Die Tierfuttermittelindustrie beutet die Notlage von Tierhalter*innen aus

Katzen_am_Morgen

Die obere Katze auf dem Bild ist unsere “Maus”. Sie kam mit 3 Monaten zu uns und war ein nervöses, verängstigtes Kätzchen, vermutlich aus einem wilden Wurf. Ziemlich schnell stellte sich heraus, dass sie an einer chronischen Magenentzündung litt. Fütterung war und ist, seit sie mit uns lebt, ein beständiges Thema. In den letzten Monaten durch eine eher zufällig erfolgte Futterumstellung verschwanden die Magenprobleme vollkommen. Die Geschichte dieser Erkrankung ist ein eigenes Blogpost wert, spielt aber hier keine Rolle aber was wichtig ist, dass diese Geschichte uns gelehrt hat, selbst informiert zu sein, um Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen so gut es geht vorzubeugen.

Im letzten Jahr fing sie an abzunehmen, sie wurde geselliger und spielte mehr. Dann fing sie an zu niesen. Alles zusammen machte mich skeptisch, so schön die Veränderung dieser sonst eher scheuen Katze war, so sehr klingelten bei mir die Alarmglocken, weil Charakterveränderungen auch ein Hinweis auf Probleme sein können. Es war Zeit die Tierärztin zu besuchen, primär ging es uns um das Niesen.

Eine Blutuntersuchung vor einem Jahr hatte ergeben, dass sie mehr Wasser trinken solle (es gab wohl schon zarte Hinweise auf Probleme), seit dem bekommt sie Wasser über das Feuchtfutter. Die Blutuntersuchung kürzlich zeigte erhöhte Werte, die auf eine Nierenfunktionsstörung hinweisen. Allerdings zu diesem Zeitpunkt die Ursache des Niesens noch nicht abgeklärt. Eine Entzündung im Körper kann auch zum Ansteigen dieser Werte führen. Die Blasenbiopsie haben wir letzten Freitag durchführen lassen, die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor(1). Die Tierärztin ist ziemlich überzeugt mit ihrer Diagnosevermutung richtig zu liegen, zumal der Urin sehr klar ist, was ja auch ein Hinweis auf Nierenfunktionsprobleme ist.

Faktisch wissen wir noch nichts sicher. Sicher ist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich bin auch schon auf Diskussionen mit der Tierärztin eingestellt, weil ich sehr gerne möchte, dass diagnostisch alles gemacht wird, was möglich ist, um sicherzustellen, dass es sich um eine chronische Nierenfunktionsstörung handelt und nicht um eine vorübergehende Sache aufgrund einer anderen Erkrankung. Außerdem werden wir uns eine zweite Meinung einholen, glücklicherweise kennen wir noch eine Tierärztin, die sich insbesondere mit Katzen gut auskennt.

Jedenfalls fing ich an zu recherchieren. Glücklicherweise gibt es eine exzellente Quelle im Internet, die wirklich erschöpfend alles zum Thema Katzen mit chronischer Nierenerkrankung behandelt => TANYAS UMFASSENDES HANDBUCH ÜBER CHRONISCHE NIERENINSUFFIZIENZ (CNI) BEI KATZEN. Angeschlossen an diese Seite existiert eine Yahoogruppe zur gegenseitigen Unterstützung. Der bin ich bisher nicht beigetreten, weil yahoo mir eine Telefonnummer abknöpfen will, ohne die ich mich nicht authentifizieren kann. Darüber hinaus lohnt sich das Forum der Webseite => Mietz Mietz.

Da die Phosphatwerte, wie auch die Kreatininwerte der Katze erhöht sind, stellt sich natürlich auch die Frage nach einer angemessenen Nierendiat. Auch wenn die entgültige Diagnose noch aussteht, sprechen diese Werte für sich und wir haben angefangen uns nach entsprechendem Futter umzuschauen (Klar, bei Tierärzt*innen bekommt eins die auch aber erst einmal haben wir das dort noch nicht gekauft).

