Somlus Welt

Viele Fragen, keine Antworten

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Köln

Verfasst von somluswelt am 9, Februar 2008

Viele die mich kennen, denken, dass ich wegen der Liebe nach Köln gezogen bin. Sicherlich, das war ein wichtiger Punkt und glücklicherweise hat diese Liebe den Übergang von einer Fernbeziehung zum Zusammenleben überlebt, dennoch gab es auch weitere Überlegungen für einen Umzug. Als eher sesshafte Zeitgenossin, war ich bis dahin im Leben nur einmal umgezogen und habe ich einige Überlegungen angestellt, wohin die Reise gehen sollte. Sicherlich ging die Reise in Richtung der Liebsten aber zur Auswahl standen so einige größere und kleinere Städte. Meine Wahl fiel auf Köln, größer und urbaner als Frankfurt, dass ich mit dem Rad in weniger als einer Stunde durchqueren kann und ich fahre nicht all zu schnell Rad.

Inzwischen sind vier Jahre ins Land gegangen. Mir gefällt Köln. Wo andere nur das schmuddelige und heruntergekommene sehen, sehe ich die Spielräume, die eine solche Stadt den Menschen noch lässt. Einige Dinge sind sehr anders als in Frankfurt. Es ist halt keine Bürgerstadt. Ja, Köln hat auch ein stolzes Bürgertum, das aber im Schatten des Domes und des Kardinals steht. Frankfurt war irgendwann vor Jahrhunderten mal Krönungsstadt gewesen und dann schon bald, so zumindest im Bewusstsein des Frankfurters an sich, gehörte die Stadt sich selbst. Undenkbar wäre in Frankfurt ein Park nur für einen Kardinal. Parks gehören den Bürgern und nach dem Rückzug des Großbürgertums, eben allen. Es gibt keine Residenzen und keine Paläste, zumindest keine historischen. Paläste der Moderne hingegen wachsen heutzutage ungebremst in den Himmel und haben so die eleganten bis protzigen Bürgerhäuser abgelöst. In Köln stehen höchstens einige zu groß gewachsene Gebäude unmotiviert in der Gegen herum.

Wo Frankfurt hoch wächst, wächst Köln in die Fläche. Die unendliche Scheußlichkeit der Gebäude im innerstädtischen Konsumgürtel erschließen sich erst, wenn man die Gelegenheit hat, sich die Sache von oben anzuschauen. Tatsächlich sind ganze Wohnblocks in der Innenstadt mit einem einzigen Gebäude wieder aufgebaut worden. Die Stadtplanung erschließt sich dem Uneingeweihten sowieso nicht. Architektonische Konglomerate, wie z.B. das Stadthaus, die Köln Arena und zugehöriges Parkhaus, als auch die neu errichteten Constantinhöfe kann man mir nicht mal unter schweren Alkoholeinfluss erklären. Jedes der Gebäude ist, für sich genommen, möglicherweise, eine Perle moderner Stadtarchitektur aber zusammengenommen sind sie monströs, abstoßend und erinnern mich eher an Legoland als an urbanes Leben. Das Parkhauses ist davon ausdrücklich ausgenommen, da es den Leitsatz moderner Ästhetik “Die Form folgt der Funktion” in fast schon grotesker Weise konterkariert. Überhaupt gibt es in Köln so einige Gebäude, bei deren Anblick ich mich frage, wie da wohl eine Baugenehmigung zustande gekommen ist.

Aber so ist Köln, zwar hat man hier nicht den größten Dom Europas, nur den drittgrößten, dafür erhebt er sich fast schwebend über der Stadt. Hier ist, wie die Gebäude alles größer als woanders, zumindest wenn man den Aussagen der Stadtwerbung folgt. Größter CSD, die meisten Weihnachtsmärkte, Karneval, Feuerwerke, Museen, Philharmonie , die Liste lässt sich endlich fortsetzen. Nur die Kirmes ist etwas mickrig, aber was soll, sie spielt im öffentlichen Bewusstsein der Stadt keine besondere Rolle. Im Gegenzug hängen derweilen überall Plakate in der Stadt, worauf die Stadtverantwortlichen die Bewohner um Verständnis für die vielen Gäste bitten, schließlich brächten sie ja auch Geld in die Stadt. Wer einmal auf dem Weihnachtsmarkt in eine Buslandung volltrunkener Holländer (Engländer, Belgier) geraten ist, weiß wie schwer diese Worte wiegen.

