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Gut in der Schule – Privilegien und Meritokratie

Mir wird klar, dass meine durchweg guten Leistungen in Schule und Studium wahrscheinlich die Folge meiner Privilegien sind, die hielten mich alle für „gut“ (bei meinen Voraussetzungen) also war ich gut. Ganz ohne Anstrengung. Wäre Anstrengung bewertet worden, hätte ich ch wirklich miese Noten bekommen müssen.

Denn wirklich anstrengen musste ich mich für meine Noten nie, hatte auch eher ein latent schlechtes Gewissen und war auch immer mal überrascht, wenn dann eine sehr gute oder gute Note rauskam.

Interessanterweise konnte ich das durchschnittliche „gut“ auch nie richtig überwinden, selbst wenn ich mich mal anstrengte. Ich erinnere mich noch an ein Referat in der 12ten, dafür wältze ich in Unibibs Forschung und Ergebnis: gut. Ich erinnere mich auch noch, dass ich mich über das sehr gut eines Mitschülers wunderte, der weit weniger Anstrengung aufgebracht hatte.

Diese Verstrickung in Privileg und Meritokratie, schon krass.

(Getwittert)

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Die Anderen

Ich habe, wie so oft en passant was getwittert, dass ich gerne als Gedanke festhalten will also ab sofort die neue Kategorie hier im Blog: getwittert:

Die Doku, die grade auf ZDF Info läuft, sagt, dass die Rechten mehr werden, weil rechte Parteien gesellschaftsfähig wurden, erwähnen  aber nicht, dass die etablierten Parteien soweit rechts gerutscht sind, dass sie diese rechten Parteien gesellschaftsfähig gemacht haben, und zunehmend Positionen als linksradikalt gelten, die vor 30 Jahren schlicht sozialdemokratisch waren. Insofern haben CDU/CSU/SPD/GRÜNE da eine Mitverantwortung für diese Entwicklung, egal welche wohlffeilen Worte die Mitglieder im Angesicht von NSU/Breivik et al. finden.

Ich glaube, dass viele Menschen ihre eigene Position nicht hinterfragen müssen und deswegen leider oft blinde Flecken haben, es ist schon auch ein Teil der Story, dass die „Rechten“ immer die „Anderen“ sind, so immunisiert sich die „Mitte“ gegen die Erkenntnis, dass sie die Rechten mittragen.
(Getwittert)