Es gibt viele Möglichkeiten ein CNI-chen zu ernähren. Einige sind aufwendiger als andere, zu Letzteren gehören die Nierendiätfutter der Tierfutterhersteller. Es sind die klassischen Hersteller oft die Premiumtöchter der Futtersorten, die in Supermärkten erhältlich sind. Aufgrund der Magenerkrankung der Maus habe ich mich damit schon lange befasst. Unserer Katzen kennen diese handelsüblichen Futtersorten, die oftmals so großen Teilen Abfall, minderwertiges Protein und für Katzen unverdauliche Getreidesorten enthalten, nicht (Erste Infos zu dem Thema). Eine Nebenfolge solcher Futter kann im späteren Leben einer Katze natürlich auch Organversagen sein. Um dieses Risiko zu minimieren, haben wir uns schon frühzeitig für hochwertige Futtersorten für unsere Fellnasen entschieden. Natürlich wäre Rohfütterungen am artgerechtesten aber leider behält die Katze rohes Fleisch nicht bei sich, also ist dies keine Option für uns.

Um die Katze überhaupt erst einmal zu entlasten, die fortschreitende Vergiftung ihres Körpers einzudämmen und sie schon mal umzustellen, wollten wir frei verkäufliche Nierendiätfutter ausprobieren. Was mich gestern im Laden schon und heute als ich noch mal darüber nachdachte in den Harnisch bringt, ist die Verkaufspolitik dieser Unternehmen. Wir haben exakt eine Sorte Futter gefunden, die in einer 200gr Dose abgefüllt war. Ansonsten erhält eins ausschließlich Futter in diesen 100 gr. Aluschälchen. Mal abgesehen von der Müllfrage, ist das die teuerste Art in der Futter verkauft wird. Das finde ich absolut unverschämt, wo ist bitte das Problem dieses Futter in 400gr. Dosen abzufüllen? Das Argument, dass das Futter sonst nicht frisch bleibt, lässt sich bei der Allgegenwart von Kühlschränken in Haushalten kaum halten. Es macht vielmehr den Eindruck von Geldschneiderei. Erst wird mit hohem Werbeaufwand Industriemüll zu Tierfutter verarbeitet, um dann das Futter, dass die Katze dann länger am Leben erhält, zu extrem überteuerten Preisen verkauft.

Aber so richtig auf der Palme war ich dann, als ich auf Petsnature folgenden Satz:

So sind zum Beispiel Proteine aus dem Muskelfleisch vom Rind wesentlich höher in der Wertigkeit als fein gemahlene Hufe. (Quelle)

Seit einigen Wochen haben die Herzensbutch und ich immer wieder darüber gerätselt, was nun mit der Phrase “hochwertiges Protein” gemeint sein könnte. Die Tierärztin hatte diese Phrase in unserer Gegenwart so oft wiederholt, dass wir dachten, das stecke was ganz ganz Außergewöhnliches dahinter. Aber tatsächlich steckt da einfach nur dahinter, dass in diesen Nierendiätfutter eben kein Müll der Fleisch verarbeitenden Industrie (wie Knochen, Krallen oder Hufe usw.) verarbeitet werden darf. Das ist so skandalös, dass die Tierfuttermittelindustrie und die durch sie geschulten Tierärzt*innen(2) das Problem mit dem minderwertigen Futter hinter dieser Phrase “hochwertiges Protein” verstecken und dann auch noch extraordinär hohe Preise dafür zu verlangen.
Angaben darüber, woher dieses Fleisch stammt, sind natürlich nicht zu finden, von Biofleisch brauchen wir nicht reden. (Wenn ich überlege, welche Inhaltsstoffe mit konventionell produziertem Fleisch einhergehen, frag ich mich, ob das einem CNI-chen zuträglich ist.. ach … ein Fass ohne Boden). Zumal die Reduzierung des Proteins (weil die Niere dieses nicht mehr so gut verarbeiten kann) durch Erhöhung des Fettanteils einhergeht. Das wurde uns sehr deutlich, als wir die Nährwerttabelle der Futtermittel auf oben erwähnter Seite durchgingen. Soweit mir bekannt, ist Fett immer billiger als Muskelfleisch. Woher die Bestandteile der Nierendiätfutter kommen, ist natürlich in keinem Anteil nachvollziehbar. Natürlich könnte eins auf die ebenfalls angebotenen Trockenfutter zurück greifen aber im Zusammenhang mit Organerkrankungen verbieten sich Trockenfutter bei Katzen sowieso, wie man auch sonst immer darauf verzichten sollte.