Was mich aber nach fast vier Jahren in Köln am meisten erschüttert, ist die Provinzialität der Stadt. Ein Vorwurf dem die Bewohner Frankfurts sozusagen fast schon traditionell ausgesetzt sind, der sich für mich aber eher in Köln erfüllt. Wobei, sind wir mal ehrlich, wären so seltsame Regionen, wie Porz-Langel, Köln Dellbrück u.a nicht in Köln eingemeindet, würde sich die absolute Zahl der Bewohner Kölns im selben Rahmen bewegen, wie die Frankfurts. Tatsächlich gibt es in Köln keinen Lieferservice, der nach 24 Uhr noch ausliefert. Die Monatstickets gelten immer für den Kalendermonat und niemals ab dem Kalendertag. Der Pflege des Brauchtums wird mindestens soviel Aufmerksamkeit gewidmet, wie in jedem Kaff im mittleren Westen der USA, das hauptsächlich aus ehemaligen deutschen Zuwanderern besteht. Auch ist bei den Ansagen der Stadtbahn eher mit einem kölschen Sprecher zu rechnen als mit der mehrsprachigen, die für eine internationale Messestadt angemessen wäre. Für den öffentlichen Nahverkehr gilt eher die Frequenz einer geruhsamen Kleinstadt als die einer fast Millionenstadt. Die Steuerung des Verkehrs vor allem bei Großveranstaltung lässt eher auf ein veritables Interesse an erhöhten Parkgebühren schließen, als auf ein Interesse daran, das Problem vernünftig zu lösen. Dank meiner Erwerbslosigkeit kann ich eine nur sehr vorläufige Einschätzung der gastronomischen Landschaft abgeben aber sie scheint mir doch deutlich gespalten zu sein, entweder Imbiss oder gleich richtig teuer, leider nicht wirklich auch immer gut. Das alles gerne auch als Gemütlichkeit bezeichnet.

Immerhin gibt es nunmehr auch Tonnen für den grünen Punkt und Altpapier auch vor der Haustür, was aber, meine ich mich zu erinnern, erst einmal ein Test sein sollte, ob das auch funktioniert. Als ehemalige Frankfurterin, die schon vor bald 20 Jahren zum Mülltrennen aufgefordert wurde, ein eher erstaunlicher Vorgang.

Und dann streifen wir in der Nähe von Leverkusen, kurz vor der Kölner Stadtgrenze durch den Wald und stoßen auf ein Kaff, dass wir eher irgendwo in der Eifel vermutet hätten, voller beschaulicher Fachwerkhäuser. Das ist halt auch Köln. Dörfer am Waldrand gelegen und gleichzeitig in der Stadt. Wozu in die Eifel ziehen, außer wegen der Grundstückspreise, vielleicht. Auch die Gartenanlagen deren Häuschen sich im Laufe von zwei Generationen langsam immer erweitert haben, schaffen dort Tatsachen, wo sie nicht existieren sollten.

Und trotzdem gerade dieser Zustand der Stadt macht sie mir auch wieder sympathisch, vielleicht bin ich auch im Herzen immer noch Frankfurterin, die im Widerspruch der Stile und im Kontrast zwischen Hochhaus und Gründerzeitgebäuden großgeworden ist und dies als Lebensgefühl verinnerlicht hat.

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PS.

Verfasst von somluswelt am 9, Februar 2008

Nächste Woche habe ich ein vielversprechende Gespräch mit einem großen Weiterbildungträger in der Region. Wäre wirklich schön, wenn das klappen würde und ich mir diesen Papierkrieg mit der ARGE sparen kann. :-)

Und wirklich es geht mir gut, entweder finde ich eine neue Stelle oder mache mich selbstständig, Ideen habe ich genug. Sogar das Wetter spielt mir. Seit mir gekündigt wurde, scheint die Sonne.

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Vorbei, Ende und Aus und endlich wieder gut schlafen

Verfasst von somluswelt am 9, Februar 2008

In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich einiges erlebt und nun ist es vorbei. Glücklicherweise. Seit der Kündigung geht es mir wieder gut, ich schlafe tief und fest und bin nicht mehr von irgendwelchen Szenarien, was wohl morgen wieder los sein wird, getrieben. Vieles macht mich immer noch fassungslos.

Da haben doch tatsächlich Menschen, eine Dienstleistungsidee, bei der es um Arbeitslose geht, entwickelt, und tatsächlich gedacht, dass sie eine Geldmaschine erfunden hätten.
Ich hatte ja von Anfang an eine Zweifel, meine Recherchen im Internet hatten einiges zu Tage gefördert, dass alles andere als gut klang. Aber ich wollte auch arbeiten, meine Erfahrungen in meinem Beruf sammeln und hoffte, dass es alles nicht so schlimm kommen würde, schließlich ging es nicht nur um diesen Menschen, es stand ja, scheinbar, ein seriöses Unternehmen und jede Menge Kooperationspartner dahinter. Es war schlimmer.

