Unglaublich, die Tinte des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zu den ALG II Regelsätzen ist noch nicht richtig trocken, da feiern unserer Politikerinnendarstellerinnen schon das Ergbnis. Von der Leyen redet über Chancen für Kinder, die SPD freut sich auf gerechtere Regelsätze für Kinder (Quelle). Wo waren die in den vergangenen Jahren? Und gerade die SPD muss dabei das Maul aufreißen – unverschämt finde ich das.
Politikerinnendarstellerinnen
Verfasst von somluswelt am 9. Februar 2010
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Haiti vor dem Erdbeben
Verfasst von somluswelt am 20. Januar 2010
Großartiges Fotoalbum über Haiti. Alice Smeets Photography. Gefunden in den Kommentaren zu dem nicht weniger interessanten Beitrag vom Spiegelfechter.
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Alle Liebe zu Weihnachten
Verfasst von somluswelt am 24. Dezember 2009
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Eine milde Gabe – Kriegsvorbereitungen
Verfasst von somluswelt am 22. Dezember 2009
Ja, so kurz vor Weihnachten muss noch mal für Gerechtigkeit gesorgt werden. Die Lobbyisten für das Abzocken ganzer Volkswirtschaften legen noch mal nach. Mehr Kanonenfutter für Niedriglohnjobs. FeFe hat schon recht, hier gehts um den Generalsangriff auf die arbeitende Bevölkerung. Die Erwerbslosen sind dabei der Kollateralschaden. Hauptsache das Vermögen und Gewinne der “oberen” zehn Prozent wird auf keinen Fall auch nur im mindesten gemindert. Wenn Arbeiten für so einen Wirtschaftsweisen so attraktiv ist, sollte er es vielleicht mal damit probieren.
Und Sigmar Gabriel versucht sich bei der verbliebenen arbeitenden Bevölkerung einzuschleimenmeicheln auf Kosten aller, die nicht das Glück einer Vollzeit-Vollbeschäftigung nachgehen zu können.
Wenn jemand 20 Jahre lang gearbeitet hat, dann unverschuldet arbeitslos wird und nach zwölf Monaten nur so viel Geld bekommt, wie einer, der nie gearbeitet hat, dann “haben wir was falsch gemacht”,
Na, wenn das das einzige Problem an ALG II ist, kann es ja offensichtlich nicht so schlimm sein. ALGII ist für alle Betroffenen ungerecht. Und es ist auch nicht fair, dass der von Arbeitnehmern erwirtschaftete Reichtum nicht an sie zurück fließt. Tja, liebe SPD so werdet ihr keinen Blumentopf gewinnen, mit sozialer Gerechtigkeit haben solche Äußerungen nichts zu tun. Das ist Stammtischniveau.
Wie wäre es mal mit, “wenn die Produktivität einer Volkswirtschaft beständig steigt aber immer mehr Bevölkerungsgruppen verarmen, dann haben wir was falsch gemacht”?
Können sich diese ….. ich schreibs nicht aus, weil ich sonst eine Abmahnung am Hals habe, ihr könnte da einsetzen, was euch in den Sinn kommt…. nicht einfach, wie alle anderen, um ihre Familien kümmern, ihrer Frau bei den Vorbereitungen für Weihnachten unterstützen und aufhören sich zu allen passenden und unpassenden Zeiten über Sachverhalte zu äußern, von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben.
Wie auch immer, mehr als kritische Ratlosigkeit bleibt mir auch nicht.
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Nichts als die reine Wahrheit!
Verfasst von somluswelt am 17. Dezember 2009
Alle Menschen haben die gleichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Leben.
Es liegt an jeder allein, was sie im Leben schafft.
Menschen, die wenig verdienen, leisten wenig.
Managerinnen leisten viel, deswegen müssen sie auch viel verdienen.
Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir billiger werden.
Es ist sinnvoll auf dem “Weltmarkt” um die niedrigsten Löhne zu konkurrieren.
Menschen mit einer guten Ausbildung werden nicht erwerbslos.
Was Politikerinnen und Medien sagen, ist nichts als die reine Wahrheit.
Der Großteil der Steuern geht für Sozialleistungen drauf.
Erwerbslose werden gefördert.