Im Kern läuft es für mich darauf hinaus, dass die Tierfuttermittelhersteller die Not der Tierhalter*innen ausbeuten, in dem sie solches Futter in der teuersten aller möglichen Varianten verkaufen.

(1) Hier stellte sich außerdem heraus, dass unser Kater unter Asthma leidet aber das ist eine andere Geschichte

(2)Tatsächlich ist wohl so, dass Tierärzt*innen im Studium nicht viel über die Ernährung der verschiedenen Tierarten lernen. Diese Information habe ich von einer sehr guten und ehrlichen Tierärztin. Außerdem lernen sie ihren Beruf in erster Linie an Schweinen und Rindern, Kleintiere lernen sie eigentlich erst richtig in der Praxis. Sie besuchen zwar Seminare zur Ernährung von Katzen, Hunden etc. dummerweise werden diese Seminare i.d.R. von den einschlägigen Tierfuttermittelherstellern angeboten. Den Rest können wir uns denken.

Ich selbst habe eine lange Diskussion mit einer Tierärztin über die Frage, ob Katzen rohes Hühnerfleisch essen sollte, da ja immer das Risiko einer Salmonelleninfektion besteht. Nach einigem hin und her, wandte ich mich an das einschlägige Barf-Forum und erhielt folgende Antwort: Katzen als Wildtiere haben einen extrem kurzen Darm (weswegen sie ja auch kein Getreide verdauen können). Das hat die Natur so eingerichtet, weil Katzen natürlich in freier Wildbahn auch Keime und Bakterien mit ihren Jagdtieren fressen und diese eben schnell (viel schneller als wir Menschen) über dem Darm wieder ausscheiden können. Insofern ist eine Salmonelleninfektion, sollte sie überhaupt auftreten, viel weniger gefährlich für Katzen. Sie haben dann Durchfall und das wäre es schon. Wenn eine fitte katzenerfahrene Tierärztin, wie die, mit der ich diese Diskussion führte, das nicht weiß, brauche ich mich in anderen Ernährungsfragen nicht an Tierärzt*innen zu wenden. Leider reagieren viele Tierärzt*innen auf gut informierte Halter*innen oftmals ziemlich verschnupft. Selbst diese, die mir die Sache mit der Ausbildung erzählt, konnte es kaum ertragen, dass ich ziemlich informiert war und obwohl ich ihr immer die Quellen für meine Informationen anbot, wehrte sie das ab. Ich wünschte mir da mal eine*n der_die einfach zugesteht, wenig Ahnung zu haben und mit uns zusammenarbeitet, statt sich ständig in seiner_ihrer (nicht vorhandenen bei Ernährung) Kompetenz als Ärzte angegriffen zu fühlen.

Zwischen Saar und Mosel

Nachdem ich mal über meinen Ärger Dampf abgelassen habe, nun zum schönen Teil der vergangenen Woche. Ich habe schon lange nichts mehr zu meinen Wanderaktivitäten geschrieben, was auch daran liegt, dass meine Gehbehinderung da meinen Aktionsradius stark beeinträchtigt. Leider. Wie jedes Jahr im Frühjahr stand der Frühlingurlaub an und wir hatten uns für die Region um Saarburg entschieden. In erster Linie wollten wir dorthin, weil es dort ein paar archäologische Kostbarkeiten zu sehen gibt und die Anreise – nur für einen Tag – zu lang ist.

Die Landschaft dort zwischen Saar und Mosel, kurz vor Luxemburg und Frankreich ist wunderschön, ich kann gut verstehen, dass die Menschen dort seit tausenden Jahren siedeln. Es heißt, dass dort die dichteste Besiedlung durch die Römer und Kelten so weit im Norden gewesen ist. Pflichtbesuche waren natürlich die römische Villa bei Borg, der römische Tempelbezirk bei Tawern und das Mosaik der römischen Villa in Nennig. Auch die Klause von Schinkel für den blinden König haben wir uns angeschaut.

