Ehrlich

Mo von autismuskritik macht in seiner Notiz auf einen sehr interessanten Artikel in der Zeit hin. Unter dem Schlagwort „Finanzkrise“ legen die Autoren die Karten auf den Tisch, so wie sie sie kennen und es lesen sich da interessante Äußerungen:

(…An jenem Mittwochabend luden die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister die Chefs der wichtigsten Zeitungen ins Kanzleramt, um ihnen eine Botschaft zu übermitteln. Die lautete: Wir wissen zwar nicht genau, was in zwei oder drei Wochen ist, aber würden doch sehr herzlich um Ihr Vertrauen bitten und vor allem darum, dass Sie keine schlechte Stimmung machen, denn dazu ist die Lage zu ernst…

aber lest lieber selbst: Jetzt mal ehrlich

Advertisements

7 Antworten zu “Ehrlich

  1. Ein sehr guter Artikel, in dem der Zustand meiner Meinung nach sehr gut und genau analysiert wurde. Vermutlich habe die Beiden mit ihren Annahmen und Prognosen Recht. Wobei ich dieser Aussage…

    „…die Arbeitslosigkeit würde steigen – weit über 5 Millionen Menschen allein in Deutschland. In der Euro-Zone müssten Länder wie Deutschland oder Österreich den Pleitekandidaten Spanien oder Irland beispringen…“

    .. wiedersprechen möchte.
    Zum Einen dürfte wir in Deutschland die 5 Millionenmarke bei den Arbeitslosen noch längst nicht unterschritten haben. Auch wenn uns die Politik das weiß machen will. Und zum Anderen wage ich mal zu bezweifeln, dass Deutschland oder Österreich im Fall der Fälle in der Lage sein dürften anderen Ländern finanziell aus der Klemme helfen zu können.

  2. Nun ja, es ist ein Anfang, dass die Arbeitslosenstatistik gefälscht ist, ist doch klar, ich denke mal, wenn wir offziell die 5 Mio Marke erreicht haben, nähern wir uns dann realiter der 10 Mio Marke.

  3. Davon kann man ausgehen. Real gesehen dürfte die Zahl derer, die nicht in einem sozialversicherten Arbeitsverhältnis stehen zirka doppelt so hoch sein, wie es uns die offiziellen Zahlen weiß machen wollen.
    Im übrigen solle man einen weiteren Zeitartikel http://www.zeit.de/2009/06/Ende-der-Globalisierung gleich im Anschluss zu dem Ersten lesen.

  4. Och neben denen gibt ja auch die in Maßnahmen geparkten, vor allem wenn sie unter 25 sind, da werden die quasi von Maßnahme zu Maßnahme verfrachtet, so bleibt die Zahl für die Jugendarbeitslosigkeit schön niedrig.

  5. In der Euro-Zone müssten Länder wie Deutschland oder Österreich den Pleitekandidaten Spanien oder Irland beispringen…
    huebsche nationalistische stimmungsmache. erst erwuergt deutschland mit seiner wirtschaftlichen uebermacht und lohndumping die mit-eurolaender, um sich dann darueber zu beschweren, ihr begraebnis zahlen zu muessen. dazu ein .
    und oesterreich – als grossglaeugiger diverser suedosteuropaeischer neu-eu staaten – duerfte ausreichend mit sich selbst beschaeftigt sein als dass es jemandem „helfen“ koennte.

  6. ups, sorry, da ist mir wohl das verlinken schiefgelaufen…

    der link geht auf ein heiner-flassbeck-interview in junge welt und bezieht sich auf den ersten teil des kommentars.

    ich werd dann wohl mal noch bissel linken ueben gehen ;-)

  7. ok und fuer die praxis des verlinkens noch ein – m.e. exzellenter – hintergrundartikel zum thema finanz- und wirtschaftskrise

    Angesichts eines im atemlosen Tempo voranschreitenden Zerfalls des in den letzten drei Dekaden errichteten internationalen Finanzsystems ist allenthalben eine hektische Suche nach den Ursachen für diese Entwicklung ausgebrochen. Diese werden oftmals in der mit der Liberalisierung einhergehenden neoliberalen Deregulierung und der Expansion der Finanzmärkte verortet. Der vorliegende Text sieht hingegen bereits die Genese des Neoliberalismus – mitsamt der von den Finanzmärkten dominierten Ökonomie – als die Folge einer fundamentalen Krise des Kapitalreproduktion in der realen, warenproduzierenden Wirtschaft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s