Homöopathie – Wer heilt hat recht

Ich les es schon wieder an dieser oder jener Stelle, Homöopathie taugt nichts, alles Glaube, alles Einbildung – die Verdünnungen sind so hoch, das kann doch keiner ernst nehmen usw. usf.

Ich persönlich würde bis heute mit Cortison vollgepumpt zwischen Lungenkurorten pendeln, wenn es die Homöopathie nicht gäbe (Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir meine Medikamente heute nicht mehr leisten könnte). Eine Freundin von mir würde immer noch jährlich oder häufiger im Krankenhaus landen, weil ihre Neurodermits so schlimm war, dass sie sich Suprainfektionen auf der Haut zuzog und würde deswegen immerzu Virsusstatika schlucken müssen. Was im übrigen auch eine Folge der ständigen Cortisongaben war. Bei ihr wechselten die Rezepte für Cortision und Virusstatika sich gegenseitig ab. Eine weitere Freundin konnte vom ersten Pollen im Jahr bis zum letzten nicht auf die Straße gehen. Um nur einige Beispiele zu nennen. Es ist mir egal, ob irgend jemand heutzutage den Zusammenhang zwischen der Gabe von homoppathischen Mitteln und der Heilung bzw. der Einschränkung von Krankheiten beweisen kann. Die Schulmedizin hatte für die beiden erwähnten Freundinnen und mich keine Antworten außer vielleicht solche, die die Lebensqualität massiv einschränken und nicht unerhebliche gesundheitliche Folgeschäden, auch gerne Nebenwirkungen gegenannt, nach sich gezogen hätten. Ich bin inzwischen symtomfrei, bis auf wenige Zeiten, vor allem wenn ich erkältet bin. Die beiden Freundinnen leben inzwischen ebenfalls ohne „schulmedizinische“ Medikamente und kommen gut klar. Wenn ich mir ein Bein breche, dann hab ich nichts gegen die „Schulmedizin“, wobei sie von asiatischen Behandlungsmethoden und anderen sicher auch profitiern könnte.

Die Pharmalobby hat auch überhaupt kein Interesse daran, dass die Homöopathie und ihre Erfolge vor allem im Bereich chronischer Erkrankungen zu diffamieren. Daran lässt sich sicher so gut glauben, wie an den freien Markt und seine Selbstregulierungskräfte oder der Glaube daran, in der besten aller Welten zu leben. Komischerweise wirds nicht besser in unseren Breitengraden, ganz zu schweigen von anderne Regionen auf diesem Planeten. Ja, sicher, ist einfach noch nicht frei genug dieser Markt. Das nenne ich Kraft des Glaubens. Aber als an allergischem Astma Erkrankte, die heute problemlos mit zwei Katzen zusammenleben kann, halte ich es mit Hahnemann: Wer heilt hat recht.

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3 Antworten zu “Homöopathie – Wer heilt hat recht

  1. Sagen wir mal so: es ist ein Problem, dass die – angeblich vorhandene – Wirksamkeit homöopathischer Mittel wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden kann. Und das sollte doch der Maßstab sein (für Krankenkassen z.B.), sonst landet man bei Dr. Rath und Konsorten.

    Siehe z.B. auch hier:
    http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/

  2. Hm, da würde ich doch mal diskutieren wollen, was „Wirksamkeit“ so bedeutet. Dass Cortison nicht heilt sondern nur unterdrückt, ist bekannt, ist das wirksam? Was ist mit den Nebenwirkungen?
    Irgendwie geht mir in diesem Zusammenhang so manche Theorie durch den Kopf, mit deren Annahmen sehr wohl gearbeitet wird und Ergebnisse erziehlt werden, die aber im eigentlichen Sinne nicht bewiesen sind: Quantenphysik, Stringtheorie, Rektion-Bindungstheorie. Nur weil wir es im Moment nicht beweisen können, spricht dies nicht gegen die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln. Hätte irgendjemand im 17. Jahrhundert erzählt, dass es Lebewesen gibt, die so klein sind, dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen sind aber überall vorhanden und dass einige davon für schwere Krankheiten veantwortlich sind und die mit Schimmel (mal ganz grob gesagt) bekämpft werden können, wäre das auch nicht geglaubt worden.

    Nur weil wir den Wirkungszusammenhang nicht beweisen können, sprechen dennoch die Heilungen bzw. massiven Verbesserungen von chronischen Krankheiten dafür. Immerhin werden in diesem Land Geräte gebaut, um irgnewann ein Partikel einzufangen (Fachbegriff habe ich vergessen) und dann soll eine Hochpotenz Unsinn sein. Da komme ich nicht mit.

  3. Habe gerade eine Herzoperation hinter mir – 1000 Dank an die Schulmedizin, dass die sowas meisterlich können. Dank aber auch an die Homöopathie, die mir mit ihren Mitteln geholfen hat, diese schwere Operation gut zu überstehen. Der Erfolg homöopathischer Medikamente hängt aber weitgehend vom Können des Arztes oder Heilpraktikers ab. Ich möchte noch erwähnen, dass die Homöopathie in Amerika vor ca. 100 Jahren eine Hochblüte erlebte, in Stuttgart das Robert-Bosch-Krankenhaus von seinem Stifter als Stätte der homöopathischen Behandlungsweise eingerichtet wurde und heute Indien als Zentrum der Homöopathie gelten darf. Man muss es nicht begreifen, wie Homöopathie funktioniert. Wenn man die oft unglaubliche Wirkung an sich selbst oder in seiner Familie mal erlebt hat, wird man anfangen, nachzudenken. Viele kritische Ärzte sind gute Homöopathen geworden, als sie sich sehr intensiv mit dieser Heilmethode auseinandergesetzt hatten.

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