Um die Freiheit zu bewahren, brauchen wir mehr Sicherheit und vor allem mehr Kontrolle.
Es gibt noch nicht genug Gesetze zu Verbrechenbekämpfung.
Politikerinnen vertreten die Interessen des Volkes.
Es gibt keinen Klimawandel, alles was gerade passiert, ist nichts anderes als eine natürliche Schwankung im Weltklima.
Frauen, die in gleicher Position und bei gleicher Qualifikation weniger verdienen als ihre männlichen Kolleginnen, hätten besser verhandeln müssen.
Widerstand ist zwecklos. Es gibt keine Alternative.
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Solardings und Weihnachtsdeko
Verfasst von somluswelt am 16. Dezember 2009
Es ist doch schön, dass ich mich immer noch über Kleinigkeiten freuen kann. Mein Arbeitszimmer hat ein französisches Fenster, dass ich wirklich liebe und dort 2 Meter hoch wachsende Rosen züchte. Ich selbst züchte natürlich keine Rosen aber meine Rose gedeiht dort wunderbar, weil sie es immer warm und trocken hat und bedankt sich dann mit dutzenden Blüten bei mir. Immer schon wollte ich um die Weihnachtszeit eine Lichterkette um das niedrige Geländer schlingen. Nichts großes oder buntes oder gar blinkendes. Eine einfache schmucklose Lichterkette für die dunklen Nächte des Winters.
Allerdings, uninformiert, wie ich war, konnte ich mir nicht vorstellen, wie ich das mit dem Strom lösen sollte. Es zieht ja sowieso schon so vom Fenster, dass ich jetzt endlich weiß, dass Gardinen nicht nur als Sichtschutz nützlich sind. Da noch ein Kabel durch quetschen? Dann lieber keine Lichterkette.
Kürzlich klagte ich mein Leid der werten Kollegin S. auf unserer langen Fahrt nach Koblenz am frühen morgen und sie klärte mich auf, dass es Lichterketten mit Solarmodul gäbe. Die kosteten ein bisschen mehr aber wären wirklich ungeheuer praktisch und das Solardings stecke man einfach in einen Blumentopf mit Erde.
Heute kam meine erste LED Lichterkette mit Solarmodul an. Da ich heute mit einer blöden Blaseninfektion, war wohl gestern doch nicht warm genug angezogen gewesen, ans Bett gefesselt war, ohne Wärmflasche ging es nicht, konnte ich das Päckchen auch entgegen nehmen und sofort zur Tat schreiten. Beglückt schlang ich die kleinen Lichter sofort um das Geländer, legte mich noch ein bisschen mit meiner Rose an, die sich in ihrem Winterschlaf gestört fühlte und steckte schließlich das Solarmodul in den Topf des weniger sensiblen Sommerflieders, der sich damit einen großen Topf im Frühjahr verdiente. Dann wartete ich darauf, dass die Sonne hinter dem hässlichen Schulgebäude gegenüber hervor kam und auf das sorgfältigst ausgerichtete Solardings scheinen konnte.
Und die Sonne tat mir diesen Gefallen, sie überwand ihr winterliches Hindernis und schien ab Mittag strahlend auf mein wunderbares Solarmodul. Laut Bedienungsanleitung sollte das Aufladen zwischen 24 und 48 Stunden dauern. Aber als ich eben schaue, leuchten mir blau-weiß die kleinen Lämpchen entgegen.
Ich freu mich mich so darüber und nächstes Jahr kaufe ich eine mit viel viel mehr Lämpchen.
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Mehrwert – Minderleisterinnen
Verfasst von somluswelt am 15. Dezember 2009
Ist halt alles eine Frage des Fokus.
Wer die wahren Leistungsträgerinnen in der Gesellschaft sind, ist mir ja schon länger klar, jetzt gibts dazu auch Zahlen. Inverstmentbankerinnen, Steuerberaterinnen und alle Tanja-Anja-Marco-Timms schaden der Gesellschaft finanziell. Sie schaffen keinen Mehrwert sondern mindern ihn (pdf). Das wusste auch auch schon Douglas Adams.
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Geistig verwirrt
Verfasst von somluswelt am 14. Dezember 2009
Muss jemand geistig verwirrt sein, um eine Politikerin, vom Schlage Berlusconis, körperlich anzugreifen?
