Sogenannte intelligente Maschinen und ihre Unfähigkeit zu denken

Es gibt die abendländische Tradition, die davon ausgeht, dass Gefühl und Verstand trennbar wären. Erdacht in Zeiten als das Unbewusste keine Relevanz hatte. Decartes beschränkte das Menschliche auf das reine Denken. Das hat uns Halbwahrheiten wie Sachlichkeit und den Begriff der Objektivität eingebracht. Inzwischen haben vor allem Sozial- und Geisteswissenschaften in Einheit mit medizinisches Erkenntnisse längst nachgewiesen, dass diese Spaltung des Menschen, eine Illusion ist. Eine Illusion von Kontrolle über unsere Leben. Die Spaltung von Gefühl und Verstand hat sich tief in die patriarchale Kultur seit dem Beginn der Neuzeit eingegraben. Männer stehen für Verstand, Frauen für Gefühl und diese Regel wirkt bis heute in alle Bereich. Hat Einfluss auf Gesetzgebung und die Art und Weise, wie wir Menschen, die wir entweder als Frauen oder Männer lesen wahrnehmen. Die Untersuchen aus der Linguistik vor 40 Jahren haben gut nachgewiesen, dass wir bei Babies immer sofort nach dem Geschlecht fragen, weil wir sonst nicht kommunizieren können.

Dass selbst unser Verstand sich erst bei Störungen mit Verstand einschaltet ansonsten Daten als Wahrheiten schluckt, die leicht mit Zahlen (Sachlichkeit) widerlegbar sind, ist eine der zentralen Erkenntnisse der Sozialpsychologie. Dass wir ohne Zugang zu unseren Gefühlszentrem im Gehirn nicht mal in der Lage sind uns die Schuhe zu zubinden, obwohl wir die Zahl PI bis in die 20 Nachkommastelle von uns geben könnten, sofern wir diese kennen, haben die Eheleute Damasio vor Jahrzehnten schon erforscht. Die Kulturanthropologie hat längst erkannt, dass wir aus unserer Position interpretieren, was wir erforschen/beobachten.

Was bleibt das übrig: radikale Subjektivität. Wenn wir annähernd sagen können, von welcher Position wir sprechen, können wir uns einer geteilten Realität annähern.

Unsere Körper sind für unser Denken und unsere Entscheidungen von zentraler Bedeutung. Schmerz, Unwohlsein begrenzen uns. Zurecht. Wer diese Begrenzungen nicht spürt, fällt in die Kategorien soziopatisch oder psychopatisch. Sich von seinen Gefühlen abschneiden – was geht – führt bei anderen auch zu Depressionen. Unsere Gefühle sind nicht das lästige Anhängsel des Verstandes, wie auch der Körper nicht das Anhängsel des Gehirns ist. Alles ist eine Einheit. Wir sind in einer fundamentalen Weise unsere Körper.

Nach wie vor, behaupten Menschen einen Menschen danach messen zu können, wie intelligent er wäre. Dass entsprechende Tests durch die Position derer, die sie erstellt haben, korrumpiert sind, ist zwar bekannt, scheint aber nichts daran zu ändern, dass dies nur einen Aspekt des Menschen ausmacht. Solche Test sagen nichts über die Denkfähigkeit einer Person aus. Oft wird Intelligenz mit Denken verwechselt.

Menschen mit wenig Bildung wird oft ein Mangel an Intelligenz zugeschrieben. Oft genug wird dies auch Menschen mit Behinderungen, Menschen mit fremden kulturellen Gewohnheiten und nicht zuletzt Frauen zugeschrieben. Um mehr Klarheit in die Verwirrung der Begriffe zu bringen, möchte ich mich dem Begriff des Denkens zuwenden. Denn das Denken, das Nach-Denken, das Abwägen von anderem Denken hilft uns in der Welt zurecht zu kommen. Hilft uns in Kontakt zu stehen.

Inzwischen wird an der „Intelligenzschraube“ weiter gedreht. Es werden unter Einsatz von enormen Mengen an Wasser, Energie und technischen Ressourcen Maschinen trainiert. Trainiert mit den Daten die Menschen mithilfe des Denkens hergestellt haben. Es wird eine Simulation des Denkens erzeugt. Sie nennen es „künstliche Intelligenz“ Eine Werbegag, sonst nichts, also das mit der Intelligenz. Klingt irgendwie gut und spannend, egal wieviel Blödsinn dabei heraus kommt.

