Leistung des Betriebsrates

Betriebe mit Betriebsrat häufig produktiver, flexibler und innovativer sind als Betriebe ohne Mitarbeitervertretung., hat die Hans-Böckler-Stiftung herausgefunden.

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15 Antworten zu “Leistung des Betriebsrates

  1. Die Hans-Böckler-Stiftung konnte auch gar nichts anderes herausfinden…

    http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-34F351A1/hbs/hs.xsl/31.html

    „Die Hans-Böckler-Stiftung…
    …ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB. (…) Aufgaben der Stiftung…
    …sind die Förderung von Theorie und Praxis der Mitbestimmung durch die wissenschaftliche Beratung und Qualifizierung vornehmlich von Betriebs- und Personalräten, Männern wie Frauen, und von Arbeitnehmervertretern in Aufsichtsräten.“

  2. „Die Hans-Böckler-Stiftung konnte auch gar nichts anderes herausfinden…“

    Ich kenne die Studie nicht, sollten die Parameter so gesetzt sein, dass das Ergebnis tatsächlich vorausbestimmt ist, würde ich Dir zustimmen aber solange das nicht gesichert ist, finde ich pauschale Urteile ziemlich langweilig, weil sie nichts aussagen, als es pauschale Urteile sind.

  3. Wenn die „Parameter“ nicht bekannt sind, dann sollte man weder da eine noch das andere vermelden bzw. behaupten.

  4. Na, ich hoffe doch, das die Hans-Böckler-Stiftung die Parameter kennt, bevor sie soetwas vermeldet.

  5. Jedenfalls hat sie das herausgefunden, was die gemeine Arbeitnehmerin in der Regel auch erfährt, wenn sie schon in Betrieben mit und ohne Betriebsrat gearbeitet hat.

    Es gibt ganz selten Ausnahmen von Regel. Wenn dann eher in sehr kleinen Betrieben.
    Es ist also schon gut, wenn sich die Stiftung mit diesem Thema beschäftigt.

  6. Ich wüsste auch nicht, warum ich am Ergebnis der Studie zweifeln sollte. Denn eigentlich sollte es doch einleuchtend sein, dass nur motivierte und zufriedene Mitarbeiter ,eine entsprechende Produktivität erbringen können. Gleiches gilt auch für die Innovation und Flexibilät.
    Mitarbeiter die das Gefühl haben, von ihren Unternehmen schlecht behandelt und oder ausgebeutet zu werden, die werden sicherlich nicht alles für das Unternehmen tun.
    Warum läuft denn Deutschland Gefahr, seinen guten Ruf als Qualitätsstandort zu verlieren? Weil für die meisten Unternehmen, die Mitarbeiter nur noch irgendwelche Maschinen sind, aber keine Menschen.
    Und ein Betriebsrat kann da einiges verhindern.

  7. Mitarbeiter zu Leistung zu motivieren etc. ist Aufgabe der Führungskräfte des Unternehmens – dafür braucht es keinen Betriebsrat.

    Natürlich kann ein Betriebsrat eine wichtige Intressenvertretung der Arbeitnehmer sein, aber das vor allem und ausschließlich dann wenn die Probleme schon akut sind – wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer Probleme nicht mehr unter sich lösen können.

    Dann profitiert der Arbeitnehmer vom Betriebsrat, das Unternehmen aber wohl eher nicht.

  8. Schöhne Theorie, das mit den mitarbeitermotivierenden Führungskräften, so wie ich das seh, füllen Betriebsräte die Lücke, die sich in vielen Unternehmen hier zwischen Theorie und Praxis auftut.

    Ein guter Betriebsrat agiert nicht nur als „Feuerwehr“ sondern wurde gewählt, um stellvertretend ie Interessen der Belegschaft zu vertreten. Ein Betriebsrat, der nur im Sinne einer „Feuerwehr“ auftritt, macht seinen Job schlecht. Im übrigen habe ich das schon erlebt, da hat der Arbeitnehmer i.d.R. nicht von profitiert, weil der Betriebsrat viel zu schwach war, um sich in einer angemessenen Weise einzusetzen.

    Als letztes, besagt wohl die Studie genau das, dass alle profitieren. Es geht also darum, dass hier eine Win-Win-Situation vorliegt.