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Liebe Freundinnen und Leserinnen dieses Blogs
Verfasst von somluswelt am 13. Dezember 2009
Es ist hier ja derzeit sehr ruhig. Das liegt unter anderem auch daran, dass ich sehr viel zu tun habe. Was ja auch gut ist. Allerdings lese ich noch viel an anderer Stelle mit und damit komme ich auch zum Thema dieses Artikels.
Mein Blog ist sicherlich kein explizit feministisches Blog. Während ich mich sehr wohl als solche sehe und bezeichne und als solche bin ich sauer über den alltägliche Sexismus in vielen Blogs, das allgemeine Feministinnenbashing und die Verallgemeinerungen über Feministinnen. Ich werde davon nichts verlinken, denn das, was mir da übel auf stößt, taucht immer mal wieder auf und es sind eher die Kleinigkeiten, die mich da aufregen. Was eigentlich schade ist, einige der Blogs, die meinen Ärger auf sich gezogen haben, werden von eigentlich recht verständigen Männern geschrieben. Aber es scheint irgendwie wohl zum guten Ton zugehören, immer mal wieder darauf hinzuweisen, dass ja Feministinnen sich lächerlich, unglaubwürdig, was weiß ich nicht alles machen, weil entweder ist das alles eh Quatsch oder übertrieben oder selbst schuld oder wie beschränkt die Argumentation auch immer sein mag. Das alles natürlich von ausgewiesenen Experten der Materie. Wobei sich dieses Expertentum meist auf die Anerkennung des weiblichen Geschlechts als existent beschränkt. Nicht mehr dort mitzulesen würde mich selbst zu sehr beschränken. Um all diesen Mist entsprechend in den jeweiligen Kommentarbereichen zu diskutieren, dafür fehlt mir schlicht die Zeit und es ist auch müßig, meist fruchtlos und in vielen Fällen vollkommen sinnlos.
Weil das alles so ist und weil ich genug habe, wird es ab sofort eine grundlegende Änderung hier geben. Weil ich keine Lust habe die Themen in meinem Blog groß zu ändern und weil ich von Haus aus, neben vielem anderen, eine Linguistin bin, bezieht sich diese Änderung auf die Sprache in diesem Blog:
Ab diesem Beitrag werde ich alle Beiträge hier im generischen Femininum verfassen. Das ist mein kleines Gegengift für die Selbstverständlichkeiten mit denen sich die Frauen so herum schlagen dürfen. Mir reicht es nämlich! Was haben sich Frauen schon mit Vorschlägen für eine Sprache, die beide Geschlechter berücksichtigt, angestrengt und haben in nicht wenigen Fällen im besten Fall Unverständnis und im schlimmsten Hohn und Spott kassiert. Hier in diesem Blog wird es ab sofort so sein, dass ich mich überhaupt nicht mehr anstrengen werde, beide Großgruppen in unserer Gesellschaft angemessen sprachlich zu berücksichtigen.
Es ist auch überhaupt nicht böse von mir gemeint und natürlich schließe ich damit niemanden aus. Wer von meinen Lesern sich zukünftig seltsam fühlt, wenn er hier mit liest, es tut mir Leid aber eine ausgewogene sprachliche Berücksichtigung beider grammatischer Geschlechter macht Texte einfach zu unleserlich, lang und kompliziert. Ihr alle seid herzlich eingeladen, euch mit gemeint zu
fühlen. Für mich ist es einfacher.
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Parallelwelten
Verfasst von somluswelt am 12. November 2009
Veröffentlicht in politik, wirtschaft | Verschlagwortet mit : neoliberale agenda, parallelwelten | 1 Kommentar »
Origami Sterne
Verfasst von somluswelt am 8. November 2009
So langsam geht es ja schwer auf Weihnachten zu. Ich liebe diese Zeit ja sehr auch wenn ich dieses Jahr recht wenig Zeit habe, die Vorweihnachtszeit so richtig zu genießen. Andere sagen schon auch mal ich hätte eine Weihnachtsfetisch. Der Weihnachtszeit verdanke ich letztlich auch meine Origami-Leidenschaft. In einem Winter vor einigen Jahren langweilte es mich, den x-ten Fröbelstern zu falten und ich gab mal das Stichwort “Stern falten” in die große Suchmaschine ein. Nun ja, der Rest ist Geschichte. Bei einer letzten Aufräumaktion war ich erfreut und entsetzt, wieviel Papier sich inzwischen bei mir angesammelt hat.