Ich habe hier irgendwo schon mal geschrieben, dass es in dem Unternehmen verdächtig nach New Economie roch. Wenn das bedeutet, dass jemand mit einer etwas kruden aber gut klingenden Idee konzept- und planlos jede Menge Geld verbrennt und auf nicht mal der Hälfte des Weges feststellt, dass er die Mittel nicht mehr hat, das Ganze auf seriöse Füße zu stellen, dann habe ich wohl meine Erfahrungen mit dieser Mentalität jetzt noch nachgeholt. Muss ich dazu sagen, dass der Ideengeber ursprünglich in München ansässig war?

Die Idee Stellenanzeigen zu schalten, obwohl es keinerlei Stellen gibt, die BewerberInnen dann einzuladen, anzulügen und sie dann überreden zu sollen, dass sie doch das Dienstleistungsangebot in Anspruch nehmen sollen, selbstverständllich kostet das was…, wurde mir noch im Kündigungsgespräch zur besten Aquisition-Idee der Geschichte erklärt. Dass das Dienstleistungsangebot gleichzeitig als seriöse Alternative mit Ethik und Werten verkauft wurde, spielte dabei keine Rolle. Das ich da nicht mitgezogen habe, war im übrigen einer der Gründe, warum mir ein Mangel an Enthusiasmus attestiert wurde und weswegen es nicht ganz so schwer war mich zu entlassen als die anderen MitarbeiterInnen. Zumindest wurde mir das so gesagt. Dass seit meiner Einstellung dort vier Leute gegangen sind (bei einer Firmenstärke von 11 Leuten vor Ort), ist dabei nur eine Randnotiz.

Am schlimmsten für mich persönlich aber war der Umgang mir den Kunden.

Der Satz “Hartz IV Empfänger sitzt ja das Geld locker in der Tasche, die habe es ja” soll so oder so ähnlich genauso gefallen sein, wie die Äußerung, dass 50 % aller Leistungsbezieher Betrüger sind. Und das von einem Menschen, der sich in den Medien als Heilsbringer für Erwerbslose nicht nur verkauft sondern auch wahrgenommen wird. Meine persönliche Enttäuschung und Kränkung hält sich einigermaßen in Grenzen, denn ich fand den Menschen von Anfang an nicht seriös, auch wenn er in einem gewissen Rahmen erfolgreich scheint.

Und dann, als nach ca. 3-4 Monaten so langsam alles anlief, wurde das eine Projekt von jetzt auf gleich wurden eingestampft und damit Menschen hängen gelassen, die dort einen Ort gefunden hatten, sich zu stabilisieren. Manchmal frage ich mich, ob da irgend jemand sehen wollte, dass ich dort mit Menschen gearbeitet habe und nicht mit Melkkühen. Und nun schließlich wurde dann verbrämt mit irgendwelchen weiter nicht vertieften kaufmännischen Argumenten am Dienstag auch das andere Projekt “vorübergehend eingestellt” (und ich freigestellt), was nur verdeckt, dass es an Konzept, Planung, Steuerung und Marketing vollkommen mangelt.

Das Erstaunlichste an allem aber ist, dass es solche Unternehmer gibt und das sie von Auftraggebern, Kunden und Kooperationspartnern ernst genommen werden. Dabei sind die Hinweise überall zu finden. Vor allem aber fehlt die Authentizität der Verantwortlichen und das schlägt sich überall nieder.

Ein Führungsstil, der irgendwo zwischen freudigem Sandhaufen bauen und autoritärem Eltern-Ich changiert und eine demoralisierte Belegschaft, die sich nur auf eine verlassen kann, dass sich sich auf nichts verlassen kann, sind sicher keine guten Vorraussetzungen ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Und schließlich zum guten Schluss, also nach dem Kündigungsgespräch, von dem an ich freigestellt war, händigte mir der Geschäftsführer unquittiert 600 Euro für die Handkasse der Filiale aus, um dann am nächsten Tag meine Kollegin zu fragen, ob das Geld auch angekommen sei. Ich musste wirklich lachen als ich das hörte, weil es so deutlich zeigte, wessen Geistes Kind diese Person ist. Aber bitter ist es trotzdem. Bauernopfer klingt es in meinen Ohren, weil auf einer anderen Ebene die persönlichen, wirtschaftlichen und emotionalen Abhängigkeiten (Ja, ja ich weiß mehr über die Geschäftführung als ich jemals wissen wollte) keine andere Lösung zulassen.

