Vereinzelungsfetisch

Fetisch “Individualismus”

Das Muster dieses neoliberalen Rassismus ist einfach: Die Individuen werden beschuldigt und die beschuldigten Individuen zu Gruppen zusammengefasst, die man dann als besonders verwerflich und minderwertig herausstellt. Die davon Betroffenen müssen übrigens keine Ausländer sein. Das dem zugrunde liegende Menschenbild ist ein religiöser Individualismus, der die bestehenden Verhältnisse für jeden Einzelnen zum selbst gewählten Schicksal verklärt.

Typisch für diese Haltung ist neben der Schuldzuweisung an Einzelne mit bestimmten Merkmalen (Türken, Arbeitslose, Linke), daß es bei diesem „Erklärungsmuster“ bleibt und Lösungen für die Probleme im Hintergrund nicht einmal diskutiert werden. Es sind die Verlierer und Kritiker der Leistungsträgerschaft, die mit der Universalkeule geprügelt werden: Eigenverantwortung. Selber schuld!

Quelle

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2 Antworten zu “Vereinzelungsfetisch

  1. Bisschen unter dem Niveau Deines Post’s – vielleicht für den Einen oder Anderen doch bedenkenswert. Hab‘ ich ‚mal im Radio aufgeschnappt, sinngemäß:

    „Der Individualismus äußert sich unter anderem im Geruch des Menschen. Man duscht täglich und parfümiert sich dann mit YSL!“

    Das Sprichwort: „Ich kann den nich riechen!“ bekommt einen völlig anderen Sinn!

    Nur so … als Anmerkung zum Individualismus … heut‘ zu Tage!

    Allerbeste Grüße

    PS.: Individualismus iss .. wenn man überall unangenehm auffällt, oder?

  2. Novemberkind

    Du erinnerst dich sicher, wie lange ich schon auf das neue Feindbild – das als „Untermensch“ zu bezeichnen sich diese neuartigen „Faschos“ bloß nicht wagen – hinweise.
    Diese hochgradig pervertierte Spielart des Hasses-auf-alles-was-anders-ist, ist das eigentlich de-maskierende Nebenprodukt einer rücksichtslosen Geistes- und Lebenshaltung, weil es sich bei den geistigen Urhebern selbst sicherlich noch am deutlichsten zeigt. Gewaltexzesse, Perspektivlosigkeit und dergleichen, sind dann auch nur noch bloße Symptome, Anzeichen für die Anwesenheit von etwas Schädlichem.

    Dazu passt auch Vogel’s Anmerkung, die mich zwar zuerst an die Schriften von Hans A. Pestalozzi erinnert, der diese Art der Ablehnung (und zugleich Verheimlichung) einer eigenen, natürlich auch im Eigengeruch manifestierten, Persönlichkeit auch gerne kritisierte.

    Aber hier fällt mir dazu noch eher ein Beispiel aus dem Tierreich ein. Ich glaube es war bei den Biene, wo es einem cleveren Schmarotzer nur gelingt zu überleben weil er den Geruch des jeweiligen Volkes annimmt. Auf der Suche nach einer Quelle fiel mir dann aber etwas anderes in den Schoß. In diesem Text über Bienen (http://de.encarta.msn.com/text_761557794__1/Bienen.html) findet sich der folgende, definitionsgebende Satz: „Sozialschmarotzer sind Bienen, welche die einheimische Königin töten und die Arbeiterinnen zwingen, den Nachwuchs der Schmarotzerbienen aufzuziehen.“ Hmmmm, mal nachdenken… wessen Folgegeneration wird denn zur Zeit noch weiter abgesichert……..

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