Boykott von BP/ARAL

Erinnert sich noch wer an Texaco? Die heißen heute Dea, denn der damalige Boykott hat denen tatsächlich weh getan. Und mit Shell war auch mal was. Bin grad zu faul zum Recherchieren.

Aber eines weiß ich, Aral/BP Tankstellen werden von uns nicht mehr angefahren. und ich finde da sollten mehr mitmachen. Angeblich sammeln sich die Boykotteure bei F*cebook, da habe ich keinen Account und werde mir auch keinen anlegen.

Es ist mir klar, dass dies höchstens symbolisch zu verstehen ist, ist ja mehr als wahrscheinlich, dass die anderen keinen kriminellen Dreck produzieren. Dennoch diese Katastrophe im Golf von Mexiko ist schwer erträglich. Es ist schwer erträglich, dass die Verantwortlichen aller beteiligten Firmen nicht vor die Kameras treten und sich bei den Menschen auf dieser Welt entschuldigen für diesen Supergau. Die Folgen dieser Katastrophe, die BP voll zu verantworten hat, betrifft den gesamten Planeten. Nein, sie kippen auch noch supergiftigen Scheiß ins Meer, damit das Erdöl im Meer bleibt und keine hässlichen Bilder von verseuchten Stränden verursacht und irgendwie klüngeln da irgendwelche Aufsichtsräte von BP und dem Chemiekonzern, der die giftige Brühe herstellt. Die nutzen ide Situation echt aus, um sich Kohle zuzuschieben. Übel, so übel ist das. Un schämen sollen die sich. Reue und Scham und Demut fehlen hier unbedinft. Wenn das Loch nicht zu schließen ist, wird es wirklich dunkel in unseren Meeren und Wassersystemen und der oft zitierte Krieg um sauberes Wasser und Lebensmittel wird viel früher beginnen als wir alle bisher hofften. Für Millionen von Menschen auf diesem Planeten ist Fisch das Hauptnahrungsmittel.

Ich kann überhaupt nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.

Also dann nun:

Boykottiert alle BP und Aral-Tankstellen. Nutzt eure Macht als Konsumentinnen und Konsumenten diesem, meiner Meinung nach, kriminellen Konzern zu zeigen, dass sie sich nicht alles erlauben können und es einfach so weitergeht.

15 Antworten zu “Boykott von BP/ARAL

  1. Isch ‚abe gar kein Auto ;-)

    Kleiner Tipp zur eigenen Recherche …

  2. Fährst du nie irgendwo mit? Ich selbst habe auch kein Auto, nicht mal einen Führerschein, aber ich setze mich auch für Menschen ein, die ein gänzlich anderes Leben leben als ich, deiner Logik folgend das lassen? Wie auch immer. Die Welle läuft schon.

  3. %%% Fährst du nie irgendwo mit? %%%

    Ich habe schon tausendmal versucht „meine Fahrer“ zum Spritsparen zu bewegen. Fehlanzeige. Die sind so fest verhaftet in ihrem Ich-will-so-bleiben-wie-ich-bin-Denken, da bleibt mir mittlerweile die Spucke weg …

  4. Kenne ich, ich fahre recht häufig mit sojemanden, die völlig kritiklos in der Warenwelt verhaftet ist. Sie tankt gerne Aral, weil das angeblich das besser Benzin ist. Nutzt das Punktesammeln weidlich aus und hat sich bitter bei mir beschwert, dass sie nicht mehr die billigsten Knasteier im Lidl kaufen kann, wo sie doch kein Geld habe. Das ist manchmal wirklich schwer auszuhalten für mich. Sie hat studiert, arbeitet prekär, wohnt lieber in ordentlichen Stadtteilen mit geringem Ausländeranteil, weils da sicherer ist. Und sie fährt lieber ins nahe gelegene Einkaufszentrum, als mit der Bahn in die Stadt, weil sie dort kostenlose Parkplätze vorfindet. Sie führt mir vor Augen, was ich unter dem durchschnittlichen Einwohner verstehe.

  5. %%% Sie führt mir vor Augen, was ich unter dem durchschnittlichen Einwohner verstehe. %%%

    „CDU-Wählerin“ hast Du noch vergessen. ;-)

  6. ne, ich bin mir sicher, dass die die Grünen wählt. Was ja in Anbetracht der Entwicklung der Grünen komplett Sinn macht. Also statt CDU.

  7. Mir scheint das viel zu kurz gedacht: BP und die Ölkatastrophe/n sind imho nur die Symptome des Problems: es wird zu viel Sprit – und der auch noch möglichst billig – ge- und verbraucht. Beim nächsten Mal mag es Shell (Brent Spar), Esso (Exxon Valdez) etc. sein. Die Ursache ist die schiere Gier nach Sprit und diese lässt die Unternehmen eigentlich kaum vertretbare Risiken eingehen…

  8. Ich schrub ja oben, dass dies nur symbolisch verstanden werden kann. Was zum Thema Einschränkungen habe ich ja an anderer Stelle schon geschrieben.

  9. Klaro, Somluswelt, kann es erst mal helfen, wenn man boykottiert. Wenn die Unternehmen es merken, dass den Kunden sowas wichtig ist… andererseits schichtest du damit nur um, von einer Dreckschleuder auf die andere. Wenn du nun sagen würdest (bzw. „man“): ich kann diese Umweltzerstörung wegen des Ölabbaus nicht mehr mittragen und fahre ÖPNV, Rad…, das würde den Konzernen viel mehr weh tun. Außerdem: wird sich in einem halben Jahr noch jemand an diese Katastrophe erinnern?