“Wir hatten ja eine gute Idee, nur Sie haben kein Geld daraus gemacht.”

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Wollte nur mal melden

Verfasst von somluswelt am 24, Oktober 2007

Nach langem Hin und Her, bin ich wieder in Lohn und Brot, auch noch unbefristet.

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Felsenschluchten, Wasser und Mehire

Verfasst von somluswelt am 14, September 2007

Nein, leider wird dies kein Wanderbericht aber ich hoffe, dass ich in 10 Tagen einige liefern kann. Denn ich mache endlich Urlaub. Der letze ist inzwischen ber dreieinhalb Jahre her, wenni ch mal von einigen wenigen Wochenendtrips absehe. Eine Woche in der deutsch-luxemburgischen Schweiz. Wir werden in Bollendorf residieren, von wo aus wir fast alle geplanten Wanderungen zu Fuß erreichen werden. Highlights werden das Ferschweiler Plateau, die Teufelsschlucht, die luxemburger Seite auch Müllertal genannt sein. Ich freu mich. Sonntag Morgen in aller Frühe geht es los. Das Wetter spielt auch mit, vielleicht haben die Bestellungen beim Universum ihre Wirkung gezeigt, zumindest am Sonntag soll es ja super werden.

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Auswandern?

Verfasst von somluswelt am 4, September 2007

Ich werde dieses Land überdrüssig. Kann das denn alles wahr sein? Aber ist es woanders besser? Lohnt es sich ernsthaft übers Auswandern nachzudenken? Dieser Beschluss eines Berliner Gerichtes gibt mir am frühen Morgen mal wieder den Rest.

Die zunehmende Kälte in der Gesellschaft, die Reduzierung jeden Einzelnen auf seine ökonomische Verwertbarkeit. Ich meine, was soll das, dass man schon bei 3-jährigen überlegt, wie man sie aufs Berufsleben vorbereitet? Und alle die nicht gesund, schlank, rauchfrei und gut ausgebildet sind, werden aussortiert.

In absehbarer Zeit werde ich für Menschen arbeiten, deren Geschäftsinn aus einer fast schon esoterischer anmutenden Anbetung von Visionen und Unternehmertum ist, gepaart mit einer nicht unerheblichen Geldgier. Ich gebe nach und habe mir Arbeit gesucht. Allerdings ist es mir gelungen eine Arbeit zu finden, die ich gern mache und konnte den sinnentlehrten Einsatz in irgendeiner Zeitarbeitsfirma von mir abwenden. Auch wenn die Vermittlungsvorschläge, die da sporadisch aus der Agentur kamen, genau solche Unternehmen vorschlugen.

Auch wenn ich nicht bekomme, was ich will, auch was das Einkommen betrifft, kann ich doch wenigsten arbeiten, was mir Spass macht. Das ist schon viel und es ist auch mehr Geld als zu Zeiten als ich für eine Zeitarbeitsfirma arbeitete. Ich hatte genug Jobs im Leben, wo alle Faktoren nicht stimmten, weder die Rahmenbedingungen noch die Inhalte. Vielleicht ist es ja auch nicht so schlimm, ich werde es abwarten müssen.

Aber gut, ich will raus aus der ARGE. Damit hat dann das System auch bei mir erreicht, wozu es eingerichtet wurde. Bei Menschen mit meinem Hintergrund sind sie in der Behörde besonders scharf drauf Druck auszuüben. Denn es ist klar, dass ich noch als vermittelbar gelte. Und die Verantwortlichen können sich an zwei Fingern abzählen, dass dieses präfaschistische Verwaltung von Erwerbslosen früher oder später dazu führt, dass die, die noch eine Chance haben, sich auch zu miesen Konditionen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. So gesehen ist die Hartz-Gesetzgebung ein riesiges Sieb und ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn die mit dem Sieben fertig sind.

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Endlich mal wieder bloggen

Verfasst von somluswelt am 22, August 2007

Nachdem ich vor einigen Monaten wieder angefangen hatte zu bloggen, gelingt es mir derzeit mal wieder nicht meine Gedanken hier festzuhalten.

Obwohl es, wie immer, viel zu schreiben gäbe.