Ich falte mit Vorliebe modulare Objekte, wie man es ja an meinem Avatar sehen kann oder Blumen oder Schachten, derzeit produziere ich aus hochwertigen Papierresten auch Schmuck. Der sogar besser aussieht als ich erwartet habe.
Weil derzeit so viele Anfragen nach Origamisternen in meiner Statistik auftauchen, nehme ich das mal zum Anlass allen Interessierten einige meiner Lieblingssterne vorzustellen.
Der 8-strahlige Stern von Carmen Sprung war der erste, den ich vor Jahren im Internet fand (Anleitung).
Die 3D Sterne von Ralf’s Origamipage gehören ebenfalls zu den ersten Sternen, die ich damals im Internet fand. Sie sehen zwar kompliziert aus, sind es aber nicht wirklich. Die Anleitungen für einen vierzackigen und sechszackigen Stern kann man auf seiner Seite finden (Direktes Verlinken ist nicht möglich).
Der Bascetta Stern sollte inzwischen fast allen FalterInnen bekannt sein. Die auf dem Foto sichtbare Kugel mit Sternen ist aus “Unit Origami” von Tomoko Fuse, der Herrin des modularen Origami.
Einen gefalteten Herrenhuterstern habe ich auch einmal ausprobiert. Da ich ihn aber nicht geklebt habe, weil es ja angeblich ohne gehe, zog ich also guten Mutes die Sicherungsgummis nach der Fertigstellung von den Spitzen und die Pracht zerfiehl innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums. Ein ganzes Wochenende Papier zuschneiden, falten und zusammenstecken waren dahin. Wer es aber probieren möchte hier ist die Anleitung. Und das Kleben nicht vergessen ;-)
Es tauchen im Internet immer wieder neue Origamiseiten auf und andere verschwinden. Die Seiten von Stephanie Meschke enthalten jede Menge Sterne und die Anleitungen zum Falten. Den modularen Stern von John Montroll, den ich aus dem großen Origami Weihnachtsbuch kenne, mag ich auch sehr gern.
Aus dem selben Buch habe ich auch die Wintersonne, die sich als Verschenkschlager herausgestellt hat. Inzwischen versehe ich sie meist mir einer Bleikristallkugel, damit sie am Fenster das Sonnenlicht auch wirklich einfangen kann.
Noch ein paar Worte zum Thema Papier. Auch wenn das Unternehmen “Paperfrog” derzeit den Markt zu dominieren scheint, gibt es doch noch die ein oder andere Adresse für Papier, die ich allen, die es interessiert ans Herz legen möchte.
Einigermaßen bezahlbares japanisches Papier aller Qualitäten finden sich bei Miyabi. Die Auswahl an Papier ist riesig und die Preise sind wirklich moderat. Vergleicht einfach mal. Es gibt dort auch diese genialen Papierschneider zu kaufen, die PapierfalterInnen oder alle die Papier zuschneiden müssen im Haus haben sollten.
Ein eher ungewöhnliche Quelle für Papier ist die Druckerei Freudenberger. Auf “gewöhnlichem” 80gr./qm Papier druckt Herr Freudenberger eine Vielzahl von Motiven. Das Papier ist preisgünstig und deswegen auch für Institutionen wie Kindergärten oder Schulen interessant. Einfach mal den Katalog ausdrucken. Ein Tipp von mir, es lohnt sich die Bestellung telefonisch zu machen, da nicht immer alle Varianten vorrätig sind und Herr Freudenberger auch immer mal wieder das ein oder andere ausprobiert, dass sich im Katalog nicht findet.
Wer gern mit attraktiven Geschenkpapier arbeitet, kann sich auch immer ungefähr Mitte November bei Aldi Süd mit metallisiertem Geschenkpapier auf Rollen eindecken. Es handelt sich um sehr stabiles Kraftpapier (96gr/qm), das sich für viele Weihnachtsfaltereien eignet. Diesen Donnerstag (12.11) ist es mal wieder soweit.
