Somlus Welt

Viele Fragen, keine Antworten

Mit ‘zensursula’ verschlagwortete Einträge

Kommentierte Link vom 3.08.09

Verfasst von somluswelt am 3. August 2009

Vom richtigen Maß an Menschenwürde, Demokratie und Meinungsfreiheit
Ich habe die neusten Äußerungen von Frau von der Leyen bisher nur am Rande verfolgt und der Umstand, dass diese Frau meint wissen zu könne, wieviel Meinungsfreiheit so angesagt ist, war mir schon aufgefallen. Sven hats in klare Worte gefasst.

Weil Intransparenz Misstrauen schafft…
Ja nun, wirkt als ob „wir“ den lieben gewählten Volksvertretern auf Abgeordnetenwatch lästig geworden sind. Deswegen schließe ich mich elemtarteile an, nutzt das Feedbackformular, um eure Meinung kund zu tun.

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Einige Überlegungen zum Zugangsverhinderungsgesetz

Verfasst von somluswelt am 31. Juli 2009

Mein Erstaunen darüber, dass unsere PolitikerInnen dem Widerstand gegen offenkundig wirkungslose Verfahren gegen Kinderpornographie, die nur verdecken und nichts verhindern, ignorierten und verleumdeten, konnte bei mir in den vergangenen Wochen nicht größer sein. Die KritikerInnen dieser Politik zu Befürwortern von Vergewaltigung und Misshandlung von Kindern zu machen, macht mich immer noch maßlos wütend.

Ich habe ein paar Reden von Frau von der Leyen gehört, aus denen klar hervorgeht, dass sie unvorstellbar grausame Bilder über vergewaltigte Kinder gesehen haben muss. Ich selbst kann mir nicht einmal vorstellen, solche Bilder anzuschauen. Ihre Reaktion darauf ist nicht das beherzte und sofortige Einschreiten, dass Abschalten der Server, dass Auffinden und Verhaften der Verantwortlichen und die Aufnahme aller dieser misshandelten Kinder in eine Umgebung, die Sicherheit und Geborgenheit garantiert sondern das Aufstellen von Schildern. Schutzschilder, die verhindern sollen, dass sie und der Rest der Bevölkerung jemals wieder „sehen“ müssen, was unerträglich , ja nicht auszuhalten ist. Diese Bilder lösen mit Sicherheit bei nicht entgültig verrohten Menschen heftige Gefühle der Hilflosigkeit, Ohnmacht, impotente Wut und Schmerz angesichts des Leidens dieser Kinder aus.

Ich habe Frau von der Leyen dabei zugehört, wie sie über diese Bilder sprach. Sie deutete Grausamkeiten an, bei denen in mir Bilder aufstiegen, die ganz real Übelkeit in mir erzeugten. Mir selbst reichten diese Andeutungen vollkommen aus. Erstaunlich war ihre kühle, sachliche Darstellung dieser Andeutungen. Eine Sachlichkeit, die durch die Vehemenz mit der sie die Sache der Stoppschilder durchfocht, konterkariert wurde. Was nichts anderes bedeuten kann, als dass sie die Gefühle, die sie beim Anblick dieser Bilder gehabt haben musste, zurück gedrängt hat. Ihr ganzes Handeln ist darauf gerichtet den Anblick dieser Bilder zu vermeiden und dies scheinbar fürsorglich (damit alle, die aus Versehen auf diese Seiten geraten, geschützt sind) auf alle Mitglieder der Bevölkerung zu übertragen.

Das Zugangsverhinderungsgesetz hat hier eine ungeheuerliche Symbolkraft. Es zeigt, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Das Schild, dass jetzt aufgestellt wird, ist ein Schutz. Aber kein Schutz für die Kinder, sondern ein Schutz für uns alle vor unseren Gefühlen. Der Blick auf diese Bilder wird verstellt und damit auch auf unsere Gefühle, die wir beim Anblick solchen Leidens unwillkürlich haben müssen (wie gesagt, außer wir sind vollkommen verroht).