Diese Maschinen sind nicht fähig zu denken. Sie geben wieder, mitteln das Wissen der Welt (wenn sie denn auf alles mal Zugriff bekommen und schon heute haben sie auf zu viel Zugriff), das durch Denken und Nach-Denken von Menschen entstanden wird. Und erzeugen Antworten. Es ist weder Bildung noch Denken dahinter. Für mich erklärt sich hier auch, wieso die Antworten dieser Maschinen häufig falsch sind, Dinge erfinden oder gleich ganz falsch liegen. Warum sie oft bei einfachen Fragen versagen. Es mangelt am Denken. Keine dieser Maschinen kann ein Erlebnis, dass sie vor einer halben Stunde hatte, in einer Weise wiedergeben, die wir mit Nach-Denken verbinden würden. Das liegt natürlich auch daran, dass diese Maschinen nichts erleben. Denn dazu bräuchte es einen Körper. Was die Maschinen haben sind Daten, über die sie nicht nachdenken können.

Möglicherweise gibt es sehr eingeschränkte und spezifische Anwendungen dieser Maschinen, die für uns Menschen hilfreich sein könnten, dies als Intelligenz zu bezeichnen, halte ich für vermessen. Kürzlich habe ich in einem Presseclub einen Journalisten sagen hören, dass viele Jobs in zwei Jahren von den Maschinen ersetzt werden. Das ist reiner Glaube. Denn parallel zeigt sich jetzt schon, dass diese Maschinen begrenzt sind. Dass auch unsere Umwelt und Lebensgrundlage zerstörende größere Datenzentren nichts daran ändern werden. Sie können nicht Denken und Nach-Denken.

Über das Denken

In meiner Oberstufenzeit gab es eine Phase in der verschiedene Fächer historische gleiche Zeitabschnitte verhandelten. Ich erinnere mich an Geschichte, Gemeinschaftskunde und Kunst. An einem einzigen Tag konnte ich mein Wissen über as historische, künstlerische und soziale einer Phase der deutschen Geschichte aufsaugen. Wie spiegelten sich historische Ereignisse in der jeweiligen Kunst, was war in der Gesellschaft los und wie können wir heute Quellen von damals einordnen und interpretieren. Es war der Himmel für mich. So musste Bildung sein, Zusammenhänge herstellen, Vergleich erstellen, Einordnungen verfassen.

Heute ist mir klar, dass ich sehr viel Glück hatte, was Zeit und Umstände meiner späten Schulzeit anging. Es stimmt mich traurig, mir vorzustellen, dass später Kinder nicht diese Chance zu Denken hatten und haben. Das war vor den Pisastudien.

Mein Studium habe ich mir ähnlich gestaltet und auch hier spielten Zeit, Ort und Umstände eine große Rolle. In der Pädagogik hatte ich das Glück lange bei einer Dozentin studieren zu können, die Lacan, Fouccault und auch Cultural Studies in pädagogische Lehre einbrachte. Auch in der Linguistik und der Literaturwissenschaft waren interdisziplinäre Ansätze gang und gäbe. Es war die Zeit des Poststrukturalismus und auch hier Lacan in der Literatur oder das Verreißen sogenannter Klassiker als fast schon obszönen Schund. Meine Liebe für Marieluise Fleißer und ihre Kurzgeschichten stammt aus dieser Zeit.

Das war vor Bologna. Außerdem, und diesen Umstand lernte ich erst viel später war es in Frankfurt am Main. Die Stadt der Frankfurter Schule, der Studieren- und Frauenbewegung. Mit all dem war damals das Wissen und Denken durchdrungen. Auch lehrten spannende Menschen damals in Frankfurt, wie Habermas oder Christa Rohde-Dachser. Es prägte das Denken – mein Denken – obwohl ich es damals kaum zu schätzen wusste.

Später habe ich es noch mal in Köln an der Uni versucht. Sowohl die Atmosphäre als auch die Folgen des Bolognaprozesses haben mir schnell den Spaß verdorben. Im allgegenwärtigen Punktegesammel entfaltete sich kein Denken. Die Politik hatte es geschafft dem Land der Dichter*innen und Denker*innen das Denken auszutreiben.

Nach Hannah Arendt ist das Denken aber von zentraler Bedeutung für das Urteilen und mithin das Handeln nach moralischen Kriterien, mit dem Schlimmeres verhindert werden kann.

