Bild

Rosmarin

Blühender Rosmarin

Frühlingsurlaub

Ja, das hatten wir uns so gedacht, also das mit dem Frühling aber es ist doch dann ein Winterurlaub geworden. Hier ein paar Impressionen.

Am ersten Tag schien noch die Sonne und wir entschieden den Tierpark Sababurg zu besuchen:

Adler4

Adler1

Wellensichtiche2

Die Sababurg, die lange verfallen im Reinhardswald lag, gilt als Burg, auf die sich das Dornröschenmärchen bezieht:

Blick auf die Südseite

Sababurg

Blick auf die Nordseite

Winter an der Sababurg

Nahe bei der Sabeburg, liegt ein kleines Stückchen Wald, dass seit 1907 nicht mehr bewirtschaftet wird und sich selbst überlassen ist:

Urwald21

Urwald18

Urwald7

Urwald2

Am Freitag versuchten wir dann noch eine längere Wanderung, es war bitterkalt:

Wanderung2

Wanderung5

Diese beeindruckende Eiche mit einem Umfang von 8.5 Meter mussten wir natürlich auch noch aufsuchen:
Gerichtsgseiche9

Alles in allem war es ein schöner Kurzurlaub, wir haben nur beschlossen, in ein oder zwei Jahren das ganze zu wiederholen, allerdings im Mai oder so.

Schöne Ostern

Osterkorb3

(die Ostereier zum Nachfalten findet ihr >>hier und den Korb >>hier)

Queer – Gender – Identität

Bevor ich das wieder in den Tiefen des Netzes verliere, verlinke ich es lieber. Mir geht es dabei vor allem um den dritten Beitrag von Tove Soiland, ich finde ihre Einwände zumindest mal bedenkenswert:

Queer, flexibel, erfolgreich. Haben dekon­struktivistische Ansätze den Feminismus entwaffnet?
Ich bin mir noch nicht schlüssig über das dort gesagte, werde es wohl noch mal anhören und weiter nachdenken

Ein wichtiges Thema

Narzissmus und Gesellschaft

via Humanistin

Die links-alternative Erziehung

Gestern Vormittag habe ich mir den, wie so oft, ausgezeichneten Podcast von heiterscheitern* angehört. Maj, Steff und Laufmoos ranten dort über ein heteronormatives Projekt, das neben der krassen Ignoranz gegenüber nicht cis-heterosexuellen Familien auch einige Punkte über deren Vorstellung zu Kindererziehung widerspiegelt, die bei mir ziemliche Übelkeit ausgelöst haben. Schockiert habe ich wahrnehmen müssen, dass die heutigen “links-alternativen” Eltern, zumindest die, die für den im Podcast erwähnten Reader verantwortlich zeichnen und die damit ja auch einen Überblick über die aktuelle Situation abgeben wollen, keinen Deut irgendwas durchgearbeitet haben oder verstanden haben, was Kinder angeht.

Was mich so schockierte, war die Stelle, wo das Kinderbild dieser Menschen deutlich wurde. Es behauptet, dass Kinder bis in die Pubertät keine Identität haben. Und dass sie durch den “Feind” beeinflußt werden und von den Eltern beigebogen bekommen sollen, was richtig oder falsch ist. Maj, Laufmoos und Steff regen sich zu recht darüber auf und ich rege mich darüber auf, weil ich das so gut kenne. So gut, dass es mir beim Zuhören anfing körperlich schlecht zu werden.

Ich bin 1968 in Frankfurt geboren, meine Mutter studiere zu dieser Zeit und mein Vater ging Arbeiten und kümmerte sich, neben haufenweise Bekannter und entfernter Verwandter, um mich. Meine Mutter war voll involviert in das, was heute als die 68′er Bewegung bezeichnet wird und sehr stolz darauf einen Mann aus der Arbeiterklasse geheiratet zu haben. Sie hatte auch ein paar sehr konkrete Vorstellungen über meine Erziehung und wie ich zu sein und zu werden habe. Wobei sie sich keinen Deut dafür interessierte, was ich vielleicht wollte. Also eine eigene Identät als Kind wurde mir “mit besten Wissen und Gewissen” nicht zugestanden. Ich vermute mal, ohne dass ich mich da natürlich an die ganz frühen Zeiten erinnern kann (für spätere Zeiten gibt es eingie Erinnerungen, die da evident sind), dass es da auch so ein Feindbild gab, das ja auch im Podcast erwähnt wurde. Das nämlich ein Kind, ich also, wenn ich mich für die falschen Sachen interessiert habe, damals in meiner Familie Comics, Barbie, Cola und Nutela, ich sozussagen mit dem Feind kollaborierte. Es gab neben diesen Konsumbeispiele auch noch Beispiele für mein Verhalten, ich hatte selbstbewusst (als Haltung nicht als Bewusstsein), ein “anderes” Mädchen, “politisch” und selbstständig zu sein. Infolgedessen wurde ich schmerzlich allein gelassen, wenn ich mal was nicht konnte oder nicht klar kam. Wenn ich nicht klarkam und diesen Erwartungshaltungen nicht entsprach, war ich auch der Feind. Das schaffen nur Menschen, die Kinder für identitätslos halten und das ist echt übel.