Die Abwehr von Gefühlen durch das Verstellen des Blicks ist eine Kulturtechnik unserer Gesellschaft. Denn indem der Blick verstellt wird, bleibt anderes erhalten, dass im anderen Falle in Frage stehen würde. Das Bild unserer Gesellschaft auf die Familie, die nach wie vor als Hort der Liebe und Geborgenheit beschworen wird. Dieses Bild muss um jeden Preis erhalten werden, denn dieses Bild stellt das Fundament unserer Gesellschaft dar. Ich selbst weiß immer nicht, ob ich lachen oder vor Wut aus der Haut fahren soll, wenn mir erzählt wird, dass ein Kind immer Mutter und Vater braucht, weswegen eine rechtliche Anerkennung von Lesben und Schwulen als vollwertige Eltern zurück gewiesen wird. Als wäre die physische Anwesenheit von exakt einer Frau und einem Mann der Garant für ein liebevolles und geborgenes Elternhaus. Ich kenne das anders und ich bin wahrlich nicht allein damit.

Wie die Realität hinter diesem Bild aussieht, dass es in den allermeisten Familien tradierten Misshandlungen aller Art von Kindern üblich sind, wird ja schon lange erfolgreich hinter diesem Bild verdeckt.

Und ein weiteres Bild würde zerstört werden, wenn wir uns der Wirklichkeit der Kinderpornographie stellen würden. Unser Bild von uns selbst. Denn das Leiden dieser Kinder muss uns mit unseren eigenen Leiden in Kontakt bringen. Es sei denn, dass wir uns komplett von unseren Gefühlen abgespalten haben. All die Kränkungen, Abspaltungen, Anpassungen an diese Gesellschaft (A. Gruen:Der Verrat am Selbst,1986) werden beim Anblick, bei mir reicht schon die Vorstellung, dieser Bilder berührt. Je nach dem, wie sehr wir in der Lage sind, diese Gefühle in uns zu tolerieren, können wir uns für diese Kinder einsetzen oder nicht.

Ich glaube auch, dass hier genau der Konflikt liegt. Glücklicherweise gibt es nicht wenige Menschen, die genug Kontakt zu ihren Gefühlen haben, dass sie begriffen haben, dass ein Verstellen des Blicks keine angemessene Reaktion auf das Leiden von Kindern sein kann. Auch wenn Frau von der Leyen und ihre Mitstreiter weiterhin auf ihre reduzierte Abwehr ihrer eigenen Gefühle beharrt. Auch mißbraucht Frau von der Leyen Mitgefühl und Fürsorglichkeit, in dem sie ihre Abwehr auf die Bevölkerung überträgt, um uns vor diesen Bildern zu schützen. Natürlich müssen wir KritikerInnen auch abgewehrt werden. Für mich ist dieser gigantische Abwehrmechanismus eine Erklärung dafür, wie es Frau von der Leyen und ihren Mitstreitern gelungen ist, den Widerstand, die sachlichen Erklärungen, die Fachleute und auch die Betroffenen komplett zu ignorieren. Denn Kinderpornographie und Kindesmißhandlung ist so ungeheuerlich in in einer Gesellschaft, die die sogenannte Kleinfamilie zur Keimzelle der gesamten Gesellschaft erhoben hat, dass wir sie nicht sehen sollen.

Arno Gruen (ebd.) schreibt in seinen Werken wie die Zerstörung der Autonomie, mit der die Übereinstimmung des Menschen mit seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen gemeint ist, zu einer Gesellschaft der Abhängigkeit, Anpassung und zu Herrschaftsanspruch führt. In unserer Welt sind die eigentlich Geschädigten, die, denen es gelingt, sich den Anforderungen einer Welt anzupassen, die von ihnen verlangt ihre ureigensten Bedürfnisse und Gefühle zu unterdrücken, um so als reduzierte Menschen in einer reduzierten Welt funktionieren zu können. Diese nennen wir dann erfolgreich. In diesem Kontext gilt Freiheit auch als Erlösung von den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, nicht die Verbindung mit unseren eigenen Bedürfnissen.

Wie dieses Schild, dass „uns“ vor unseren Gefühlen in Angesicht von Grausamkeit und Hass gegenüber Kindern erlösen soll.