Wenn ich mir die aktuelle Situation in Deutschland anschaue, vermisse ich denkende Menschen. Die Banalität der (zerstörerischen) Handelns, sei es korrupt oder ignorant oder beides und der Mangel an Mitgefühl ist unerträglich. Ein Handeln wider des Denkens.

Nie wieder mit dem Auto

Unsere Reisen nach Spiekeroog und wieder zurück

In Romanen von Agatha Christie spielt das Reisen oft eine Rolle. In nicht wenigen Geschichten findet die Handlung in Schiffen oder Zügen statt während die Menschen von einem Ort an den anderen reisen. Was zu Christies Lebenszeit eine Selbstverständlichkeit gewesen ist, dass der Weg zu einem Ort Teil der Reise ist, ist dies – soweit ich das erlebt und beobachtet habe – in Zeiten von Flugzeug und Auto zu einem lästigen Abschnitt eines Urlaubes geworden und oft Stress und Ärger verbunden.

Die Idee den Weg zu einem Ort als Teil der Reise zu begreifen, hat mich in den letzten Jahren immer mehr eingefangen. Es gab einmal die Idee Island zu besuchen und ich machte da schon die Vorgabe, dass ich auf gar keinen Fall für so eine Reise ein Flugzeug betreten würde. Wir müssten nach Dänemark fahren und dort eine Fähre nehmen. Der Gedanke gefiel mir, der Weg zu einem Ort als Reise oder eher das Reisen wieder herzustellen. Nicht das notwendige Übel zur Überwindung einer Strecke. Aber es ist nicht notwendig eine viertägige Reise zu einem Ort zu machen, um diese Erfahrung zu machen.

Spiekeroog

Seit einigen Jahren verreisen wir für unseren Haupturlaub nur noch auf die Insel Spiekeroog. Vage Pläne an andere Orte zu reisen, werden Jahr für Jahr nur Stunden oder Tage nach dem wir die Insel betreten haben, verworfen und direkt für das kommende Jahr gebucht. Letztes Jahr entschieden wir im Strandkorb sitzend außerdem alle anderen Kurzurlaub, die wir üblicherweise irgendwann im April/Mai machen auch auf die Insel zu verlegen.

Für den Urlaub im ausgehenden Sommer haben wir immer Unmengen an Gepäck dabei. Es braucht für eine Nordseeinsel alle Arten an Kleidung für wirklich jedes Wetter. Es gab Jahre da mussten wir warme Pullis anziehen und dicke Jacken tragen. Drei Tage später wurde es so warm, dass Hochsommerkleidung angesagt war. Ausrüstung für Regen, immer. Außerdem weigere ich mich im Urlaub Wäsche zu waschen. Vielleicht mal das ein oder andere Kleidungsstück durchs Waschbecken zu ziehen aber eine Waschmaschine fasse ich nicht an. Die Koffer sind voll, dazu kommen Dinge für den Strand, wie Drachen, Tücher für den Strandkorb, Strandsofa und Dinge für die Ferienwohnung wie Essig, Öl, Salz und Pfeffer und einiges mehr. Obwohl dieser Teil des Gepäcks über die Jahre etwas weniger geworden ist, ist bei der Ausstattung für den Strand über die Jahre einiges dazu gekommen, auf das wir nicht verzichten möchten. Es ist viel und schwer und bisher konnten wir uns nicht vorstellen mit zwei riesigen Koffern voller Kleidung, einem Einkaufstrolley bis oben voll mit notwendigen Dingen für die Ferienwohnung und den Strand, zwei voll gefüllten Rucksäcken und einem weiteren kleineren Koffer, mit der Bahn zu fahren.