Alles in allem, war meine Kindheit und Jugend von einer Menge Ansprüche an mich geprägt und wenig davon, dass sich jemand für mich oder meine Person wirklich interessiert hätte. Interessanterweise haben andere, die ähnliches erlebten in diesen Jahren und ich uns immer erkannt. Oft mussten wir uns nicht mal ansprechen, wir wußten es einfach.

Dass diese Haltung von Eltern offenbar seit 40 Jahren nahtlos und unhinterfragt weitergegeben wurde, war die Stelle, wo mir so schlecht wurde, beim Zuhören.

Ja, ich kenne einzelne andere Beispiele. Meine Großcousine, die es irgendwie ohne Therapie geschafft hat, sich von meiner Familie abzugrenzen und ihren Sohn anders zu behandeln, Freundinnen und Freunde, die Eltern sind und ihre Geschichten durchgearbeitet haben oder noch durcharbeiten und ihren Kindern gegenüber mit Respekt und Wertschätzung auftreten konnten.

Die Vorstellung, dass da irgendwo Kinder sind, die mit den gleichen respektlosen und ihre Person ignorierenden Eltern leben müssen, macht mich echt traurig. Ich kann nur hoffen, dass diese Kinder irgendwo in ihrem Umfeld Menschen haben, die ihnen helfen, zu erkennen, dass es auch anders geht.

Kinder sind nicht die Verlängerung der Identitäten ihrer Eltern oder Bezugpersonen!

*Ursprünglich wollte ich etwas in dieser Art in die Kommentare schreiben, hab mir aber dann überlegt, weil es mich persönlich so triggert, es hier zu schreiben. Ich bin auch froh, dass es Menschen, wie maj, tutnurso und Laufmoos gibt, die klar sehen und es anders machen. Danke dafür meine innere Kleine hat sich gefreut euch zu zuhören.

Linie 9

Ich fahre vergleichsweise selten mit Bahnen der KVB, wenn es irgend geht, meide ich sie sogar. Das hat unterschiedliche Gründe aber derzeit bin ich leider auf sie angewiesen und das was sich da abspielt, empfinde ich als absolute Zumutung.

Ich fahre meistens mit der Linie 9 und ich habe bisher nur einmal (!) erlebt, dass diese Bahn zu der Zeit in der Haltestelle ist, die im Fahrplan angegeben ist. Es kann aber auch sein, dass dies die vorhergehende Bahn gewesen ist, die mit 10 Minuten Verspätung einfuhr. Entweder kommt sie Minuten zu spät oder es fällt eine Bahn aus. Oder, auch eine Variante, die eine Bahn hat soviel Verspätung, dass ihr die nächste sozusagen am Hintern hängt. Weswegen erstere dann umgeleitet wird. Wenn die Linie 1, die teilweise parallel mit der Linie 9 geführt wird, mal nicht so pünktlich kommt, wird dies immer auf der Anzeige gemeldet. Bei der Linie 9 habe ich da noch nie erlebt. Ich kann nur vermuten, dass die Mitarbeiter*innen der KVB denken, die Nutzer*innen der Linie 9 brauchen diese Information nicht mehr, weil sie es ja nicht anders kennen. Und dann erst die Zeitanzeige. Ich komme auf den Bahnsteig und die nächste Bahn wird in 2 Minuten angekündigt – fünf Minuten lang, gerne auch mal länger. Was diese Sache angeht, fühle ich mich regelmäßig verarscht. Ich habe leider eine leichte Gebehinderung und gehe, wenn ich das Rad nicht nutzen kann, deswegen früh los, wenn ich einen Termin habe. Damit ich mich nicht hetzen muss, weil ich mir dabei sonst wehtun würde. Aber da macht mir die KVB regelmäßig einen Strich durch die Rechnung. Es nervt nur noch.

Gestern auf der Heimfahrt schlossen dann auch noch die Türen der Bahn, in der ich stand, nicht richtig. Es klaffte ein Spalt von 2-3 cm zwischen den Türen und ich habe mich gefragt, ob die jetzt gleich während der Fahrt auffliegen.

Im Winter fällt auch gern mal die Heizung aus und im Sommer ist sie überflüssigerweise an. Nein, nicht ausnahmsweise mal, sondern eher häufig.

Das einzig positive, was ich über die Linie 9 sagen kann, ist, dass sie selten wirklich überfüllt ist. Ich musste mal eine Weile zu Schulbeginnszeiten quer durch die Stadt, das war neben den Verspätungen eine echte Qual. Ich verstehe wirklich nicht, warum nicht mehr Bahnen zu diesem Zeitpunkt eingesetzt werden. Und die Linie 16 Richtung Bonn ist grundsätzlich ein Elend.

Ich frage mich manchmal, was Leute erleben, die wirklich jeden Tag auf die KVB angewiesen sind. Die KVB will ja gern, dass mehr Menschen mit Bussen und Bahnen fahren. Aber so wird das nichts.

Dann werden gegen Dezember immer die Preise erhöht. Für was eigentlich? Laute, überfüllte, verspätete und defekte Züge sind echt keine Werbung.