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Kommentierte Lesetipps

Verfasst von somluswelt am 25. Juni 2009

  • Falscher Planet, falsches Jahrtausend Isotopp bringt auf den Punkt, was in dieser unsäglichen Debatte um Internetsperren, illegale Kopien und Urheberrecht mitschwingt. Wobei ich auch Menschen in meinem Alter kenne, die von dieser Welt überhaupt keine Ahnung haben und oft befremdet auf Menschen mit ausgeprägter Internetnutzung schauen.
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  • Tauss erklärt die SPD Passt gut zu dem Link darüber
     

  • Hort des Männerhasses Selten habe ich einen solchen undifferenzierten Stuss zum Thema Gewalt in der Familie gelesen. Weiß gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Allein die Implikationen die Text und Bild zusammen auslösen, sprechen für sich.
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    Zum Abschluss noch ein Spruch von Goethe, den ich gern über dem Bundestag gemeiselt sehen würde.

    Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit

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    SPD

    Verfasst von somluswelt am 19. Juni 2009

    Seit vorgestern schwirrt mir folgende Frage an das Blogdorf durch den Kopf:

    Wieso seid ihr eigentlich so enttäuscht von der SPD? Habt ihr ernsthaft etwas anderes erwartet?

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    Neue Ideen für Zensursula

    Verfasst von somluswelt am 18. Juni 2009

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    Es ist Wahlkampf und alle wollen mitspielen

    Verfasst von somluswelt am 17. Juni 2009

    An Herrn Decker vom Kölner Stadtanzeiger und den verantwortlichen Redakteur, der den Kommentar:

    Das Netz ist nicht grenzenlos

    zum Druck freigegeben hat,

    vorneweg, ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Lesekompetenz. Denn Ihr Kommentar im KStA zeigt deutlich, dass sie in der Lage sind die Pressemitteilungen aus dem Hause CDU/CSU zu lesen. Aber ansonsten, muss ich mich schon fragen, welches berufliche Selbstverständnis Sie so haben. Auch wenn Sie offenbar über eine E-Mail-Adresse verfügen, scheinen Sie darüber hinaus nicht allzu viel über das Internet und vor allem die rechtliche Lage zu wissen.

    Sie schreiben:

    Sie tun so, als sei es (das Internet) eine Art Baumhaus für Kinder, in das Erwachsene keinen Zutritt haben sollen. Man begeistert sich für Twitter und Blogs. Inhalte? Nebensache.

    Ja, dito, gebe ich gerne an Sie zurück. Inhalte – offenbar haben Sie keine Ahnung. Wenn Sie sich nämlich auskennen würden, dann wüßten Sie längst, dass das Internet zumal gerade hier in Deutschland alles andere als rechtsfreier Raum ist. Dann wüßten Sie, dass es längst schlagkräftige Gesetze gegen die Produzenten von Kinderpornographie gibt, die aber nicht angemessen umgesetzt werden. Während die Privatinitative des AK Zensur innerhalb von wenigen Tagen 60 solcher Seiten aus dem Netz verschwinden lässt, versanden andererseits Hinweise auf kinderpornographische Seiten irgendwo im BKA.

    Im Internet ist mitnichten „erlaubt, was andernorts verboten ist“. Wie kommen Sie denn bitte darauf? Woher nehmen Sie diese Aussage.

    Sie erwähnten die Jugend der „Bewegung“, die für die Petition gegen Internetzensur gezeichnet haben. Das finde ich jetzt doch übertrieben schmeichelhaft für mich. Ich fühle mich zwar auch mithin jugendlich aber mit gut 41 Jahren gelte ich ja sogar für bestimmte Marktsegmente nicht mehr als relevant. Ihrem Konterfei im Kölner Stadtanzeiger nach, könnten Sie sogar jünger als ich sein.

    Offenbar waren sie (Franzika Heine und ihresgleichen) weder in China noch im Iran und wisse nicht was Zensur ist.

    Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, ja doch, „wir“ wissen was Zensur ist, deswegen ja die breite Unterstützung der Petition und die endlose Berichterstattung in Blog und anderen Medien.

    Ihre unverschämten Formulierungen lasse ich mal bis auf weiteres unerwähnt. Obwohl ich mich beim Lesen schon gefragt habe, was sie antreibt. Ihre Herablassung und Abwertung gegenüber Menschen , die sich für die Erhaltung der Bürgerrechte einsetzen und schon den Anfängen wehrhaft gegenübertreten, so man überhaupt noch über Anfänge reden kann, ist doch schon sehr auffällig.

