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Heute

Was auf der Startseite von hingegangen.mobi steht, trifft absolut zu. Hier kreist ständig einer oder mehrere Hubschauber übers Haus, niedrig genug, dass ich eine Veränderung der Druckverhältnisse spüre. Vor der Messe und an anderen Punkte stehen nicht nur Absperrungen, diese sind darüber hinaus auch noch mit Natodraht verstärkt. Alles im allem eine ziemlich düstere Angelegenheit.

Heute war es recht stürmisch gegen Abend. Einige Böen waren so heftig, dass ich schon ernsthaft darüber nachdacht, die Kästen auf dem Balkon zu sichern. Wäre doch eine schöne Variante, wenn denen ihre Veranstaltung wortwörtlich um die Ohren fliegen würde, leider hat der Wind inzwischen nachgelassen.

Ich frage mich ja schon, ob man morgen überhaupt noch bis zu den Sammelpunkten durchkommt.

Mein Problem ist, dass ich zwar jede Menge Leute kenne, die gegen die Veranstaltung von ProKöln sind aber die wenigsten gehen hin, weil sie Angst haben. Sie übersehen dabei, dass es für alle sicherer ist, je mehr kommen.

Nach dem Pro Köln „Kongress“

Ich habe mich in den vergangenen Tagen durch unterschiedlichste Blogs und online gestellten Artikel gelesen, die sich zu den Vorgängen in Köln geäußert haben.

Es scheint einigen nicht klar zu sein, was sich hier in Köln abspielt. Die sogenannte Bürgervereinigung Pro Köln benutzt den geplanten Bau einer großen Moschee in Köln Ehrenfeld, um Stimmung gegen Menschen mit islamischer Religionszugehörigkeit zu machen. Sie machen die geplante Moschee zum Symbol einer Kampagne, die sie unter dem höchst merkwürdigen Stichwort “Islamisierung” zusammenfassen. Sie behaupten von sich für eine schweigende Mehrheit der bürgerlichen Mitte zu sprechen. So ist es von einen ihrer Häuptlinge sogar explizit ausgesprochen worden, dass man mit dem Thema “Islamisierung” gezielt breitere Gruppen ansprechen kann, da seit 2001 diffuse Ängste und Unsicherheiten in einigen Bevölkerungsgruppen vorliegen, die man nur aufgreifen braucht. Sie gebärden sich konservativ arbeiten aber eng mit Rechtsradikalen und Neonazis zusammen. Weiterlesen

Köln am Samstag

Ich bin ja immer hin und her gerissen, prinzipiell sollte man solche Pappnase, wie die sogenannte Bürgerbewegung Pro Köln ignorieren und gut beobachten. Sie wollten ein Jahrhundertereignis und wenn wir ehrlich sind, sie haben es bekommen, auch wenn sie es sich sicherlich anders vorgestellt haben.

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir gestern gegen 10:00 Uhr los. Eigentlich wollten wir über die Deutzer Brücke laufen, zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass die Deutzer Brücke auch für Fußgänger gesperrt war. In der Deutzer Freiheit zogen sich hinter ein paar Autos eine handvoll Jugendlicher um und legten schwarze Klamotten an. Auf der großen Kreuzung standen dann so 50 schwarz gekleidete und schubsten Absperrgitter auf die noch verbliebene Fahrbahn. Die Atmosphäre war eher gemäßigt aber wer wusste schon was noch kommt, also sind wir zur Stadtbahn zurückgelaufen und dann von der Poststraße zum Heumarkt gelaufen.

Dort wurden noch die Leute, die zu den Blockadepunkten wollten, organisiert. Die große Bühne für das Arsch huh Konzert stand schon. Wir sind dann weiter zum Roncalliplatz. Dort kamen wir nach 11 Uhr an, dort wurden noch die letzten Reden gehalten und die Demo ging los. Alles soweit friedlich, bunt die Stimmung eher fröhlich.
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