  10. Ich nehme an mal an, dass dein „Tonfall“ auf den Frust über die Situation zurück zu führen ist.

    Nur mal zur Klarstellung. Ich habe nicht mal nen Führerschein, wenn ich also autofahre, fahre ich mit.

    Aber wenn du das schon ansprichst, wie ist das so? Hast du Fleecepullis, Funktionkleidung und dergleichen im Kleiderschrank? Denkst du darüber nach, wenn du neue Ablagekörbe, Ordner, Kulis, Hefter usw. kaufst, dass der normale billige Kram aus Material besteht, dessen Ursprung Erdöl ist? Wie sieht es aus mit Haarwaschmittel – Silikonfrei? Deine Seife – Pflanzenprodukt oder so ein flüssiges silikonhaltiges Zeug in Kunststofflasche? Kaufst du nur Getränke in Glasflaschen?

    Also, bitte erst fragen, dann stänkern, Danke

    Ein öffentlichkeitwirksame Kampange gegen BP hätte problemlos auch zur Aufklärung über die Durchdringung unseres Alltages mit Erdöl verwendet werden können. Aber so, gebe ich dir recht, erinnert sich in einem halben Jahr kaum jemand daran und ehrlich, auch aktuell scheint diese globale Katasthrophe kaum einen Stellenwert zu haben.

  11. Somluswelt, entschuldige bitte vielmals, wenn mein Ton grob erscheint. Das sollte es auf keinen Fall!
    Ich nehme an, dass du dich stärker angesprochen fühlst, als beabsichtigt war. Mit anderen Worten: vielleicht klingt es besser, wenn in meinen Kommentaren die „du“s durch „man“s ersetzt werden…

    Selbstverständlich hast du Recht, wenn du auf Fleece und anderen Ölverbrauch verweist. Es wird ganz sicher viel zu viel Öl auch in anderen Bereichen verschleudert, besonders Verpackungen vergisst man viel zu oft. (Es heißt ja, dass beim Recycling doch oft nur minderwertige Ware entsteht…) Insgesamt muss der Verbrauch von Öl heruntergefahren werden, in allen Bereichen, sodass nur noch dort Erdöl verwendet wird, wo’s gar nicht anders geht.

  12. Mario H, okay, das mit dem Tonfall tut mir auch leid, bin wohl etwas empfindlich im Moment, da mir das Thema ziemlich zusetzt. Bei als ob leben drüben, wird das alles ausführlicher diskutiert.

    Dazu kommt noch dieser ganze wahnsinnge Kram unserer Bundesregierung, vor dem ich teilweise fassungslos stehe und mich echt frage, wohin die Reise denn noch so gehen soll. Und es ist ja derzeit auch egal in welchen Bereich man so schaut. Total irre.

    Alles andere als witzig.

  13. Alles klar, Somlu, Missverständnisse sind dazu da, ausgeräumt zu werden.

    Normalerweise lässt mich die Umweltpolitik der Regierungen auch immer (sehr) sprachlos zurück – dieses ganze Unvermögen oder besser gesagt, diese ganze Unlust, zu lernen. Dieses „wir haben keine Ahnung, was wir mit gebrauchten Brennelementen anfangen können, aber bauen immer schön weiter AKW“. Dieses „die Industrie sagt, Gentechnik ist sicher, also erlauben wir es – mögliche Folgen sind die Probleme möglicher Nachfahren“. Wir rasen mit Höchstgeschwindigkeit auf den Abgrund zu, aber unsere Kinder müssen zusehen, wie sie überleben.
    Vielleicht habe ich einfach resigniert vor soviel Dummdreistheit.

    Andererseits ist es nachvollziehbar, wenn man egoistisch genug ist: schließlich wird das Geld heute ausgegeben, von den Sachen „profitieren“ aber unsere Nachfahren…

  14. Mich macht nicht nur die Umweltpolitik sprachlos. Ich bin echt fassungslos über die Haltung unserer PolitikerInnendarstellerInnen. Ich grübele über einem offenen Brief. Klar, die Reichweite meines Blogs ist eher mäßig aber irgendwie.

  15. Little Bird

    Hallo,
    es ist schön, festzustellen,dass ich nicht allein mir diese Gedanken mache. Das Problem ist: der Mensch ist bequem! Wenn wir etwas ändern wollen in Sachen Ölverbrauch, müssen wir uns Gedanken machen und viel wichtiger vor allem, auch etwas tun. Ich kaufe z.B. Bio-Kosmetik und Naturseife u. Haarwaschmittel. Es ist halt teurer, aber das ist`s mir wert. Auto fahre ich nur, wenn`s garnicht anders geht, z.b. für den Getränkekauf. Für schlechtes Wetter besitze ich gute Regenkleidung ( wobei die sicherlich auch auf Erdöl basiert, aber die kauf ich nur einmal).
    Ich merke selber wie schwierig es ist sein Verhalten zu ändern, aber wenn viele einen kleinen Beitrag leisten hilft`s ja auch. Ein großes Problem ist, dass die Politik nicht wirklich hilft, da das mittlerweile nur noch konzerngesteurt ist. Aber ein Boykott von Aral BP wäre schon gut, einfach um zu zeigen dass wir uns nicht alles gefallen lassen.

    Wir müssen weiter kämpfen!

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