    Die Forderung von „Frankziska Heine und ihresgleichen“ ist, diese Seiten zu löschen statt nur den Blick auf sie zu versperren und das Einfallstor für Begehrlichkeiten unterschiedlichster Lobbies bzgl. Sperrung von anderen Inhalten im Keim erstickt werden.

    Die meinen Freiheit ohne Verantwortung

    Mal überlegen, wo habe ich denn das schon gelesen und gehört. Schreiben Sie direkt von den Pressemitteilungen des Bundesministeriums für Famlie ab?

    Wie ist denn bitte schön Verantwortung bei Ihnen so definiert? Zu allem ja sagen, weil es Frau von der Laien nur gut mit uns meint? Weil sie irgendwie so betroffen und halsstarrig rechthaberisch rüberkommt? Wie ein Kommentator auf ksta.de schon meinte, der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Was für eine Verantwortung gegen über den mißbrauchten, gequälten und gefolterten Kindern übernimmt da Frau von der Laien noch mal? Verstärkt sie die Sondereinheiten des BKA? Werden da unbegrenzte Mittel zur Verfügung gestellt, damit diese Leute technisch auf dem letzten Stand sind und dann personell und technisch in der Lage sind, die Produzenten und Bereitsteller solchen Material hochzunehmen? Gibts schon breit angelegte psychosoziale Initiativen, die die Opfer auffangen können? Unbegrenzte Zahlung der Krankenkasse für Therapien eigener Wahl?

    Stattdessen wird ein papierdünner Paravant aufgestellt, der ünberhaupt keinen Sinn hat, da diejenigen, die diese Bilder konsumieren schon wissen, wie sie da ran kommen und alle anderen, die aus Versehen auf solche Seiten stoßen (was ich aber für vollkommen absurd halte) schon mal verdächtigt. Das wird eine Industrie mit Millionenumsätzen herbei phantasiert.

    Und dann die Substanz aller Argumente, die aus dem Haus von der Laien kommt. Eine Anfrage im Bundestag förderte zutage, dass die Bundesregierung nix weiß und auch keine gesicherten Kenntnisse zu nichts in diesem Themenbereich hat.

    Sie suggerieren den Leserinnen und Lesern des Kölner Stadtanzeigers, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei, der dringend der Kontrolle bedarf. Entweder sind Sie so ahnungslos oder Sie unterstützen die Bestrebungen ein neues Informationsmedium zu kontrollieren, schließlich geht es ja auch um Deutungshoheit. Ein Blick in die Geschichte, Unterabteilung Erfindung des Buchdrucks, hilft in diesem Kontext bestimmt weiter.

    Wenn ich mir in den vergangenen vier Jahren, die ich blogge immer wieder das Lamento der sogenannten Qualitätspresse über die mangelnde Qualität der Arbeit von Bloggern, durchgelesen habe, muss ich echt sagen, von was bitte schön ist denn da nun die Rede. Solange Jounalisten, wie Sie, nicht in der Lage sind Fakten zusammen zu tragen, weil Sie nicht tiefer in die Materie einsteigt als es der Faxausdruck der entsprechenden Pressemitteilung zulässt, les ich lieber Blogs. Da gibt es eine Menge mit gut recherchierten und informativen Inhalten. Ja, Herr Decker lesen Sie Blogs.

    Sie haben sich vor den Wahlkampfkarren der CDU gestellt oder stellen lassen. Und Sie tragen als „Qualitätsjournalist“ dazu bei, dass Menschen, die sich mit diesem Thema weniger beschäftigen, Fehlinformationen aufsitzen. Und das alles mit dem hochemotionalen und brisanten Thema Kinderpornographie. Das ist ekelhaft, dieses Thema in dieser Weise zu funktionalisieren. Widerlich.

    Mit unfreundlichen Grüßen
    eine Abonnentin, die ernsthaft die Kündigung ihres Abonnements ins Auge fasst.

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    Linktipp

    Verfasst von somluswelt am 7. Juni 2009

    So, liebe Zensursula und von und zu Pomandenhaar, da ihr es bis jetzt nicht kapiert, vielleicht mal in diesen deutlichen Worten:

    Totale Verarschung von Missbrauchsopfern

    (via)

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