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Nach dem Pro Köln „Kongress“

Ich habe mich in den vergangenen Tagen durch unterschiedlichste Blogs und online gestellten Artikel gelesen, die sich zu den Vorgängen in Köln geäußert haben.

Es scheint einigen nicht klar zu sein, was sich hier in Köln abspielt. Die sogenannte Bürgervereinigung Pro Köln benutzt den geplanten Bau einer großen Moschee in Köln Ehrenfeld, um Stimmung gegen Menschen mit islamischer Religionszugehörigkeit zu machen. Sie machen die geplante Moschee zum Symbol einer Kampagne, die sie unter dem höchst merkwürdigen Stichwort “Islamisierung” zusammenfassen. Sie behaupten von sich für eine schweigende Mehrheit der bürgerlichen Mitte zu sprechen. So ist es von einen ihrer Häuptlinge sogar explizit ausgesprochen worden, dass man mit dem Thema “Islamisierung” gezielt breitere Gruppen ansprechen kann, da seit 2001 diffuse Ängste und Unsicherheiten in einigen Bevölkerungsgruppen vorliegen, die man nur aufgreifen braucht. Sie gebärden sich konservativ arbeiten aber eng mit Rechtsradikalen und Neonazis zusammen. Weiterlesen

Köln am Samstag

Ich bin ja immer hin und her gerissen, prinzipiell sollte man solche Pappnase, wie die sogenannte Bürgerbewegung Pro Köln ignorieren und gut beobachten. Sie wollten ein Jahrhundertereignis und wenn wir ehrlich sind, sie haben es bekommen, auch wenn sie es sich sicherlich anders vorgestellt haben.

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir gestern gegen 10:00 Uhr los. Eigentlich wollten wir über die Deutzer Brücke laufen, zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass die Deutzer Brücke auch für Fußgänger gesperrt war. In der Deutzer Freiheit zogen sich hinter ein paar Autos eine handvoll Jugendlicher um und legten schwarze Klamotten an. Auf der großen Kreuzung standen dann so 50 schwarz gekleidete und schubsten Absperrgitter auf die noch verbliebene Fahrbahn. Die Atmosphäre war eher gemäßigt aber wer wusste schon was noch kommt, also sind wir zur Stadtbahn zurückgelaufen und dann von der Poststraße zum Heumarkt gelaufen.

Dort wurden noch die Leute, die zu den Blockadepunkten wollten, organisiert. Die große Bühne für das Arsch huh Konzert stand schon. Wir sind dann weiter zum Roncalliplatz. Dort kamen wir nach 11 Uhr an, dort wurden noch die letzten Reden gehalten und die Demo ging los. Alles soweit friedlich, bunt die Stimmung eher fröhlich.
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Das Wochenende in Köln

hat ja schon begonnen, wer aktuelle Infos sucht, findet sie im Infoticker

Update

Wenn ich mir den Artikel des Kölner Stadtanzeigers so durchlese, ergibt das doch ein recht interessantes Bild. Irgendwo laufen einige hundert Faschso durch die Stadt, haben keinen Schlafplatz, kriegen nix zu trinken und die Taxi nehmen sie auch nicht mit. In der Kölner Lokalzeit wurde schon gelästert gefragt, ob statt der erwarteten 1500 Faschos auf dem Heumarkt morgen nur mit 150 zu rechnen sei.

Auch macht die Situation der Kongressteilnehmer auf den Rhein den Eindruck, dass sich die Polizei nicht unbedingt angestrengt hat, die aus ihrer Misere zu befreien.

Eine gewisse Schadenfreude kann man aus den unterschiedlichen Berichterstattungen schon rauslesen.

Ich hoffe, den 6 festgenommenen GegendemonstrantInnen sind wieder auf freiem Fuß und haben alles unbeschadet überstanden.

Dann wäre da noch einiges zu den Geschmacklosigkeiten der Neocon-Blogger zu sagen aber ehrlich, da schließe ich mich mal den Kölner Kabarettisten an, die „Ansammlung Vakuum“ ignoriere ich lieber weiter.