Archäologiezentrum Villa Borg

Eingangsportal zum Villenbereich vom Garten aus gesehen
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Blick auf das Haupthaus und den linken Seitenflügel
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Der rechte Seitenflügel
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Der Kräutergarten
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Der Blick über die Mauer, wie vor 1800 Jahren
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Wege und Landschaft um die Villa herum
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Römischer Tempelbezirk auf dem Metzenberg

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Tawern3

Tawern2

Tawern1

Außerdem sind wir auch mal nach Schengen gefahren – naja, unspektakulär, eigentlich wollten wir ja auch nur auf der Luxemburger Seite tanken. Dort stießen wir dann durch Zufall und Geocaching sei dank auf ein unglaublich schönes Vogelschutzgebiet, dass ich jeder und jedem nur empfehlen kann. Es ist nicht sehr bekannt und liegt an der N10 und dem Örtchen Wintrange, wo auch geparkt werden kann.Das ehemalige Kiesgrubengebeit ist heute ein traumhafter Ort (Naturschutzgebiet „Haff Réimech“), wo Holzstege durchs Röhricht führen und alle 100 Meter eine Beobachtungshütte zum Verweilen und Schauen einlädt. Allerdings ist ein Besuch eher unter der Woche und bei schlechtem bis durchwachsenen Wetter zu empfehlen, ansonsten ist es dort voll mit Leuten, die als Hobby Vogelbeobachtung betreiben und das muss eine spezielle Spezies sein. Der neue Gebietsbetreuer dort- den wir dort trafen und der uns einige seltene brütende Vögel in einem Kiesbett zeigte (mit entsprechendem Gerät, natürlich sind wir da nicht “nah rangegangen”)- ist bei gutem Wetter quasi mit nichts anderem beschäftigt, als diese Leute aus den Büschen zu treiben. Dabei steht quasi an jeder Ecke eine Beobachtungshütte.

NSG1

NSG2

Inzwischen gibt es dort etliche Hütten im Wasser mit ausgezeichnetem Blick auf die Vögel und im Auwald am Uferrand gibt es versteckte Plätze zum Sitzen und Lauschen.

Die Gegend ist traumhaft, sanft hügelige Hochebenen, die jä steil zur Mosel oder Saar steil abfallen. Dass mein Fußgelenk leider nicht gut mitmachte, konnte ich den Kasteler Felsenpfad leider nicht laufen, was mich wirklich schmerzt und in mir eine hilflose Frustration hinterlässt, weil ich vermutlich solche Wanderungen nie mehr machen kann. Aber die Klause am Rand des auch schon von Kelten und Römern bewohnten Hochplateau konnte ich besichtigen.

Klause6

Klause5

Klause4

Klause3

Klause2

Klause1

Alles in allem war es wunderschön. Wir haben lange noch nicht alles gesehen, was wir wollten und werden wohl noch mal hinfahren.

Arschlöcher im Naturschutzgebiet

Es ist ja so, dass ich wirklich nicht zu den Menschen zähle, für die eine Kehrwoche eine attraktive Freizeitgestaltung darstellt. Auch habe ich noch nie den Anspruch verfolgt, dass eins von meinem Küchenfussboden essen können sollte. Je nach persönlicher Verfassung kann ich meinem Küchenboden dafür überhaupt nicht empfehlen.

Jetzt war ich eine Woche im Urlaub. Wie immer Wandern, soweit es mein Fußgelenk zulässt (und auch ein bisschen darüber hinaus, was ich jetzt abbüße). Aber bevor ich etwas ausführlicher davon schreibe, habe ich einen Punkt, der mich inzwischen richtig aufregt.

Das sind diese Leute, die ihren Müll und ihre Kippen in die schönsten Naturschutzgebiete werfen und nicht in der Lage sind, diesen mitzunehmen und anderswo zu entsorgen. Es ist eine verdammte Zumutung, überall Plastikscheiße, Kippen, Aludosen, Alufolie und was weiß ich nicht alles:

KÖNNT IHR ARSCHLÖCHER EURE SCHEISSE MITNEHMEN UND NICHT IN DEN DIVERSEN NATURSCHUTZGEBIETEN UND ANDEREN SCHÖNEN ORTEN VERTEILEN!