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Sind wir soweit, dass so was wieder unwidersprochen abgedruckt werden kann?
Verfasst von somluswelt am 4. November 2009
Ist mir schlecht.
Das Ganze ist so widerlich, dass ich es nicht mal verlinken mag. Wofür werden diese geifernden Hassprediger denn so vorgeschickt?
Was plant die Regierung so? Vielleicht Frauen alle zurück an Heim und Herd (würde auch das Erwerbslosenproblem sogleich erledigen) und Zwangssterilität für die, die der Unterschicht zugehörig identifiziert werden?
Ist mir schlecht.
Wer noch nicht weiß, worum es geht, kann es hier oder hier nachlesen.
Wir sind soweit, zuerst kamen die Ungeziefervergleiche und jetzt kann man das so schreiben. Die Hemmschwellen fallen, beim Aussprechen und beim Abdrucken. Das ist eine politisch gewollte Entwicklung und zwar gewollt von egal welcher der sogenannten etablierten Parteien, die in den vergangen Jahren hemmungslos dafür sorgten, dass die Schere zwischen Arm und Reich sich weiter öffnete. Die wollten/wollen, dass jeder denkt, dass Erwerbslose selbst schuld sind daran, dass es keine bezahlte Arbeit mehr für sie gibt. Ja, ja, es werde nur ausgesprochen, was angeblich viele denken. Keine Ahnung, ob das so ist. Ich kenne diese vielen alle nicht persönlich aber unsere Politikerdarsteller denken so und deswegen wirds auch abgedruckt. Und es gibt inzwischen genug Chefredaktionen, die nicht einmal mehr zucken, wenn sowas auf ihrem Tisch landet.
Ach so, das Wort “Erkinderung” schlag ich schon mal als Unwort des Jahres vor. Ich habs ja zuerst für nen Druckfehler gehalten. Unglaublich.
Nachtrag 5.11: In der Diskussion drüben bei momorulez zum Thema steht, wozu mir bisher die Worte fehlten:
Nörgler: Auch die Wannsee-Konferenz stand nicht am Anfang. Am Anfang stand: Die Juden müssen weg.
Wenn ich erst einmal eine soziale Gruppe als wegzuschaffende identifiziert habe, ist der entscheidende qualitative Schritt gemacht. Die Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind nur noch solche einer graduellen Abstufung. Das Stadium des herkömmlichen Sozialdarwinismus haben wir hinter uns, denn der plädierte dafür, sich – passiv – um die Minderleister nicht zu kümmern, da deren Elend, weil sie Minderleister sind, gerecht ist.Nun aber kümmert man sich sehr wohl. Vorschläge, wie der Gefahr aktiv zu begegnen sei, liegen auf dem Tisch.
Momorulez hat richtig gesehen, dass im Wege eines klassischen Umkehrdiskurses nicht mehr die die Ruhigstellung der Unterschichtler die Ursache des Sozialstaats ist, damit der Bürger kein Feuer unterm Dach hat, sondern nun wird der Sozialstaat als Ursache der Existenz der Unterschicht benannt. Also: Sozialstaat weg, keine Unterschicht mehr. Aber wenn die dann trotzdem noch da sind und als Obdachlose, Bettler, Innenstadtentglaser und Autoabfackler präsenter sind denn je – was dann? Den gegen Widerstände mühselig abgeschafften Sozialstaat wieder einführen wäre die eine Option. Die andere wäre …
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Das Glas ist fast leer
Verfasst von somluswelt am 29. Oktober 2009
Die Koalitionsgespräche sind beendet und die neue Regierung ist vereidigt. Was für ein Elend. Inzwischen frage ich mich nicht mehr, ob unsere Politikerdarsteller auf dem Mond leben, sondern nur noch auf welchem, möglicherweise Io oder Hyperion oder Hydra, wahrscheinlich einer der weiter entfernten, erdnah kann nicht sein.