Sei es der Gedanke, dass Politiker ALGII-Regelsätze nicht nach den Grundsätzen der Welternährungsorganisation festlegen oder dass doch klammheimlich mit der Einführung des Elterngeldes die Bezüge für arme Mütter und Väter drastisch zusammengestrichen wurden.

Außerdem geben mir die vergangenen Wochen schwer zu denken, was die Organisation der Erwerbslosen im ALGII-Bezug angeht. Auch wenn ich es in Zahlen nicht belegen kann, scheint es doch, dass die von einem berüchtigten Beratungsinstitut ausgelöste weitere Umstrukturierung der ARGEn in Köln, alles noch schlimmer geworden ist und die Fälle mit falschen Bescheiden, unverschämten Intervention immer mehr zunehmen. Die ARGEn eine Erwerblsoenveraltung zu nennen, da sie ja nichts anderes macht und die Vermittlung in möglicherweise existente freie Arbeitsplätze bleibt vollkommen hintenvor, wäre wirklich ein unverdientes Kompliment. Genaugenommen gelingt es den ARGE scheinbar nur bei alleinstehenden kinderlosen Erwerblsosen ohne weiteres Einkommen korrekte Bescheide auszustellen. Bei allen anderen Bevölkerungsgruppen ist nachrechnen nicht nur erlaubt sondern dringend notwendig. Manchmal frage ich mich, ob die dort selbst wissen, was sie machen.

Dann gab es da noch einige zauberhafte Wanderungen, die ich leider bisher nicht hier bloggen konnte.

Möglicherweise habe ich den Arbeitsplatz meiner Träume gefunden, möglicherweise stellt sich das alles als höchst windige Nummer heraus. Keine einfache Entscheidung. Denn die ARGE sitzt mir im Nacken und schert sich wenig darum, ob ein potentieller Arbeitgeber möglicherweise eine echte Luftnummer ist. Obwohl sie das eigentlich sollte, schließlich will mich die ARGE ja dauerhaft loswerden.

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Probleme mit WordPress.com

Verfasst von somluswelt am 16, Juli 2007

Ich wundere mich ja schon seit ein paar Tagen, irgendwie funktionieren die Trackbacks nicht so recht, als ich eben nachgeschaut habe, sehe ich, dass höchstens 100 der von mir verlinkten Blogs angepingt wurden. Möglicherweise gibt es da eine Beschränkung. Keine Ahnung.

Das bringt mich dazu, doch ernsthaft über einen Umzug auf eine eigene Domain nachzudenke. Da ich aber meine Anoymität wahren möchte, brauche ich wohl einen nicht in Deutschland beheimateten Provider. Weiß jemand einen, mit der er gute Erfahrungen gemacht hat? Ich freue mich über jeden Hinweis.

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Parkplatzprobleme

Verfasst von somluswelt am 15, Juli 2007

Wer, wie ich, gerne in Innenstädten oder innenstadtnahe wohnt, zahlt zumindest den Preis, dass es schwierig mit den Parkplätze ist. Gestern nach unserer grandiosen Tour durch den Erlenbusch, die uns etwas mehr Zeit gekostet hatte als geplant, war klar, dass wir auch nicht mehr selbst kochen würden. Lieber was mit nach Hause nehmen. Endorfinbesoffen bogen wir links ab, statt geadeaus zu fahren, wo wir direkt zur Deutzer Freiheit gekommen wären und näherten wir uns der Severinbrücke. Erst merken wir nichts, dann wunderten wir uns über die vielen Menschen auf der Brücke und den Poller Wiesen und dann fiehl es uns wieder ein. Es waren die Kölner Lichter und das bedeutete, dass wir im Umkreis von 4 Kilometern kaum eine Chance auf einen Parkplatz haben würden. Ich kann das echt nicht verstehen. Überall standen (wortwörtlich, die standen auch mal mitten auf Hauptverkehrsstraßen rum) und kurvten Autos aus Bergheim, dem Siegburgerraum, dem Bergischen, Essen, Dortmund und was weiß ich woher. Die stellten dann ihre Autos auch gerne einfach irgendwo ab. Parkschein ziehen für einen eh illegalen Parkplatz war natürlich nicht drin. Wir konnten beobachten, dass die Frauen vom Ordnungsamt reihenweise Knöllchen vergaben. Ehrlich, relativ nahe zum Rheinufer und zum Geschehen gibt es das hässliche aber gigantische Kölnarena Parkhaus und auch die Parkhäuser, die zu Messe gehören. Können die Auswärtigen nicht einfach ihr Autos da abstellen. Billiger ist es allemal. Vielleicht sollte die Stadt die Gebüren bei Großveranstaltungen erhöhen. Knöllchen ab 200 Euro würden vermutlich Wirkung zeigen. Wir haben dann einen Parkplatz für 25 Euro in 2 Kilometerradius gefunden.