Die Anreise nach Spiekeroog

Unter besten Umständen würde eine Fahrt von unserem Wohnort zum Fähranleger für die Insel Spiekeroog mit dem Auto ungefähr vier bis viereinhalb Stunden dauern. Das ist leider nicht meine Erfahrung. Gesperrte Autobahnen, Staus aller Art, Umleitungen auf dem Land, es kann also auch gut und gerne mal sieben Stunden dauern. Es gilt eine Fähre zu erreichen. Eine ausgebuchte volle Fähre, die wir selbst schon Monate im Voraus gebucht haben, wie hunderte andere Menschen auch. Das Auto muss dann entladen werden, das Gepäck kommt für den Fährtransport in bereitgestellt Container, die wir selbst beladen. Für die Dauer des Aufenthalts muss das Auto in einer „Garage“ abgestellt werden, die ein Stück entfernt vom Anleger liegt. Auf dem Parkplatz vor dem Anleger drängeln sich Autos, Menschen und Gepäck. Die ersten hundert Menschen haben sich schon vor der Anlegestelle der Fähre aufgestellt, weil sie – sofern es nicht regnet – auf das offene Oberdeck wollen. Menschen mit Gepäckwagen voller Koffer, Taschen, Rucksäcke und Tüten müssen sich durch die wartende Menge arbeiten, um die Container für das Gepäck zu erreichen. Hunde, Kinder, faltbare Bollerwagen, noch mehr Gepäck. Fahrräder, sperriges Transportgut werden in Gitterkörben verstaut. Immer mehr Menschen stellen sich in der wartenden Schlange auf. Nicht wenige schaffen es gerade so die Fähre zu erreichen. Irgendjemand muss dann das Auto wegbringen und zurückkommen. Oft bilden sich lange Schlangen von Autos auf dem Weg zur „Garage“. Ankommende Autos blockieren den Weg vom Parkplatz. Wenn gerade kein Shuttle von „Garage“ abfährt, hetzen die Menschen von dort über den Deich zum Anleger.

Immerhin gibt es einen genialen Service. Für überschaubares Geld kann ich eine Banderole mit der Adresse meiner Unterkunft erwerben und mein Gepäck wird dann dort hin transportiert und vor der Unterkunft abgelegt. Es ist nicht notwendig zwei schwere Koffer, den Einkaufstrolley und den kleineren Koffer vom Hafen über den Deich bis zur Unterkunft zu zerren. Der Service kann auch für den Rückweg gebucht werden. Einfach die entsprechenden Gepäckstücke morgens vor der Abfahrt an den Wegesrand vor der Unterkunft legen und dann in Neuharlingersiel aus einem der Gepäckcontainer holen. Zumindest alle Koffer sind versorgt. Auf Spiekeroog als autofreie Insel, wo Fahrräder der Gäste nicht erwünscht sind und die Unterkunft schon mal 1-2 km vom Fähranleger entfernt ist, ist das ein toller Service.

Der kleinere Koffer

Aufgrund der Ungewissheit bei der Anreise mit dem Auto fahren wir seit einigen Jahren einen Tag früher und übernachten irgendwo an der Küste in einem Hotel, dass bereit ist Gäste für eine Nacht zu beherbergen. Damit können uns Umleitungen, Sperrungen und Staus egal sein, wir müssen ja keine Fähre erreichen. Das hat unsere Reisen nach Spiekeroog schon entspannt. Wir müssen nicht mehr vor sechs Uhr morgens losfahren, können noch in Ruhe Tee trinken, das Gepäck ins Auto laden, die Katzen schmusen. Also gibt es einen Koffer für diese Nacht, der es uns erspart die schweren großen Koffer aus dem Auto ins Hotel zerren zu müssen. Die Fähre fährt erst am nächsten Tag und die erreichen wir dann in jedem Fall ohne uns hetzen zu müssen. Meist kommen wir angestrengt und erschöpft am Hotel an.

Alles anders mit der Bahn

Diesmal sind wir nicht mit dem Auto gefahren, wir nahmen den Zug. Da wir nicht so lange auf der Insel blieben, war unser Gepäck überschaubar, zwei Koffer und zwei Rucksäcke. Strandausstattung war nicht nötig, das es im Mai noch sehr frisch ist und der allgegenwärtige Wind eiskalt sein kann. Lange Aufenthalte am Strand sind dann eher selten. Es gibt so ungefähr drei bequeme Verbindungen von Köln nach Neuharlingersiel am Tag. Bequem bedeutet dabei, dass der Zug in Köln eingesetzt wird und bis Norden durchfährt. Der Bus, der uns dann weiterbringt, wartet auch auf den Zug, wenn dieser Verspätungen einfährt. Der Busfahrer auf der Hinfahrt war sehr nett und half beim Einladen des Gepäcks.