Glauben diese Pappnasen da in Berlin tatsächlich sie könnten diese Förderung der Versicherungswirtschaft, die sie da ausgekungelt haben, noch als Interessenvertretung des Volkes vertreten? Oder gehen sie sowieso davon aus, dass sie ja nur von einer Minderheit gewählt wurden (in absoluten Zahlen), so dass es eh egal ist. Was soll das eigentlich, mit dieser doch so offensichtlichen Förderung der Versicherungen? Privatisierung von Gesundheitsvorsorgen, Privatisierung der Arbeitslosenversicherung, die ganzen Privatisierungen, die in den vergangenen Jahren schon gelaufen sind (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherungen). Manchmal kann ich es kaum glauben, dass dies anderen nicht genauso ins Auge springt, wie mir.
In den letzten Tagen hatte ich ständig die Phantasie, dass in 10 oder 20 Jahren, vielleicht auch erst in 50 Jahren eine junge Studentin eine tiefe Recherche für ihre Magisterarbeit anstellt und die ganzen Schmiergeldzahlungen, die in letzten 20 Jahren zwischen Versicherungswirtschaft und Politikerdarstellern ausgräbt und belegen kann.
Auch der Kurs in der Gesundheitspolitik, der in der Spur des teueresten Gesundheitsystem der Welt gehalten wird, ist so unfassbar dumm. Viele Regierungen der Welt schielen auf unser Gesundheitssystem und hätten es auch gerne oder was ähnliches oder das was wir mal vor 20 Jahren hatten oder so. Aber nein, die komplett merkbefreiten PolitikerInnendarsteller, allen vorne weg unser neuer Außenminister, werben für die Privatisierung von allem und jedem, dass es einem schlecht werden kann.
Man könnte ja einfach nur noch eine gesetzliche Krankenkasse einführen. Was das an Vorstands und Lobbygeldern freisetzen würde, die für die Versicherten eingesetzt werden.
Wie melden heute die Nachdenkseiten, 2,04 Stundenlohn wären noch nicht sittenwidrig. Bitte was? Ja, ne, wir brauchen für die Sicherung unserer Sicherungssysteme keinen Mindeststundenlohn. Wieso auch. Ich erinnere mich noch an diesen unsäglichen “Pakt für Arbeit”, der die Gewerkschaften dannn entgültig unglaubwürdig machte. Stillhalten für Arbeitsplätze, die dann nicht kamen. Hat das irgend jemand ernsthaft geglaubt? Ich nicht. Damals schon nicht und der enttäuschte und etwas verständnislose Ausspruch des IG-Metall-Vorsitzenden, dass die Zugeständnisse der vergangenen 10 Jahre keinerlei Änderungen bei der Arbeitsplatzsituation herbeigeführt habe, löste bei mir nur den Impuls aus, den guten Jungen mal in den Arm zu nehmen und ihm zu erklären, dass die Welt eben so ist oder so.
Wenn ich schon immer diesen Ausspruch lese oder höre “Es sei nicht die Aufgabe von Unternehmen sozial zu agieren, sondern Gewinne zu erwirtschaften” so oder so ähnlich. Ja, warum denn nicht? Wieso ist das Soziale da ausgeklammert, wieso werden Soziales, die Folgen für die Umwelt usw. ausgeklammert? Was ist das für eine seltsame Welt, die fundamentale Abhängigkeit aller von allen (ja, ja ich weiß, ist ein bisschen polemisch) ignoriert? Unternehmen brauchen ein Umfeld, dass ihnen Infrastruktur, ausgebildete Menschen und sozialen Frieden sichert. Nur so sind sie in der Lage erfolgreich zu arbeiten. Wieso, zur Hölle, soll das dann nicht auch zu ihren Aufgaben gehören an der Herstellung dieser Situation beteiligt zu sein? Und das nicht nur durch gesetzgeberischen Zwang sondern auch durch Selbstverständis? Wenn Unternehmen juristisch schon als Personen behandelt werden, wieso erwartet man dann keine Manieren am Eßtisch von Ihnen, sondern lässt sie wie unter 3 Jährige agieren, die kognitiv noch nicht in der Lage sind, mit anderen zusammen zu arbeiten oder unter 2 Jährige, die sich noch nicht in andere hineinversetzten können? Nicht nur dass man sie lässt, nein, man propagiert sogar, dass ein solches Verhalten sozusagen das “natürliche” Verhalten von Unternehmen ist. Über die Natur und ihre Ursprünglichkeit sollte doch seit Rousseaus Emile Klarheit herrschen.
