innensenatosr bestätigt die Rechtmäßigkeit des Urteils, weil es durch ein Gericht ergangen ist. Na dann, ist ja alles gut. Guckt da einer von denen noch morgens in den Spiegel? Geht es nur mir so, dass dies alles an die grausame und bürokratisch “abgewickelte” Ermordung von Menschen jüdischer Religion, Menschen mit nicht genehmen Meinungen und Lebensformen durch die Nationalsozialisten erinnert?

Ich bin fassungslos. Natürlich sagt die Mutter, dass ihre Tochter nicht lesbisch ist, schließlich erwartet die Tochter ansonsten die Todesstrafe durch Steinigung. Ja, Steinigung! Wie schmeckt denn so gerade das Frühstück Herr Richter in Berlin, mit diesem Bild vor Augen? Vermutlich haben Sie Familie und lieben ihre Frau und ihre Kinder und der Hund bekommt auch immer ein Leckerli bevor Sie das Haus verlassen, um u.a. Menschen in den Tod zu schicken.

Die Ignoranz der Behörden, die gewollte wirkende Blindheit macht mich fassungslos. Hier zeigt sich die zynische und eiskalte Fratze der neoliberalen Reduzierung des Menschen auf seine Verwertbarkeit im ökonomischen Prozess am deutlichsten. Gesunder Menschenverstand und Mitgefühl zählen ja schon eine Weile nicht mehr. Mitgefühl ist nicht ökonomisch verwertbar. Und die perversen Lesben sind ja selber schuld, wenn sie es mal mit Kerlen probiert hätten, hätten sie sofort eingesehen, dass das viel besser und natürlicher ist. Aber wenn sie darauf beharren, haben sie auch keine Gnade zu erwarten. Aber schön, dass wir in einem Land leben, in dem die Todesstrafe verboten ist. Sind ja die anderen, was soll denn da ein einzelner Richter gegen die Zustände im Iran schon unternehmen. Lesbisch sein ist nicht politisch also weg mit der Frau.

Wie heißt der Richter? Ich würde ihn gerne mal besuchen.

(via che)

Nachtrag: Wie Telepolis gerade berichtet, beruht die Entscheidung des Berliner Gerichtes auf der Annahme der Behörden, dass es sich bei dem Todesurteil um eine Fälschung handeln soll, außerdem beständen Zweifel an der sexuellen Orientierung. Aber genaues weiß man nicht. Die hätten die angebliche Liebhaberin von Jasmin K. im Iran nicht gefunden. Na, die wird sicherlich, bei den rosigen Zeiten ganz laut hier gerufen haben, als die Jungs vom Auswärtigen Amt da auftauchten. Manchmal frag ich, auf welchem Planeten die so leben. Ich sehe es, wie der Autor des Artikels auf Telepolis, wenn sich da jemand “widerrechtlich” den Aufenthalt in Deutschland hätte erschleichen wollen, wäre das sicherlich auch einfacher gegangen.

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Realitätsinn

Verfasst von somluswelt am 3, September 2007

Wer immer noch meint, dass es den Armen in unserer Gesellschaft viel zu gut geht, möge sich doch bitte mal diesen anschaulichen Text zu Gemüte führen. Der gehört in Ton umgesetzt und allen unseren zynischen PolitikerInnen zum Frühstück zwangsvorgespielt. Immer wieder und dann reden wir möglicherweise noch mal. (gefunden via svenscholz)

Nachtrag:

Dazu passt ganz gut, was sich bei den kea-nachrichten so findet.

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