Schlagwort-Archive: einbildung

Wege aus der Krise?

Im Kölner Stadtanzeiger gibt es eine Reihe mit dem Titel: Wege aus der Krise.

Irgendwie ist es doch immer das gleiche, die Krise hat uns noch nicht mal richtig erreicht, wir sind noch lange nicht damit fertig, die Ursachen zu sehen und schon wollen wir weg. Das klingt so schön optimistisch und ermutigend und banalisiert die Situation um jeden Preis. Das ist wohl dieser psychologische Effekt, wenn ich emotional wohin kommen, wo es sich nicht gut anfühlt, verfalle ich schnell in Akionismus und beschäftige mich damit, wie ich das schnell wieder los werde.

Da habe ich schlechte Nachrichten für die Nation(en). Wie auch beim Einzelnen, kann man nichts neues subtaintelles aufbauen, wenn man das bisherige nicht anschauen und nur loswerden will. Das bedeutet den zweiten Schritt vor den ersten machen und damit setzen wir dann alles Neue wieder auf Sand.

3 Jahre Hartz IV

Die Zusammenlegung der früheren Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur
Grundsicherung für Arbeitsuchende ist erfolgreich. Drei Jahre nach
Einführung der Reform zeigt sich ein eindeutiger Abbau der
Arbeitslosigkeit. Insgesamt ging die Zahl der Arbeitslosen in den
letzten drei Jahren um 1,7 Millionen auf 3,5 Millionen zurück. Die Zahl
der Langzeitarbeitslosen sank allein in den letzten zwei Jahren von
knapp 3 Millionen auf 2,3 Millionen. Dazu erklärt Detlef Scheele,
Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales: „Auch die
Langzeit-arbeitslosen und ihre Familien profitieren von den Reformen und
der guten Wirtschaftslage. Vorrangig bleibt also die Integration in den
Arbeitsmarkt.“

(Quelle: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Bundesagentur für
Arbeit und der Deutsche Städtetag ziehen eine Bilanz zur Grundsicherung
für Arbeitsuchende (SGB II))

Sie müssen ja glauben, dass ihre gefakten Zahlen auf das SGBII zurück zu führen sind. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich drüber lachen.