Die neoliberalen Setzungen erzeugen eine asoziales, pathologisch Gesellschaft in der der Traum vom komplett alleinstehenden hedonistischen Menschen als Ideal (der Traum aller Marketingabteilungen, nix mehr mit sozialen Kontakten oder Netzwerken, alles muss gekauft werden), der doch nichts anderes ist als ein schwer kranker Menschen.
So pessimistisch kann ich gar nicht sein. Ich weigere mich nur ein leeres Glas als voll zu bezeichnen.
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Pfotenevolution
Verfasst von somluswelt am 24. Oktober 2009
Ach so, die Wolfspfote ist also evoutionär die ursprüngliche Pfote aller Pfoten. Da alle anderen Pfoten von ihr abgeleitet werden, müssen die Pfotenverwender einsehen, dass die Wolfspfote immer den dominanten Vorrang vor allen anderen hat.
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Höchst richterlich
Verfasst von somluswelt am 21. Oktober 2009
Das Problem an den Regelsätzen - mal abgesehen von allem anderen, was man zum SGBII (vulgo Hartz IV) sagen kann – ist, dass dieser sich nicht am Bedarf von Menschen im Alter zwischen 18 – 65(67) Jahren orientiert, sondern an dem Verbrauch der unteren 20% der Einkommengruppen, die einen überproportional hohen Anteil an Menschen, vor allem Frauen, im Rentenalter aufweist. Das Ergebnis dieser Stichprobe wird dann noch mal um einen Phantasiebetrag gekürzt und dass dann als “Bedarf” ausgegeben. Schön dass die Karlsruher Richter sich der Sache jetzt mit deutlichen Worten annehmen.
Aus gegebenen Anlass verweise ich doch noch mal auf meinen schon etwas älteren aber im Kern weiter zutreffenden Artikel über den Regelsatz.
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Wertewandel
Verfasst von somluswelt am 15. Oktober 2009
Es ist zum Heulen, es muss doch irgendwann mal einen Paradigmenwechsel geben und endlich klar werden, dass Geld an sich keinen Wert hat!
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Vereinzelungsfetisch
Verfasst von somluswelt am 9. Oktober 2009
Fetisch “Individualismus”
Das Muster dieses neoliberalen Rassismus ist einfach: Die Individuen werden beschuldigt und die beschuldigten Individuen zu Gruppen zusammengefasst, die man dann als besonders verwerflich und minderwertig herausstellt. Die davon Betroffenen müssen übrigens keine Ausländer sein. Das dem zugrunde liegende Menschenbild ist ein religiöser Individualismus, der die bestehenden Verhältnisse für jeden Einzelnen zum selbst gewählten Schicksal verklärt.
Typisch für diese Haltung ist neben der Schuldzuweisung an Einzelne mit bestimmten Merkmalen (Türken, Arbeitslose, Linke), daß es bei diesem „Erklärungsmuster“ bleibt und Lösungen für die Probleme im Hintergrund nicht einmal diskutiert werden. Es sind die Verlierer und Kritiker der Leistungsträgerschaft, die mit der Universalkeule geprügelt werden: Eigenverantwortung. Selber schuld!
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Dringende Unterstützung gegen die Autobahn für La Palma (Kanaren)
Verfasst von somluswelt am 9. Oktober 2009
Gestern erhielt ich die Nachricht, dass die Regierung der Insel La Palma gerne eine vierspurige Autobahn zwischen den Orten Santa Crus de la Palma und Los Llanos de Ariadne bauen lassen möchte. Das möchte sie jetzt so gern, weil die Bürokratenhengste in Brüssel den Kanarischen Inseln als strukturschwache Gegend gerne Hilfen für den Ausbau der Infrastruktur geben, die überhaupt nicht benötigt wird. Da wären andere Hilfen eindeutig dringlicher.
Parallel zur Landstraße, die den Ostteil mit dem Westteil der Insel verbindet soll quer durch Natur, Berge und Ortschaften eine Autobahn gebaut werden, die die Fahrtzeit zwischen Ost- und Westteil um eine Minute verkürzen wird.
Weitere Infos findet ihr hier: www.la-palma-aktuell.de
Bitte unterstütz die Aktion, jeder EU-Bürger kann gegen diesen unglaublichen Unsinn Widerspruch einlegen. Die notwendigen Unterlagen werden auf der verlinkten Seite zur Verfügung gestellt.Vergesst die Ausweiskopie nicht.