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Überwacht

Verfasst von somluswelt am 11, Juli 2007

Ich bin eine Art Dinosauerierin aus dem vordigitalen Zeitalter. Ich blogge nur anonym, achte darauf, dass mein Name nicht mit meinen Nicks in Verbindung zu bringen ist, bzw. mit bestimmten Nicks. Ich habe erst seit ein paar Wochen ein Handy und kann nix mit anfangen, deswegen vergesse ich es ständig. Ich nutze keine Rabattkarten und tätige so wenig Käufe wie möglich mit ec-Karte, ich muss das Geld bar abliefern sonst verliere ich zu leicht den Überblick.

Ich benutze weder fl*ckr oder artverwandte Angebote, noch dieses delic*ous ganz zuschweigen von tw*tter und was es noch alles gibt. Über mich findet man weder bei Open*C noch bei X*ng irgendwas. Ich denke noch darüber nach, ob ich meine Bewegungen im Internet verschlüsseln will und das Verschlüsselungsprogramm für E-Mails der Bundesregierung liegt schon in der Queque.
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PostzustellerInnen

Verfasst von somluswelt am 10, Juli 2007

Ha, da auf center.tv erzählt einer, dass Postzusteller auch mal in den 7. Stock laufen müssten und für Schäden haften, die sie verursachen, ob dass meine Zustellerin auch weiß? Sie zerstört besonders gerne Umschläge mit Papprücken und der Aufschrift “Bitte nicht knicken”, eines meiner Arbeitszeugnisse sieht deswegen ziemlich schäbig aus. Umschläge, deren Inhalt auf (Bewerbungs)Mappen enthalten. Kraft hat sie ja, so eine stabile Mappe mit Foto zu knicken. Meine Büchersendungen werden in letzter Zeit immer, wenn möglich in den Briefkasten gequetscht oder das “freie Ende” des Umschlags wird mit der Klappe verkeilt, so dass das Buch dann heraushängt und das auch gerne an Tagen, wo ich zu Hause bin. Bei den Nachbarn klingeln? Fehlanzeige. Das mit der Haftung werde ich mir in jedem Fall merken, die nächsten Bewerbungsunterlagen werden von ihr ersetzt werden, vielleicht kapiert sie es dann endlich.

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Kann mir das mal bitte jemand erklären?

Verfasst von somluswelt am 8, Juli 2007

Ich hocke hier seit 2 Stunden am Rechner und frickel an den Fotos rum, weil ich ja mein Theme ändern musste und nun die Fotos nicht mehr mitspielen. Weil aber wordpress.com unter Opera nicht wirklich rund läuft, was das angeht, bin ich zum IE gewechselt. Zwei der Wanderartikel hatte ich erfolgreich neu mit Fotos bestückt, da merke ich erst, dass nun alle Exif Daten der Fotos auch für Fremde zu lesen sind. Zuerst habe ich überhaupt nicht verstanden, was los ist, schließlich hatte ich ja nix anderes gemacht als vorher - bis mir aufging, dass ich die Fotos vorher alle unter Opera hochgeladen hatte und jetzt mit dem IE. Ist es denn die Möglichkeit?

Sagt die beste Butch aller Zeiten zu mir, wandel die doch in gifs um. Ich ahnunglos mach das und wie sehen meine Fotos aus? Wie impressionistische Gemälde, schlimmer, weils keine Gemälde sind. Ich laut schimpfend zur besten Butch aller Zeiten, so geht das überhaupt nicht, sagt sie, dann lad dir doch Opanda Power Exif, das ist Freeware. Ha, Freeware, wars wohl mal. Und nun habe ich alle fraglichen Fotos gelöscht, der ganze Exif-Schrott geht keinen was an - wer hat das eigentlich erfunden, wie peinlich ist denn das, dass da so ein Haufen Daten in den Fotos stecken?

Tut mir auch leid für alle Leserinnen und Leser, dass die Fotos im Moment nicht zur Verfügung stehen aber im Moment will ich da nix mehr dran machen.

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Re-relaunch (Update)

Verfasst von somluswelt am 8, Juli 2007

Ich war ja nicht wirklich zufrieden und habe nach einem weiteren Theme gesucht, dieses hier finde ich erheblich übersichtlicher, auch wenn es noch nicht perfekt ist. Leider klappt die Anpassung der Fotos hier nicht automatisch, so dass ich in nächster Zeit alle Fotos noch mal runterrechnen werde und neu einfügen. So eine richtige Fleißarbeit für schlaflose Nächte, nun gut, was macht frau nicht alles für das Blog.