Es ist echt nicht schwer, einfach alles mitnehmen und beim nächsten dafür vorgesehenen Behälter, genannt MÜLLEIMER, entsorgen.

Naturschutzgebiet, seltene Orchideen, tolle Aussicht? Ja klar, rauchen wir doch mal eine und werfen ein paar Kippen auf den Boden. Oder toller Ort, Geheimtipp, seltene mediterane Pflanzen, 5 Arten halb ausgestorbener Fledermäuse im Untergrund? Ach, machen wir doch mal eine Pause und essen einen Happen – natürlich alles einzlen verpackt und ab ins Gebüsch mit den Verpackungen. Mein persönliches Highlight dieses Jahr war die Aluhülle eines Hygienetuchs neben einer Bank mit toller Aussicht im Naturschutzgebiet. Die kognitive Dissonanz, die das Teil bei mir ausgelöst hat, wirkt immer noch nach. Besonders eklig sind natürlich die Leute, die wildpinkeln und dann jedes Mal ein Taschentuch im Wald liegen lassen müssen – gut ist eins vorgewarnt aber das Zeug zeichnet sich meistens nicht durch besondere Abbaubarkeit aus. Und in 20 Jahren kommen die gleichen Arschlöcher noch mal vorbei und sagen dann, echt scheiße da, vor 20 Jahren gabs da noch Orchideen, die sind alle weg, scheiß Umweltverschmutzung oder so. Vermutlich sind das die gleichen Leute, die Abends dann schockiert eine Doku über die Pastikstrudel in Atlantik und Parzifik schauen.

Im Saarland gibts einen neuen Sport. Da dort der Müll nach Gewicht abgerechnet wird, bringen Leute ihren Hausmüll nach Rheinland-Pfalz und werfen den auf Wanderparkplätze im Wald ab. Ernsthaft, Müll im Auto zu einem Wanderparkplatz transportieren, um nix dafür zahlen zu müssen? Die würd ich mindestens ein Jahr lang jedes Wochenende, an beiden Tagen, Waldstücke aufräumen lassen.

Ich frag mich dann immer was in den Hirnen solcher Leute vorgeht. Im Gefolge der Müllerverteiler*innen stehen dann die Mountainbike*rinnen ganz ganz oben auf meiner Hassliste. Ich steh da in zwischen rekonstruierten gallo-römischen Tempeln und in den Eingängen hängen große Schilder, dort nicht mit dem Rad und so. Und dann kommen da so vier Mountainbikearschlöscher, fahren quer durch die Anlage, nur um mal ein paar Treppenstufen runterfahren zu können. Für den Ort haben sie sich nicht interessiert, sonst wüssten Sie möglicherweise, dass dieser durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer*innen erhalten wird. Oder im Wald, auf ruhigen (!) verschlungenen Waldwegen, schön um Tiere zu beobachten, wenn eins sich ruhig verhält. Das klappt meist nicht, weil mit Sicherheit irgendwelche grellbunt bekleideten Leute, sich laut über die Schulter unterhaltend, diese Wege herunterbrettern müssen. Ich kann euch echt nicht leiden und ich wünsch euch komplexe PLatten hinten und vorne. Auch wenn ich natürlich nachvollziehen kann, dass für euch das Scheiße ist, bin ich entschieden eine Befürworterin des kompletten Verbots von Mountainbikes in Wäldern.

Und inzwischen habe ich eine weitere Gruppe ätzender Leute ausgemacht. Die Vogelbeobachter*innen, die mangels entsprechender Ausstattung mit ihrer Kamera besonders nah an das Nest der einzig in der Region dort brütenden Vogelart ran müssen. Immerhin, sie haben es fotographiert, denn bedingt durch die Störung, haben sie dann das letzte Nest dieser Vogelart in der Region mit der Kamera festgehalten. Glückwunsch Arschloch.

Ich finde all diese Aktionen einfach nur uncool und rücksichtslos. Für mich sind das alles Symptome all dessen was in dieser Welt nicht stimmt.