Und es ist sehr dringend, der Einsendeschluss ist der 14. Oktober 2009.
Es geht ja nicht nur um die Autobahn, sondern auch um noch weitere Verkehrswege wie die zweite neue Tunnelröhre, die Brücke über den Barranco de las Angustias, die Anbindung des Industriegebietes von Los Llanos an, entweder die Autobahn oder die jetzige LP3, sowie weitere kleinere Unternehmungen, welche der Inselplan vorsieht. – Da gerät man dann schnell in eine gewisse Ecke und denkt sich, wer solch einen Blödsinn plant wie die Autobahn, der macht auch alles andere falsch und bezieht nun jegliche neue Infrastrukturmaßnahme in seinen Protest mit ein. – Davor kann ich nur warnen, denn wohl wird von den Bewohnern des Nordwestens der Insel gefordert , dass man verkehrstechnisch besser und schneller an das Aridanetal angebunden wird. – Da würde diese Brücke hervorragende Dienste leisten und eine zeitliche Ersparnis von sicher 10 – 15 Minuten bringen. – Das darf man also nicht einfach komplett ausschließen. – Auch die neue zweite Tunnelröhre würde eine ähnliche Zeitersparnis bringen, vielleicht nur 8 – 10 Minuten, von Ost nach West, aber wenn wir uns mal den alten Tunnel genau ansehen, dann wird eh klar, dass dieses Relikt wohl keiner technischen Überprüfung mehr standhalten würde und wirklich eine Gefahr darstellt. – Dagegen brächte die Autobahn eine mögliche Zeitersparnis von 3 – 5 Minuten, kostet aber deutlich mehr, als Tunnel und Brücke zusammen. – Darüber hinaus wäre der Autobahnbau ein nicht mehr rückbaubarer Eingriff in die fragile Landschaft unserer Insel, eine wahre Umweltkatastrophe, würde Stadtteile El Pasos und Breña Altas zerschneiden und die Insel La Palma als Weltbiosphärenreservat absolut lächerlich machen. – Die Empörung geht nun auch dahin, dass die Inselregierung aber der Autobahn eine Priorität gegenüber dem neuen Tunnel und der Brücke eingeräumt hat, wobei doch ganz klar ist, das beide andere Unternehmungen viel sinnvoller sind, wenn man denn schon unbedingt diese Gelder nach La Palma schleppen will. – So ergibt sich als kleinster gemeinsamer Nenner in dem Protest gegen die Obrigkeit wohl die Autobahn, nicht aber die anderen Verkehrsprojekte, die wohl diskutierbar sind, aber bei weitem nicht diesen grausamen und endgültigen Eingriff in unsere Natur darstellen.
(Quelle)
Das ganze ist so unglaublich, dass mir schier die Worte fehlen. La Palma braucht keine weitere Straße, eher könnte man an den vorhandenen noch die ein oder andere Leitplanke anbringen. Das ist so unglaublich, ein vollkommen überflüssiges Projekt, das dort Landschaft, Natur und Infrastruktur zerstören wird. Als ob die Ausbeutung der Wasservorkommen für eine übersubventionierte Bananenkultur dieser Insel und die überflüssigen Hotel-Großprojekte nicht schon reichen würde.
Bitte macht alle mit, diese Insel ist ein echtes Juwel.
Die beiden Fotos zeigen das Ariadnetal durch das zhukünftig diese Autobahn geführt werden soll.


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Bürgergeld?!?
Verfasst von somluswelt am 7. Oktober 2009
Das Bürgergeld, bisher einigermaßen Synonym für das bedingungslose Grundeinkommen verwendet, ist etwas von dem die Mitglieder des Führungsstabes der FDP nicht glauben, dass es ihnen jemals zustoßen könnte.
Veröffentlicht in politik | Verschlagwortet mit : arbeitsplatzvernichtung, ausbeutung, hunger, schweinerei | 1 Kommentar »
Unproduktive
Verfasst von somluswelt am 6. Oktober 2009
Adam Smith hat sich mal zum Thema “unproduktive (Arbeit)” geäußert. Aber Erwerbslose hat er damit nicht gemeint.
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