Ich hoffe Euch geht es genauso, also das mit der Übersichtlichkeit. Die Farbe gefällt mir auch ganz gut, obwohl die ja in bestimmten Grenzen manipulierbar ist. Wenn das so weitergeht, brauche ich doch noch meine eigene Domain oder ich zahle meinen Obulus an wordpress.com, dann kann ich da aufspielen was ich will. Aber von CSS habe ich überhaupt keine Ahnung, bin schon froh, dass ich bei html einigermaßen durchblicke.

Vielleicht ändere ich die Farbe nach Laune, heute passend zum Wochenende “Richtig Pink”.

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Liveübertragung der CSD Parade in Köln

Verfasst von somluswelt am 8, Juli 2007

Warum auch immer der wdr dieses Ereignis nicht mehr live überträgt, weiß ich nicht. Aber wer keine Lust hat, sich vor Ort die Beine in den Bauch zu stehen und zum Frühstück im Bett ein bischen CSD klotzen will, so wie ich es gleich machen werde, die Live-Übertragung gibt es bei Center TV. Wer nicht in Köln wohnt, kann auch den Live-Stream anschauen.

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Gestern irgendwann mitten in der Nacht

Verfasst von somluswelt am 6, Juli 2007

kam im wdr eine Sendung deren Ankündigung suggerierte, dass es um die Geschichte des schwulen und des lesbischen Films ginge. Auch wurde in den Interviews dort auch gerne die Phrase “gay-lesbian” bemüht. Es ging aber um die Geschichte des schwulen Films. Liebe Programmacher und Filmschaffenden, es ist okay für mich einen Bericht über die Geschichte des schwulen Films zu sehen, dafür braucht es kein Feigenblatt, wo immer mal wieder “gay-lesbian” erwähnt wird, ohne dass auch nur ein Film aus dem Kontext der lesbischen Filmschaffenden auch nur erwähnt worden wäre. Sowas kotzt mich echt an. Zumal es nur Konsequent wäre, zwei Berichte zu machen. Denn die Geschichte von Schwulen und Lesben hat sich höchst unterschiedlich entwickelt. Die Erfahrung von Diskriminierung ist vollkommen unterschiedlich. Die Situation von Lesben im Zusammehang mit AIDS ist eine vollkommen andere als die der Schwulen. Nichts gegen die politische Verbündung von Lesben und Schwulen aber Lesben unreflektiert in einen Topf mit Schwulen zu werfen und dann unsichtbar machen, ist, es lässt sich kaum anders ausdrücken, von Schwulen ausgeübte Lesbenfeindlichkeit und das hat eine Parallele zu der allgemein patriarchalen Haltung gegenüber Frauen. (Ich setze hier voraus, dass der Beitrag von einem schwulen Dokumentarfilmer stammt) Das kulturelle und künstlerische Schaffen von Lesben schwindet hinter den “Leistungen” der schwulen Community. Damit widerholt sich die zentrale Erfahrung von Lesben, die sich durch Unsichtbarkeit, Aberkennung einer eigenen Sexualität und Unsichtbarkeit auszeichnet, ausgeübt von Schwulen, wiederholt. Und da frage mich noch mal ein Schwuler, was mein Problem ist! (Insider: Schule äußern gerne ihre mitfühlende Verständnislosigkeit über diese als so aggressiv empfundenen Lesben) Jungs, ihr lebt nicht außerhalb des Systems, höchstens außerhalb des heterosexuellen, aber sicherlichen nicht außerhalb des patriarchalen Systems. Solidarität ist was anderes!

Hier findet sich eine Übersicht zum Thema Lesben in Film, Kino, Video und TV und hier die Filmdatenbank.

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5. Juli

Verfasst von somluswelt am 5, Juli 2007

Ich denke ernsthaft darüber nach, die Heizung anzudrehen.