Wir nahmen den sehr frühen Zug. Da ich unsicher war, ob alles klappt, hatte ich einen großen Zeitpuffer eingeplant, der uns einen mehrstündigen Aufenthalt in Neuharlingersiel schenkte, bis wir am frühen Abend auf die Fähre mussten. Nach gut 5,5 Stunden waren wir in Neuharlingersiel. Die Koffer lagerten in der Gepäckaufbewahrung. Da wir eine späte Fähre nahmen und die Gastronomie in Spiekeroog früh schließt – nein, ich mache keine Witze, gegen 20:00 noch warmes Essen zu bekommen, kann auf der Insel ein Problem darstellen – sorgten wir für Essen und spazierten den Rest der Zeit auf dem Deich umher. Später, unser Gepäck war schon der Spedition übergeben, saßen wir am Kai in der Sonne und waren einfach nur entspannt. Niemand von uns musste ein Auto entladen, niemand musste um einen Platz zum Ausladen von Gepäck am Anleger kämpfen, niemand musste zur Garage fahren und wieder zurück kommen. Wir saßen einfach da und schauten den anderen Menschen dabei zu, wie sie all das taten. Zugegebenermaßen diesmal war nicht viel los. Der Speditionsmitarbeiter fuhr zum entsprechenden Zeitpunkt einen Container für alle vor. Vielleicht waren es am Schluss drei. Es war ein Mittwochabend in der Vorsaison.

Für die Rückfahrt hatten wir uns entschieden unser Hauptgepäck mit der Bahn zu versenden, was ungefähr 3-4 Tage dauert, dafür hatten wir keine Koffer am Arm hängen. Unsere Rucksäcke waren schwerer als auf dem Hinweg, weil wichtige Dinge, auf die wir 3-4 Tage nicht verzichten können, dort verstaut waren. Aber wir trugen sie immer nur kurz auf den Rücken und das ließ sich gut verkraften. Wir mussten unsere Koffer aber nicht durch die schmale vordere Tür des Busses zerren, weil dieser Fahrer alle Fahrgäste vorne durchschleusen wollte und auch den alten Damen mit schweren Koffern nicht half.

Schafe, Kühe, Pferde, flache Landschaften

Die Busfahrt war voller Schafen, Kühen, Pferden, alten Mühlen und restaurierten kleinen Ortschaften in Ostfriesland. Es gab einen kleinen Aufenthalt in Norden, der Zug kam pünktlich. Im Zug hörte ich Musik, schaute in die flache Landschaft und strickte ein bisschen. Die Herzensbutch packte den Laptop aus und beschäftigte sich mit was auch immer. Keine Staus, Umleitungen oder Unfälle störten unsere Fahrt und auch die massiven Sperrungen von Autobahnen und Abfahrten ausgerechnet an diesem Wochenende rund um Köln waren uns egal. Niemand überholte uns knapp oder fuhr uns bei einem Überholmanöver zu sehr hinten auf, weil wir ihm oder ihr zu langsam fuhren. Keine vertrackte Umleitung quer durch Ostfriesland nervte uns. Mit gut einer viertel Stunde Verspätung kamen wir am frühen Abend in Köln an.

Dank der Tracker, die wir in unseren Koffern verstaut haben, wissen wir zu diesem Zeitpunkt genau, wo sich unser Gepäck im Moment befindet. Da heute die erste Fähre erst um viertel nach eins fährt, haben wir so eine Idee, wann die Koffer die Insel verlassen werden.

Nie wieder mit dem Auto

Wir können es uns nicht mal mehr vorstellen, auch nur noch einmal mit dem Auto diese Reise zu machen. Es gibt keinen Grund dafür. Das Hauptgepäck wird zukünftig verschickt. Ein Einkaufstrolley und ein kleinerer Koffer mitzunehmen, stellt kein Problem dar. Es besteht sogar die Möglichkeit auf die Fähre selbst ganz zu verzichten, da es Wassertaxis gibt, die uns auf die Insel bringen können. Dann sind wir zeitlich unabhängig, können am selben Tag fahren und uns den Aufenthalt am Vortag in einem Hotel sparen. Wie das mit den Wassertaxis genau abläuft, weiß ich noch nicht aber ich werde es sicher herausfinden. Bisher konnten wir nicht auf diese zurückgreifen, da wir sonst unser gesamtes Gepäck selbst zur Unterkunft hätten bringen müssen. Der Gepäckservice zur Unterkunft ist an die Benutzung einer Fähre gebunden.

Das Reisen selbst brachte eine große Entspannung.