    In der Variation Betriebsrat ist immer „gegen“ Unternehmen, ist es eine Win-Lose-Situation und die gewinnt nicht immer der Betriebsrat zugunsten der Arbeitnehmer.

    Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegt, wenn die Studie recht hat, dann ist doch alles in Butter, alle profitieren.

  9. politischinkompetent

    Ich finde es ja immer wieder amüsant, dass hier so manche aus einem „bekannt anrüchigen“ Lager Studien des DGB – möglicherweise berechtigterweise – die Neutralität absprechen wollen, aber gleichzeitig Studien von diversen abhängigen „Wirtschaftsforschungsintituten und Lobby- / Propaganda-Organisationen wie der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) pauschal den Persilschein der Neutralität ausstellen würden. Das führt dann zu so sinnfreiem Geblubber wie es in diesem Lager zu finden ist…

    MfG

    Daniel

  10. Glaube nicht das ich das getan habe – oder tun würde.

    Manches halte ich für plausibel, anderes nicht, wenn es mich denn überhaupt interessiert.

    Es ist immerhin schon ein Fortschritt das Du nichts von wegen „braun“ und „Nazi“ geblubbert hast.

  11. Der Betriebsrat wird nicht erst gebraucht, wenn es akute Probleme gibt. In der Regel wird er schon lange im Vorfeld eingeschaltet. Er ist bei vielen gravierenden strukturellen Entscheidungen mit im Boot – schon allein, weil die „motivierenden Führungskräfte“ gerne Verantwortung abgeben. Jedenfalls dann wenn Entscheidungen zu treffen sind, die nicht so angenehm sind.
    Seltsam – wie wenig über die praktische, aktuelle Betriebsratarbeit bekannt ist.

  12. politischinkompetent

    Ein Betriebsrat dient unter anderem zur Etablierung und Pflege einer Betriebskultur im Umgang mit den Mitarbeitern, ebenso zur Pflege einer Streitkultur bei Meinungsverschiedenheiten etc. pp. Aber unsere „radikal liberalen“ bzw. „libertären“ Nebelbombenwerfer behaupten ja lieber, der Sinn und Zweck eines Betriebsrates bestünde darin, die Geschäftsführung zu ärgern, zu streiken und die Unternehmen zu „zerstören“. Na ja, was will man solchen Verblendeten noch sagen? Vielleicht, dass sie – wenn sie Glück haben – im nächsten Leben mehr als nur das Kleinhirn bekommen…

    MfG

    Daniel

  13. @ night owl, statt dich mit Daniel zu kabbeln, wäre ich an einer Reaktion auf die Beiträge über den Sinn und die Funktion eines Betriebsrates interessiert.

  14. ok.

    Ich bin kein radikaler Gegner von Betriebsrat und Gewerkschaften, habe aber große Zweifel an ihrem Nutzen für die Angestellten (eskalierte Konflikte mit dem Arbeitgeber ausgenommen). Da gibt es natürlich auch Unterschiede in den Branchen und auch zwischen den involvierten Mernschen (egal in welcher Funktion sie sind).

    Selbstverständlich bin ich da nicht frei von Vorurteilen (wobei ich ursprünglich recht „links“ war, oder das zumindest dachte, und mich heute im Kern als liberal ansehe – und in Einzelfragen auch mal libertär, konservativ oder etatistisch bin) – d.h. das ist wie sovieles auch eine emotionale Frage.

    Wie evt. schon erwähnt habe ich einen Job im Dienstleistungsbereich (ein Job, kein Beruf – zusätzlich zum Studium, und nun auch danach, über Details will ich hier nicht reden). Ich hatte immer Glück mit meinen Vorgesetzten und der Kommunikation mit ihnen – weiß aber natürlich das es auch andere Fälle gibt.
    In diesen anderen Fällen können Betriebsrat und Gewerkschaft nur zum Teil helfen – und das auch nicht zur völligen Zufriedenheit des Mitarbeiters.

    Natürlich gibt es viele Details der alltäglichen Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften von denen ich nichts mit bekomme. Wie gesagt, das ist keine klare Sache für mich.

    Und wie so oft komme ich je nach Gesprächsthema und Gesprächspartner sowohl in die Verlegenheit Betriebsräte (etwas) zu verteidigen, als auch meine Zweifel zu äußern (und da ich auch nur ein Mensch bin kann es auch sein das ich einfach mal nur polemisch ein bißchen unsachlich hetze :-) )

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