Forschungsmittel für die Energieforschung

Die Scouts der Energieriesen reisen mit vollgestopften Aktenkoffern durch Europa, weil sie vor lauter Geld kaum wissen wohin damit. Die Tresore quellen über und irgendwann kommt die Steuer. Wäre ja wenigsten ein halbwegs positiver Aspekt der unverschämten Forderungen der Energiekonzerne, wenn ein Teil davon wieder an die Menschen zurückfließen würde, denen sie die Kohle abgeknöpft haben. Da sich aber andere Länder zieren ihre nationalen Konzerne an die Deutschen zu verscherbeln, ist guter Rat teuer. Eine Methode im Rennen zu bleiben, ist ja eine alte betriebswirtschaftliche Weisheit, ist die Investition und die Innovation. Investition in Innovationen ist sozusagen der Klassiker in der Produktentwicklung und kostet die Unternehmen in der Regel viel Geld. Es kann dauern bis die Entwicklungsphase überwunden ist und ein neues Produkt anfängt Geld abzuwerfen, wenn es das überhaupt je macht. Unternehmerisches Risiko halt.

Frei nach dem Motto, selbst doof, wenn du diese Kosten alle selbst tragen musst und keiner weiß was davon, kündigen die Energieversorger Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Euro in neue Kraftwerke und Netze bis 1012 an. Gleichzeit kündigt die Regierung an, mindestens 2 Milliarden Euro mehr in Forschung und Entwicklung zu stecken. Frag sich nur woher sie dieses Geld nehmen soll. Na, da kommt auch sicher noch mehr, wie wäre es mit ein paar Steuererleichterungen für unsinnige Forschungsvorhaben? Oder Bundesbürgschaften, die das Investment absichern? Euch fällt gemeinsam sicher was ein.

Neben der unsäglichen Diskussion über Atomkraftwerke, haben die lustigen Energiekonzerne noch andere Sachen drauf. Da kündigt RWE ein Kohlendioxidfreies Kraftwerk, dass mit Steinkohle oder mit Braunkohle betrieben werden soll. Oh, dachte ich, ist es nicht so, dass Kohlendioxid in Kohle gespeichert ist und bei der Verbrennung eben freigesetzt wird, haben die ein neues Verfahren entwickelt, eine neuartige Verbrennungstechnik, geht das überhaupt. Da lese ich schon in der nächsten Zeile, dass sie planen das Kohlendioxid unter der Erde zu lagern. Ja ne klar, Schmutzfinken, immer hübsch alles unter die Erde kehren und nach mir die Sintflut. Dass es eine wirklich erfolgreiche Energiesparte gerade in Deutschland gibt, die satte Zuwächse aufweist und wachsende Beschäftigungszahlen aufweist, kommt wieder mal unter die Informationsräder.

Die feiern jetzt wieder so eine Auftaktveranstaltung, ein nationaler Energiegipfel und die Wirtschaft kann sich selbst beweihräuchern, weil sie großzügigerweise investiert, was sie sowieso tun muss, will sie konkurrenzfähig bleiben will aber so poliert man dann halt hübsch sein Image und muss sich für seine unverschämte Preispolitik nicht rechtfertigen.

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