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Liebe Freundinnen und Leserinnen dieses Blogs

Es ist hier ja derzeit sehr ruhig. Das liegt unter anderem auch daran, dass ich sehr viel zu tun habe. Was ja auch gut ist. Allerdings lese ich noch viel an anderer Stelle mit und damit komme ich auch zum Thema dieses Artikels.

Mein Blog ist sicherlich kein explizit feministisches Blog. Während ich mich sehr wohl als solche sehe und bezeichne und als solche bin ich sauer über den alltägliche Sexismus in vielen Blogs, das allgemeine Feministinnenbashing und die Verallgemeinerungen über Feministinnen. Ich werde davon nichts verlinken, denn das, was mir da übel auf stößt, taucht immer mal wieder auf und es sind eher die Kleinigkeiten, die mich da aufregen. Was eigentlich schade ist, einige der Blogs, die meinen Ärger auf sich gezogen haben, werden von eigentlich recht verständigen Männern geschrieben. Aber es scheint irgendwie wohl zum guten Ton zugehören, immer mal wieder darauf hinzuweisen, dass ja Feministinnen sich lächerlich, unglaubwürdig, was weiß ich nicht alles machen, weil entweder ist das alles eh Quatsch oder übertrieben oder selbst schuld oder wie beschränkt die Argumentation auch immer sein mag. Das alles natürlich von ausgewiesenen Experten der Materie. Wobei sich dieses Expertentum meist auf die Anerkennung des weiblichen Geschlechts als existent beschränkt. Nicht mehr dort mitzulesen würde mich selbst zu sehr beschränken. Um all diesen Mist entsprechend in den jeweiligen Kommentarbereichen zu diskutieren, dafür fehlt mir schlicht die Zeit und es ist auch müßig, meist fruchtlos und in vielen Fällen vollkommen sinnlos.

Weil das alles so ist und weil ich genug habe, wird es ab sofort eine grundlegende Änderung hier geben. Weil ich keine Lust habe die Themen in meinem Blog groß zu ändern und weil ich von Haus aus, neben vielem anderen, eine Linguistin bin, bezieht sich diese Änderung auf die Sprache in diesem Blog:

Ab diesem Beitrag werde ich alle Beiträge hier im generischen Femininum verfassen. Das ist mein kleines Gegengift für die Selbstverständlichkeiten mit denen sich die Frauen so herum schlagen dürfen. Mir reicht es nämlich! Was haben sich Frauen schon mit Vorschlägen für eine Sprache, die beide Geschlechter berücksichtigt, angestrengt und haben in nicht wenigen Fällen im besten Fall Unverständnis und im schlimmsten Hohn und Spott kassiert. Hier in diesem Blog wird es ab sofort so sein, dass ich mich überhaupt nicht mehr anstrengen werde, beide Großgruppen in unserer Gesellschaft angemessen sprachlich zu berücksichtigen.

Es ist auch überhaupt nicht böse von mir gemeint und natürlich schließe ich damit niemanden aus. Wer von meinen Lesern sich zukünftig seltsam fühlt, wenn er hier mit liest, es tut mir Leid aber eine ausgewogene sprachliche Berücksichtigung beider grammatischer Geschlechter macht Texte einfach zu unleserlich, lang und kompliziert. Ihr alle seid herzlich eingeladen, euch mit gemeint zu
fühlen. Für mich ist es einfacher.

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Bullshitbingo und Schwurbel

Ohne Namen nennen zu wollen, aber das was sich so in einigen Blogs abspielt, lässt mich zu dem Schluss kommen, dass es sinnvoll wäre, jedem Studenten und jeder Studentin zu Beginn ihres Studiums eine Kompendium von Wolf Schneiders Büchern zukommen zu lassen.

„Endweder strengt sich der Autor an oder der Leser“ (frei nach Wolf Schneider)

Ich werde den deutschen Anspruch an LeserInnen „wenn du es wirklich wissen willst, strengst du dich an beim Lesen!“ nie verstehen. Schließlich meinen Menschen, die veröffentlichen, dass sie auch etwas zu sagen haben, also bitte warum nicht so, dass es auch verständlich ist.