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Erinnerungen

Verfasst von somluswelt am 3, Juli 2007

Die Welt meiner Kindheit war eine krude Mischung aus Spießigkeit, Arbeitsbewegungsromantik, Frauenbewegung und den Verwirrungen einer Familie zwischen Handwerk, 68er-Bewegung und Tabus, die seit dem Nationalsozialismus weitergereicht wurden. Aber wie Kinder nun mal sind, sie nehmen das was um sie geschieht ernst. Ich habe es ernst genommen und trage es bis heute im Herzen. Das Mißtrauen gegenüber selbsternannten Autoritäten ohne echte Legitimation. Den kritischen Blick auf Politik und Medien. Ich habe die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit schon auf dem Kindersitz des Fahrrades meiner Mutter angetan mit einer roten Nelke aufgesogen und konnte die Internationale eher singen als Alle meine Entchen. Die aus einer solchen Situation erwachsenen heimlichen Aufträge, die Eltern ihren Kindern mitgeben, treiben mich auch heute noch um, auch wenn sich ihre Natur mir erst jetzt so langsam erschließt.
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3. Akt Antonia

Verfasst von somluswelt am 2, Juli 2007

Es gibt in der Oper Les Contes d’Hoffmann von Jacques Offenbach ein furioses Terzett, dass ich sehr liebe. Der Akt handelt von Antonia, deren Mutter auf geheimnisvolle Weise durch ihr Singen starb. Weswegen der Vater, der Rat Crespel, ihr das Singen verbietet. Crespel hofft auch eine Hochzeit Antonias mit dem Protagonisten der Oper Hoffmann, um sie so vor dem Schicksal ihrer Mutter zu retten. Sie ist zu Anfang des Aktes die gute Ehefrau für Hoffmann zu werden, bis der unheimliche Dr. Mirakel auftritt und sie zum Singen überredet. Er lässt das Bild ihrer Mutter entstehen und letztlich gibt Antonia ihrer Singlust nach und singt sich zu Tode. Dieses Terzett, Doktor Mirakel (Bass) Antonia (Sopran) und Mutter (Sporan) ist wunderbar. Der Schmerz Antonias, ihre Erschrecken über die Stimme der Mutter, die beiden Soprane, deren Stimmen sich immer weiter verweben, bis beide Singen, das zunehmende Tempo, angetrieben durch die Bassstimme Doktor Mirakels und schließlich das Ende. Unglaublich schön. (Meine Lieblingsaufnahme ist die mit Joan Sutherland, Gabriel Bacquier und Margarita Lilowas. Es gibt eine feministische Interpretation dieses Aktes, das die Figur der Antonia nicht als Opfer des unheimlichen Doktors sieht, sondern als eine Frau, die sich gegen die bürgerliche Ehe auflehnt aber das nur am Rande.)

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Sommeranfang

Verfasst von somluswelt am 21, Juni 2007

Ich werde wohl doch geschlossene und hohe Schuhe (Hose schleift sonst in den Pfützen) anziehen müssen, es schüttet hier, wie aus Eimern. Dann sollte ich mal meinen Mantel suche gehen.

An was man beim Sommeranfang nicht alles so denken sollte.

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Eine kleine Empfehlung zum Umgang mit Menschen mit vielen Büchern

Verfasst von somluswelt am 30, Mai 2007

Dank Tauschticket habe ich seit mehr als einem halben Jahr mehr zu lesen als ich im Alltag bewältigen kann. Zuerst habe ich meine Science-Fiction Sammlung mit einigen vergriffenen und hochgehandelten Bänden auffüllen können, was mir immer noch eine große Freude ist. Meinen TauschpartnerInnen bin ich dafür zu großem Dank verpflichtet, da sie mich als Sammlerin erkannten und darauf vertrauten, dass ich die kostbaren Bände nicht gleich in der nächsten Internetauktion verschachere. Dann kamen die Empfehlungen aus dem Forum und neue Autorinnen und Autoren füllten meine Regale. Bestseller interessieren mich nicht wirklich, es sei denn ich schätze die Autorin oder den Autor schon eine Weile und auch dann kann ich warten, so dass das ständig zugängliche Angebot bei Tauschticket mir entgegen kommt. Und wenn ich zum Vergnügen lese, was meist der Fall ist, ist mir es auch herzlich egal, ob die Bücher schon 1 Cent-Ware sind. Bei bekannten und geliebten AutorInnen habe ich mich auf das ertauschen von gut erhaltenen Hardcover-Ausgaben verlegt. So befriedigt diese Tauschbörse viele meiner bibliophilen Leidenschaften.

Bücher tauschen ist für mich eine günstige Angelegenheit, da ich die Bücher behalten darf, im Gegensatz zu geliehenen Büchern. Meist kommt mich die Mitgliedschaft in einer öffentlichen Bibliothek teuer, da ich vergesse die entliehenen Werke wieder rauszurücken. Dennoch besitze ich eine inzwischen sehr vorsichtig genutzte Mitgliedschaft bei einer solchen Institution.

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