Heiligtümer und wilde Vögel

Früh vor 9 Uhr waren wir losgefahren. Als wir schließlich den Startpunkt der Wanderungen erreichten, goß es in Strömen aber wir wollten unbedingt los und die Götter waren uns gnädig und 10 Meter vom Auto lies der Regen nach und wartete bis wir einige Zeit später unter dem Dach des Waldes Schutz fanden.


Nach wenigen Metern erreichten wir auch schon das 2000 Jahre alte Heiligtum, dass keltischer Zeit Schutzgöttin Caiva geweiht war. Ein Inschrift datiert die Kultstätte mindestens auf das Jahr 124 n. u. Z.

Cavias Heiligtum

Cavias Tempel

PriesterInnenwohnungen

Dann geht es vorbei an einem Krater aus dem niemals Lava geflossen ist, da sich die Lava seitwärts schlug und ins Kylltal ergoß.

Trockenmaar

Links vorbei am Krater, in dem im Mittelalter Gemüse gezogen wurde, in den Wald, und den kleinen steilen Pfad hoch zu den Gerolsteiner Dolomiten, vorbei an Felsen und Höhlen in denen auch mal ein Neandertaler Zuflucht fand.

Im Wald 1

Im Wald 2

Im Wald 3

Nach einer längeren Pause in einer Schutzhütte mit weitem Blick über Gerolstein ging es zurück an Schafen und noch mehr Landschaft und einem Gruß der Befreiungsbuche auf dem „Alter Voss“ in der Ferne zurück zum Auto.

Landschaftspflegerin

Kasselburg und Befreiungsbuche

Und schließlich auf die Kasselburg. Die Sonne meldete sich pünklich kurz vor 15:00 Uhr zurück, so dass Eule, Falke, Bussard und Gänsegeier auch Lust aufs Fliegen hatten.

Uhu

Falke

Bussard

Gänsegeier

Auf der Rückfahrt lagen die Hügel im Sonnenschein

Advertisements

7 Antworten zu “Heiligtümer und wilde Vögel

  1. Das war ja eine schöne Wanderung!
    Bei Deinen Bildern vom Heiligtum hatte ich ein Déjà-vu-Erlebnis: Aber das kann es nicht sein, denn wo wir letztes Jahr waren, was genau so aussah, war weiter nördlich, bei Nettersheim, und nicht von einer Göttin Civia, sondern von römischen Matronen-Göttinnen. Eine esoterisch angehauchte Frau hielt ganz für sich ein Räucher-Ritual davor ab…
    Und Gänsegeier! Hat die Kasselburg auch so ein Greifvogel-Reservat, oder kam der aus Hellental? Sitzt der hier auf der Hand einer Falknerin? Prachtvolles Foto.

  2. Hallo Eule :-),

    da bin ich jetzt aber überfragt, dieses Heiligtum liegt unweit der Kasselburg und auf den beschreibenden Bildern war auch die Rede von einer römischen Matronengöttin. Allerdings weist eine Tafel auf die römisch-keltische Göttin Civia hin. Unzweifelhaft ist es ein Platz von großer Kraft. In späteren Jahren haben die Römer dort wohl Herkules als Gott verehrt, es wurde der Torso einer Herkulesstatue gefunden.

    Die Vögel sind aus dem Wild- und Vogelpark Kasselburg. Sehr schön gelegen, sind die Gehege der Greifvögel in die Mauern der Burg eingefügt. Die Gänsegeier haben nicht auf der Hand einer Falknerin gesessen sondern auf eigens für sie bereitgestellten Stämmen, da sie so schwer sind, bekommen sie so kurz über dem Erdboden kaum Auftrieb, weswegen der Falkner sie immer wieder auf die Stämme setze, damit sie bis zur Falknerin gleiten konnten, allerdings zumeist so tief über dem Boden, dass wir ZuschauerInnen uns sehr tief ducken mussten, um sie durchzulassen.

    Wir wollen die Wanderung noch mal machen, wenn das Wetter besser ist, denn viele Stellen, die dort wild sind und verwunschen wirken, konnten wir nicht festhalten, weil die Kamera zu nass wurde.

    Im übrigen haben wir die Wanderungen aus dem wunderbaren Buch „Orte der Muße. 12 Ausflüge zu zauberhaften Plätzen im Rheinland “ von Gerti Keller. Das Buch und die Fotos sind sehr verführerisch allerdings sind die Wegbeschreibungen mit Vorsicht zu genießen. Es hat sich gezeigt, dass wir besser immer eine gute Karte der Gegenden dabeigehabt hätten, da wir des öfteren „suchen“ mussten und uns unsicher waren, ob wir auf dem richtigen Weg sind, weil die Route als sehr einfach beschrieben wurde und die Steigungen unerwähnt blieben.

  3. In der Eifel ist ja überall irgendwelche Römik zu finden, wahrscheinlich gab es mehrere dieser volkstümlichen Heiligtümer.
    Das mit dem Gänsegeier, der vom Boden aus absolut nicht hochkommt, haben wir mal in Hellental erlebt, tat uns richtig leid, das Tier.
    Du machst ja schöne Wanderungen und schöne Bilder.
    Gute Nacht für heute.

  4. Einen schönen Guten Morgen,

    danke :-). Es macht auch Spass die Gegend dort mit viel Zeit und zu Fuß zu erkunden. Wir überlegen uns im Moment, ob wir im September uns nicht irgendwo dort für eine Woche einquatieren und dann die lästige Auto- oder Bahnfahrt sparen. Mal schaun.

    Warum Du allerdings immer in der Moderationsschleife landest, kann ich im Moment nicht herausfinden.

    LG somlu

  5. Die Bilder haben mich hier fast erschlagen, was allerdings auch an meinem Browser liegen kann, der sie nur in voller Größe öffnet und dann keinen horizontalen Scrollbalken aufbaut.
    Vielleicht schaffe ich es ja noch anders.

  6. Arne Esser

    Ja, das mit den Wegbeschreibungen ist wohl knifflig, da manche wichtigen, aber subjektiven Eindrücke einfliessen…..
    Finden wir den richtigen Weg mit Gefühl – hoffentlich wirds dann am Ort der Muße nicht hektisch……
    Probieren wir es doch noch mal mit dem Kall-Tal ??

  7. @Arne Esser, wenn ich die Informationen im Netz richtig interpretiere, ist da am Wochenende doch einiges los. Mal schaun, vielleicht gibt es ja einige interessante Caches dort. Danke für den Hinweis auf das Tal. Allerdings komme ich langsam dahinter, dass es in der Eifel so ziemlich überall wirklich schön ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s