Insolvenzrecht – weitere Möglichkeit zur Regulierung der Wirtschafts(struktur)krise?

Deutsches Insolvensrecht ermöglicht es, dass MitarbeiterInnen, die verspätete Lohnzahlungen akzeptieren, zum Kreditgeber ihres Arbeitgebers werden und vom Insolvenzverwalter zur Kasse gebeten werden können, in Höhe der letzten 3 Monatslöhne. Nachfragen bei der Politik bringt nichts, sie sind nicht zu sprechen, lediglich in einem Brief wird gesagt, dass man die Situation „beobachten“ wolle. Das alles während den Unternehmen und Banken Milliarden hinterher geworfen werden. Der Insolvenzverwalter hingegen kann nicht anders, weil er sonst Schadenersatzpflichtig gegenüber den Gläubigern wird. Ach so, laut dem verlinkten Bericht konnten die Mitarbeiter nicht kündigen, die Arbeitsagentur habe ihnen gesagt, dass sie verspätete Zahlungen akzptieren müssen ansonsten würden sie „gesperrt“ werden.
Sowas ist doch kaum zu glauben….

Also, ein Unternehmen geht pleite, zahlt verspätet Löhne, die Banken, die derzeit durch Steuergelder auch der nun arbeitslos gewordenen Mitarbeiter gestütz werden, sind jetzt auch Gläubiger (anzunehmen) der arbeitslos gewordenen Mitarbeiter, die dann einen Kredit bei der Bank nehmen müssen, die hat auch aus ihren Steuergeldern gestützt wird, usw. usf…

Gibts hier irgend jemanden, der mir das vernünftig erklären kann?

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